Re@Kaladhor et @Baldur: Machbar ist inzwischen alles, aber nicht alles ist "praktikabel" (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Dienstag, 29.11.2016, 21:35 (vor 1556 Tagen) @ Kaladhor (5776 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Dienstag, 29.11.2016, 21:44

Hallo Kaladhor!

"Der HR-Aufwand für die von dir genannten Aufgaben sind heute bereits minimalst.
Schon mal ein Melkkarussel gesehen? Da ist genau ein Menschlei damit beschäftigt, die Zitzen am Euter zu reinigen und die Saugrüssel anzulegen, der Rest erfolgt vollkommen automatisch.
Schon mal Ackerbau in den USA gesehen? Auch hier ist der Einsatz menschlicher Arbeitskräfte bereits auf ein Minimum zurückgeschraubt worden. Wie schwer wird es wohl sein unter Mithilfe von GPS die Traktoren wie einen Staubsaugerobot übers Feld fahren zu lassen?"

Ja, die Maschinen müssen jedoch gewartet und gereinigt und zunehmend upgedated
werden, wie es so schön auf neudeutsch heißt, BB stößt auf.:schief:
Es fehlen zunehmend die Fachkräfte, und Quereinsteiger haben keine Chance
mehr, wie Baldur richtig bemerkt.
Freilich, die Knechte und Mägde sowie Großeltern und Enkel auf dem Feld
wie vor 100 Jahren, das ist natürlich passee.

Das Bedenkliche an sich ist ja, daß wir all die 1000 Maschinen und Geräte
heute brauchen, von denen wir vor 50 Jahren nicht mal geträumt hatten.
In früheren Zeiten kannten die Menschen das Zeugs gar nicht und waren auch
nicht weniger glücklich.
Also immer weiter weg von der Natur hin zu einer kafkaesken Künstlichkeit..
Dann dazu die Klima- und Ökolüge, nämlich damit die Eliten unbeschadet
überleben können, während etwa in Afrika mithilfe von Aids das Bevölkerungs-
wachstum gedämmt wird, und dort die "Umwelt" niemanden interessiert.

"Hochkomplexe Regelungssoftware und Robotersteuerungen sind wohl kaum mit Computerspielsoftware zu vergleichen."

Also mit meinen miserablen Spielen bestimmt nicht, bin kein Hardcore-Gamer
uns spiele wenn dann nur Simulatoren und ein paar einfache Rennspiele oder
Schach, aber hochkomplexe Steuerungssoftware hängt sich auch auf, oder wird
gehackt, da zunehmend an einem Rechenzentrum hängend. Probleme gibts immer
und sie nehmen zu, wie das jetzige Telekom-Beispiel zeigt.

"Das ist genau das, womit die Befürworter dieser Technologien die Ängste der Gegner zerstreuen wollen.
Der Einsatz menschlicher Arbeiter bei diesen ganzen Prozessen ist bereits heute schon geringer als von vielen gedacht."

Nee, im Gegenteil: Der Orwell-Schmelztiegel kommt zwar langsamer
als prognostiziert, aber dafür gründlich. "Fortschritt" wird nur
an sich und in dem Maße eingeführt, in welchem sie den Eliten nützt.
D.h. die Mänschen müssen erst richtig umerzogen werden, bis sie dafür
reif sind.

"Wir werden es erleben, dass irgendwann das Hauptargument kommen wird, dass die Vollautomatisierung des Verkehrs erst dann funktionieren wird, wenn es keine individuell gelenkten Fahrzeuge mehr auf der Straße gibt."

Der Otto Normalo will doch mit seinem Auto von Punkt A nach Punkt B reisen,
wozu braucht denn der bitteschön das fahrerlose Auto?
Und der fahrerlose Frachtverkehr ist viel zu unsicher wegen Diebstahl bzw.
Raub des Frachtgutes.
Die USA offenbarten bereits vor Jahren, was des Pudels Kern an den
fahrerlosen Roboter-Autos ist: Polizeiliche Ermittlungen, Spionage,
Aufklärung.

"Durchaus denkbar. Ist alles nur eine Frage der Größe des 3D-Druckers und der verwendeten Materialien. Als die ersten Kunststoffe auf den Markt kamen, hat sich sicherlich niemand vorstellen können, dass es irgendwann mal Kunststoffe mit einer höheren Festigkeit als Stahl geben wird (siehe Kunstfasereinsatz bei der Herstellung von Schutzwesten)."

  • Beispiel 1: Das "papierlose Büro" der 90er Jahre.
    Hat sich in Luft aufgelöst. Die Wälder werden weiterhin abgesäbelt.
  • Beispiel 2: Der "Arbeitsplatz daheim am Bildschirm", ebenfalls in
    den 90ern: Eine Handvoll Top-Programmierer kann sich das vielleicht
    einrichten, aber 99% aller Angestellten und Arbeiter fahren weiterhin
    ins Büro.
  • Beispiel 3: Das 3D-Fernsehen. Ich kann mich an 1982 erinnern, als in der
    Schule diese rotgrünen Brillen verteilt wurden. Das 3D-TV floppte.
    Es gibt zwar inzwischen prinzipiell 3D-Systeme, sie sind aber extrem
    teuer und die meisten Haushalte haben keine solche Fernseher + Brillen.
  • Beispiel 4: Ähnlich die Google-Brille am Smartphone: Hat sich nicht durchgesetzt,
    ganz einfach, weil dann die meisten Leute gegen den nächsten Laternenpfahl
    laufen würden oder vom Auto überfahren werden. Die Leute haben dermaßen
    ein Schmarrphon äh Brett vorm Kopf, daß sie ohne Brille fast in ein Auto
    hineinlaufen. Mit Kopfhörer nämlich..
    Oder der PC mit 3D-Brille: Wird daheim angewendet, aber da braucht man
    das Kleingeld für einen Graphik-Prozessor
    für 7000 Euronen aufwärts. Also nur für Gutverdiener.

"Ja, noch.
Als die ersten Fernseher in den Handel kamen, waren es klobige, schwere Schwarz-Weiß-Geräte mit verhältnismäßig kleinen Bildern. Flachbildschirme, wie sie heute weit verbreitet sind - selbst in ärmsten Haushalten - wären auch als spinnerten Unsinn abgetan worden.

Immer daran denken, wie unsere technisierte Gesellschaft funktioniert: Wenn etwas technisch möglich ist, wird es auch gemacht.

Grüße,
Kaladhor"

Technisch ist schon lange alles machbar, aber es ist nicht alles praktikabel bzw.
sicherheitsgefährdend einerseits, und andererseits sind wir nicht "reif" dafür
im Sinne der Hintermächte.;-)

Herzliche Grüße,

Eyspfeil


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