zur Exaktheit von Zukunftswahrnehmungen (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Dienstag, 18.10.2016, 12:23 (vor 1641 Tagen) @ Baldur (2937 Aufrufe)

Hallo, zusammen,

gestern lief auf einem Nachrichtensender (N24?) die Wiederholung einer Sendung, die vor rund 10 Jahren wohl zuerst auf Pro7 gezeigt wurde - es ging um die Frage, ob eine Zukunftsschau möglich wäre.

Darin kam ein Experiment mit Liane Ott vor, die Voraussagen zu den nächsten vier Wochen machen sollte. Der Umschlag wurde versiegelt und später zur Kontrolle geöffnet (dass dabei auch ein Skeptiker eine Scheinvoraussage machte, trägt nichts wesentliches zum Thema bei - er sagte ein Erdbeben voraus an einem Ort, der regelmässig und häufig, fast andauernd erschüttert wird).

Sie schilderte einen Attentatsversuch durch islamistische Terroristen, die eine Bombe in einem Gebäude ablegen würden, welches vorne eine grosse Lichtreklame angebracht hätte und halbrund gebaut an einer Strassenecke stünde. Es wäre aber nur ein Versuch, die Bombe würde keinen Schaden anrichten.

Tatsächlich kam es innerhalb dieser vier Wochen zu einem Anschlagsversuch in London, die Beschreibung passte, bis auf ein Detail, die Bombe lag nicht im Gebäude, sondern in einem Fahrzeug davor.

Trotz dieser unwesentlichen Abweichung handelt es sich wohl eindeutig um einen Treffer.

Dann wurde Chris Robinson gezeigt, der behauptet, er würde die bzw. seine Zukunft träumen.

Er schilderte einen Traum, in dem zwei Raketen bogenförmig aufeinander zu flogen, und zusammenstiessen.
Dann sah er Fallschirme, und erkannte (anderntags?), dass das Flugzeuge sein müssen, und keine Raketen.

Er rief die Polizei an, denn es war kurz vor einer Flugveranstaltung.
Tatsächlich prallten dabei dann zwei Mig29 zusammen, und obwohl es nicht so aussah, konnten sich beide Piloten mit dem Schleudersitz retten.

Also ein absoluter Volltreffer, obwohl der Traum Raketen zeigte. Chris Robertson muss seine Symbole immer erst ausdeuten, damit er das Szenario halbwegs genau erkennen kann.

In einem Test wurden 10 Orte in Berlin ausgesucht und die Adressen versiegelt. Er sollte an zwei Tagen je einen aus diesen Orten besuchen und musste am Tag zuvor erträumen, wo er denn hingefahren würde.

Die gesehenen Details erinnerten mich an die Eindrücke, die beim Remote Viewing entstehen. Immerhin aber konnte man sich der Folgerung der Sendung anschliessen, dass der Zukunftsträumer etliche, durchaus beeindruckende Treffer hatte.

Beispielsweise zeichnete er einen länglichen, schmalen Kasten mit einer Art Bedienfeld oder Öffnung, und sprach davon, an diesem Ort gäbe es klassische Musik zu hören.
Tatsächlich war das dann eine Art Parkscheinautomat für Besucher und Touristen, der auf Knopfdruck Musikstücke vorspielte, die offenbar mit dem historischen Ort im Zusammenhang standen.

Auch die anderen Eindrücke stimmten.

Aber es zeigte sich, es waren keine 100% Filme aus der Zukunft, sondern einzelne Puzzleteile, oder ein ganz kurzer Blick auf das Szenario, der nicht alle Details offenbaren konnte.

Was für mich die Frage aufwirft, ob die vom Waldviertler gesehenen Zerstörungen in New York nicht doch bereits eingetreten sind, obwohl er selbst das anders sieht.

Denn eine exakte, identische Vorausschau zu bekommen, scheint extrem selten zu sein (obwohl das auf die Strassenbahnschau zutrofft, und auch ich hatte eine solche, die 1:1 traf, leider auch mit dem verhängnisvollen Ausgang).

Der Normalfall scheint also zu sein, dass es kleine Abweichungen gibt, die man hinnehmen muss, das Wesentliche aber bleibt erkennbar.

Beste Grüsse vom Baldur


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