kleingeistige Schadenfreude am zu erhoffenden Leid anderer - einfach unglaublich (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Dienstag, 04. April 2017, 19:27 (vor 1385 Tagen) @ BBouvier2104 mal gelesen
bearbeitet von Baldur, Dienstag, 04. April 2017, 19:44

Hallo, BB,

wenn Leute, die sich noch dazu selbst als Lehrer verorten, bezeichnenderweise Schadenfreude am Tod von Andersdenkenden anklingen lassen, weil sich dadurch die erhoffte Möglichkeit ergeben könnte, dass die unliebsame Person in ewigem Leid und Elend landen könnte.....nur, weil diese nicht an den gleichen Pumuckl glauben wollte, oder an das fliegende Spaghettimonster, oder an die Hausregeln des Clubs...

....dann ist es echt weit gekommen.

Ein Agnostiker würde einem Frömmler nie wünschen, er möge posthum doch bitte ewig traumlos schlafen, wenn dieser sich doch ganz andere Labsal erhoffte, nur, damit er einen Schaden bekommen soll oder Strafe - na, und, soll er doch, wenn es denn stimmte, was gehts mich an?

Agnostiker kennen keine Missgunst, Frömmler dagegen platzen scheinbar vor lauter Giftproduktion.

Wieso sollen sich Menschen, die anständig gelebt haben, vor dem Tode und dem Stadium danach fürchten, vor einem Vorgang, den schon unzählige Vorfahren durchschritten haben, in allen Kulturen, zu allen Zeiten? Wovor sollen sie Angst haben?

Es ist einfach pervers, Leuten erst Angst zu machen, und dann eine angebliche Lösung dafür zu verkaufen.

Und die fühlen sich damit auch noch im Recht und als "gut". Gehts noch?

Immerhin lassen sie zwischendurch die Hüllen ihrer frömmelnden Maskerade fallen und zeigen ihren wahren, tiefschwarzen, alttestamentarischen Wesenskern der Wut und des Zorns.

Würde eine solche Überzeugung posthum belohnt, wäre dieses System, die Schöpfung, jenseits noch perverser, als sie diesseits manchmal ist.

Für die Standortbestimmung ist es allemal hilfreich. Mir graut nur vor der Vorstellung, dass Kinder dieser Indoktrination ausgeliefert sind.

Beste Grüsse vom Baldur

P.S.: an manchen Häusern sieht man einen alten Brauch, es stehen Sinnsprüche an der Fassade.

Einer meiner Lieblingssprüche ist der, wonach sinngemäss der Beobachter, Leser, Nachbar, wer auch immer, bitteschön das Mehrfache dessen bekommen soll, was er mir wünscht.


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