Re: Wer nicht glauben will, soll es sein lassen. Es gibt keinen Glaubenszwang (Freie Themen)

schwelmi @, Sonntag, 18.12.2016, 07:45 (vor 1606 Tagen) @ Tribun (3680 Aufrufe)
bearbeitet von schwelmi, Sonntag, 18.12.2016, 08:04


Die Worte Jesus zu begreifen, das geht nur wenn man ihm sucht und darum bittet das er sich einen offenbart. Und das Offenbaren geschieht über den heiligen Geist, so dass es einer versteht.

Wer diesen Geist nicht hat wird das Geheimnis der "Wüstenreligion um Jesus NICHT begreifen.

Hallo Tribun,

in diesem Punkt gebe ich dir recht.
Als ehemaliger Katholik weiß ich aber, dass zumindest in der katholischen Amtskirche kaum mehr eine Spur von diesem Geist vorzufinden ist, was wohl auch daran liegt, dass gewisse Texte wie das neu entdeckte Thomasevangelium oder die Apokryphen nie Einzug in das Neue Testament finden durften, ja sogar bekämpft wurden.

Der katholische Geist schreibt ganz genau vor, was Wahrheit ist und was nicht. Wer damit nicht zurecht kommt wird schnell belehrt und verunglimpft.

Versöhnt mit dem Christentum hat mich erst das Buch "Das Geheimnis des fünften Evangeliums: Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt" von Elaine Pagels. Es zeigt sehr schön auf, dass das Benutzen des eigenen Geistes und das Suchen nach der Wahrheit wesentliche Bestandteile in Teilen des Urchristentums waren und dass der "Heilige Geist" in allen von uns ist oder durch unser aller Handeln lebendig wird (je nach Auslegung der Übersetzung). Vor allem aber vertrat man damals die Philosophie eines Miteinanders, das niemanden ausstösst und das war revolutionär. Jeder gab freiwillige Spenden, um den anderen zu unterstützen. Für diesen Geist waren die Menschen bereit zu sterben.

Schönen Gruß,
schwelmi


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