gar nicht unbekannt (Freie Themen)

Baldur @, Mittwoch, 03. Mai 2017, 20:56 (vor 1072 Tagen) @ Kaladhor3851 mal gelesen
bearbeitet von Baldur, Mittwoch, 03. Mai 2017, 21:02

Hallo, Kaladhor,


Dir ist sicherlich bekannt, dass ein sehr großer Teil des Abbraums direkt vor Ort weiter verarbeitet wird? Ein großer Teil der Betonverschalungen wird aus Beton gegossen, wo der Abraum mitverarbeitet wird. Gibt genügend Dokus von Tunnelbaustellen, wo genau das gezeigt wird.


Herrje.....weiterarbeitet.....weiter verwurstet?

Abraum. Das ist alles mögliche. Sande, Kiese, Felsgeröll, Tone, alle möglichen Grössen und Konsistenzen.

Beton besteht u.a. aus Zuschlagstoffen (=Kies, Schotter), der dann in die Schalung eingebracht (gepumpt) werden muss. Durch Rohre oder Schläuche, deren Maximaldurchmesser üblicherweise bei 150mm liegt. Damit das geht, dürfen die grössten Bestandteile nur maximal 32mm gross sein, sonst verstopft die Förderung und man kann den Beton nicht pumpen.
Also müsste das Abraum=Zuschlagsmaterial vorher erst getrennt und gesiebt/gebrochen werden.
Und dann wieder mit Sand und Zement und Zusatzstoffen (Flugasche, Verfestigungsbeschleunigern/-verzögerern) vermischt - und Wasser natürlich, damit es Beton gibt.

Klar kann man das auch in unterirdischen Kavernen machen. Aber um diese auszubrechen, entsteht nochmals mehr Ausbruch, das löst das Problem nicht, sondern verschärft es.

Du musst den Fertigbeton bis zur Einbaustelle transportieren - in welchen Abständen müssten dann die Betonfertigungskavernen eingerichtet werden?
Du kannst ja im Tunnel nur begrenzt mit Fahrmischern fahren, da das Förderband der Tunnelbohrmaschine viel Platz beansprucht und die Tunnelquerschnitte oft nicht ausreichen, alles unterzubringen.

Die Tübbings/Tunnelauskleide-Fertigteile wurden für den Kanaltunnel auswärts gefertigt, und dann zur Einbaustelle gebracht.

Das alles von aussen völlig unbemerkt zu bewerkstelligen, sind - mit Verlaub - Hirngespinste.

Klar kann man unbemerkt ein Tunnelchen hier und ein Loch da graben - aber es ist von kompletten Tunnelsystemen die Rede. Der Bau des Gotthard-Basistunnels wäre vergleichbar, wobei dieser eine sehr viel höhere Gebirgsüberdeckung hatte. Das dauerte fast zehn Jahre. Für rund 50km.

Der Bau einer städtischen U-Bahn braucht Jahrzehnte.

Und die tollen Amis maulwurfen sich unbemerkt mal so über hunderte Kilometer durch den Boden, und keiner merkts?

Wo kommt der Zement her, bzw. wie gelangen diese Riesenmengen unbemerkt in das Tunnelsystem?

Das sind ganz simple Logistikfragen.....

Beste Grüsse vom Baldur

P.S.: damit das Ganze nicht so destruktiv klingt, bin ich an jedem Hinweis sehr interessiert, wie man das dennoch hinbekommen könnte.
Denn die Lösung dieses Problems wäre ein hundertfacher Lottosechser....in der zivilen alltäglichen Bauwirtschaft........


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