Bunkeranlage hier, Tunnelsystem da (Freie Themen)

Baldur @, Mittwoch, 03. Mai 2017, 22:32 (vor 1068 Tagen) @ Kaladhor3725 mal gelesen

Hallo, Kaladhor,

der Abraum einer TBM (=Tunnelbohrmaschine) ist bereits in der benötigten Kornstärke und wird per Förderband nach draußen geschaffen.

Bingo....da steht "draussen" (ich habe leider kein sz auf der Tastatur). Die ganze Verarbeitung auf den Schweizer Baustellen fand aussen statt.
Ich kenne auch Betonwerke im Berg, nur sind das Versuchseinrichtungen und haben keine langen Transportstrecken zu beliefern.

Aussen, da fällt es auf, liegt herum. Sichtbar.

Idealerweise wird direkt am Tunneleingang ein temporäres Betonwerk errichtet, wo dann der Abraum mit - meist - per Bahn angeliefertem Zement (und nötigenfalls anderen "Zutaten") vermischt und über Schläuche zur TBM zurückgepumpt werden.

Richtig, am Tunneleingang. Also wiederum sichtbar.

Die endgültige Vermischung mit Wasser erfolgt an der TBM und wird dann >als Spritzbeton als erste Schalung auf die Tunnelwandung aufgebracht. >Die endgültige Verschalung, wo auch die ganzen Versorgungsleitungen >untergebracht werden, die werden in speziellen Werken außerhalb der >Baustelle produziert und dann regelmäßig per LKW zur Baustelle >geliefert, wo sie dann auf speziellen Waggons zur TBM transportiert >werden.

Jawoll - wiederum von aussen. Kein Widerspruch. Aber das sieht man doch.

Die Produktion dieser Bauteile beginnt auch wesentlich eher als die >eigentliche Bohrung. Logistisch ist das nicht aufwändiger als eine >Baustelle für einen Neubau innerorts.

Nein, problematisch ist es nicht, aber auffällig - die Bautätigkeit kann nicht im Verborgenen geschehen. Das wird aber behauptet.


Das betrifft aber auch wirklich nur Tunnelbaustellen mit einer TBM ... bei Arbeiten, wo fleißig gesprengt wird, mag das ganz anders aussehen, wobei bei Sprengungen durchaus größere Kavernen aus dem Fels gesprengt werden können, wo man die entsprechende Infrastruktur aufbauen kann. So ein Brechwerk ist jetzt auch nicht so groß und ein Betonwerk kann man auch entsprechend dimensionieren. Für Nachschub von außen reicht ein Bahngleis oder halt Förderbänder.

Ja. Klar.
Aber: nehmen wir fiktiv einen Tunnelquerschnitt von 4-5 Metern, und 1,00-1,20 Meter für die Tunnelauskleidung. Und dafür wird theoretisch so viel Material wie möglich noch im Tunnel irgendwie als Zuschlagstoff verwertbar gemacht und eingebracht.

Das bedeutet jedoch immer noch, dass 70 - 80% des Materials nicht im Tunnel verbleiben, sondern abgeführt werden müssen - wohin?
Darauf zielte ja meine Feststellung.
Und der Zement muss angekarrt werden. Feinheiten wie Strom- und Wasserversorgung in ablegenen Gebieten lassen wir mal aussen vor.


Und man muss auch immer bedenken: Wenn etwas im Verborgenen erfolgen soll, dann gibt es Mittel und Wege, dass zu bewerkstelligen. Gerade Bunkeranlagen wird man mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwo in der Pampa errichten, wo sich normal nie eine Seele hin verirrt.

Ja, was die Bunker anbetrifft, kann ich mir das gut vorstellen. Kein Widerspruch.
Aber es ging mir ja um die Transport-Verbindungstunnelsysteme.

Laufen alle im Fels, ist es bautechnisch einfach, aber langwierig. Führt es durch instabile Böden, wirds langsam und aufwendig...

Wo hat man schon über 100km vergleichbare Bodenverhältnisse?

Natürlich ist alles lösbar, irgendwann, mit beliebig unbegrenzten finanziellen Mitteln.

Aber wie wahrscheinlich ist es, dass dies stattfindet, ohne bemerkt zu werden?

Beste Grüsse vom Baldur


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