diffuser Glaube, und Aussagen mit Wahrheitsanspruch sind zweierlei (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Dienstag, 31. Januar 2017, 14:18 (vor 1164 Tagen) @ Tribun2912 mal gelesen

Hallo, Tribun,

Du gehst in ein Restaurant und bestellst Dir etwas von der Karte. Die Bedienung sagt Dir, irgendwann werden Sie ihr Essen schon bekommen, wann genau, hmmmmmmm, weiss nicht.

Du baust ein Haus, und der Bauunternehmer sagt Dir, dereinst, bald, darfst Du einziehen, aber wann genau, nun ja, das wisse man nicht so genau. Du musst nur fest dran glauben, dann wird das was.

Du hast Schmerzen und gehst zum Arzt, der sagt Dir, Du hast nicht mehr lange zu leben, Du stirbst bald, aber was bald ist, davon kann er Dir keinerlei Grössenordnung angeben, bald halt. In ein paar Minuten, oder in vier Jahren und acht Monaten, oder 2051.
Und gegen Deine Schmerzen gibt er Dir eine Tablette, die ganz bestimmt wirken wird, irgendwann, hofft er.

Ich sehe keinen einzigen Grund, wieso ich in Glaubensdingen einen anderen Masstab hinsichtlich Vernunft anlegen soll, als an sonstige Vorgänge im Leben.

Das Problem sind nicht die paar Kragenträger, die behaupten, sie wüssten was, obwohl sie keine Ahnung haben, sondern die Millionen, die sich trotzdem von ihnen Angst einjagen lassen.

Angst(machen) ist die Nährwurzel der Glaubensorganisationen.

Die Herkunft der Literaturschauungen aus klerikaler Feder und die Deckungsgleichheit zwischen angeblich Geschautem und deren Lehre ist augenfällig.

Beste Grüsse vom Baldur


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