Logistik ist nicht das Problem (Freie Themen)

Kaladhor @, Mittwoch, 03. Mai 2017, 21:59 (vor 1072 Tagen) @ Baldur3720 mal gelesen

Hallo Baldur,

Wo kommt der Zement her, bzw. wie gelangen diese Riesenmengen unbemerkt in das Tunnelsystem?

Das sind ganz simple Logistikfragen.....

Beste Grüsse vom Baldur

P.S.: damit das Ganze nicht so destruktiv klingt, bin ich an jedem Hinweis sehr interessiert, wie man das dennoch hinbekommen könnte.
Denn die Lösung dieses Problems wäre ein hundertfacher Lottosechser....in der zivilen alltäglichen Bauwirtschaft........

der Abraum einer TBM (=Tunnelbohrmaschine) ist bereits in der benötigten Kornstärke und wird per Förderband nach draußen geschaffen.
Idealerweise wird direkt am Tunneleingang ein temporäres Betonwerk errichtet, wo dann der Abraum mit - meist - per Bahn angeliefertem Zement (und nötigenfalls anderen "Zutaten") vermischt und über Schläuche zur TBM zurückgepumpt werden. Die endgültige Vermischung mit Wasser erfolgt an der TBM und wird dann als Spritzbeton als erste Schalung auf die Tunnelwandung aufgebracht. Die endgültige Verschalung, wo auch die ganzen Versorgungsleitungen untergebracht werden, die werden in speziellen Werken außerhalb der Baustelle produziert und dann regelmäßig per LKW zur Baustelle geliefert, wo sie dann auf speziellen Waggons zur TBM transportiert werden. Die Produktion dieser Bauteile beginnt auch wesentlich eher als die eigentliche Bohrung. Logistisch ist das nicht aufwändiger als eine Baustelle für einen Neubau innerorts.

Das betrifft aber auch wirklich nur Tunnelbaustellen mit einer TBM ... bei Arbeiten, wo fleißig gesprengt wird, mag das ganz anders aussehen, wobei bei Sprengungen durchaus größere Kavernen aus dem Fels gesprengt werden können, wo man die entsprechende Infrastruktur aufbauen kann. So ein Brechwerk ist jetzt auch nicht so groß und ein Betonwerk kann man auch entsprechend dimensionieren. Für Nachschub von außen reicht ein Bahngleis oder halt Förderbänder.

Und man muss auch immer bedenken: Wenn etwas im Verborgenen erfolgen soll, dann gibt es Mittel und Wege, dass zu bewerkstelligen. Gerade Bunkeranlagen wird man mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwo in der Pampa errichten, wo sich normal nie eine Seele hin verirrt.

Grüße,
Kaladhor


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