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Präzessionsbewegung irrelevant (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 18.09.2016, 11:46 (vor 1675 Tagen) @ Harald Kiri (6776 Aufrufe)

Hallo!

Schade ist bloß, dass man sich hier solche Hirngespinste, wie Magnetverflüssigung o.ä. anhören muss, statt dass die einfachen, feststehenden Gesetze beachtet werden.

Die wirst Du Dir allerdings weiterhin anhören müssen, weil ich nicht sehe, wie die Diskussion hier die (ohnehin recht nebensächlichen) schauungsmäßigen Elemente eines leicht verlagerten Sonnenaufgangspunktes und einer dauerhaften Erwärmung erklären könnte.

Alles weitere: Tsunamis, geographische Veränderungen, Verfinsterung (durch Staub/Asche!!!), Vulkanausbrüche, sind Folgeerscheinungen, die sich auf die eine oder andere Weise erklären ließen.

Hinsichtlich eines Kippens der Erdachse einzig relevant wäre ein komplettes Umdrehen des Kreisels, so daß geographischer Nord- und Südpol ihre Plätze tauschen. Davon haben wir uns hier aber weit entfernt.

Statt dessen reden wir über ein Gyroskop, an das Gewichte gehängt werden, auf daß sich das System parallel zur Ebene drehe (Präzession), ohne daß der Kreisel seine Neigung zum Beobachter (oder zur Sonne) änderte. Das geht doch völlig am Thema vorbei.

Von hier:
http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel-und-beitraege/rund-ums-sonnensystem/die-praezession/

"Die Bewegung wird dadurch ausgelöst, dass die Erde um ihre schräg stehende Achse rotiert und dabei leicht abplattet ist - sie ist deswegen am Äquator dicker als über die Pole gemessen. Weicht ein Körper von der Kugelform ab, so wird seine Form im Wirken der Schwerefelder aber wesentlich. Nun bewegt sich die Erde natürlich um die Sonne, und die Schwerkraft der Sonne zwingt die Erde nicht nur auf ihre Umlaufbahn, sie greift auch am Äquatorwulst der Erde an und wirkt auf die Erdachse aufrichtend. Dabei ist ausschlaggebend, dass die sonnenzugewandte Erdseite etwas stärker angezogen wird als die sonnenabgewandte - ansonsten höbe sich der Effekt auf."

"Die Rotation der Erde hat nun eine merkwürdige Folge: das Trägheitsmoment der Erde weicht dem aufrichtenden Zug der Sonne nämlich rechtwinklig aus, so dass statt einer Verringerung der Achsneigung eine Wanderung der Erdachse im Raum resultiert, wobei sich der Neigungswinkel relativ zur Erbahnebene nicht ändert."

Die Eigenschaft der Erde als Rotationsellipsoid, wodurch die Kräfte in der Tat ungleichmäßig angreifen, haben wir bislang gar nicht beachtet, so daß BB auch gar kein Vorwurf zu machen ist.

Was passiert nun durch die kurzzeitige Anwesenheit eines zusätzlichen Himmelskörpers, der an der Erde zieht und das eingespielte System Sonne-Erde-Mond durch eine zusätzliche Komponente geändert? Er dürfte ebenfalls am Äquatorwulst ziehen, auf Ausrichtung der Erdachse wirken, wodurch er der Erde wohl kurzzeitig eine veränderte Nutation (Modulierung der Präzession) aufnötigte. Und ich vermute: Sobald der Himmelskörper wieder weg ist (binnen Stunden oder Tagen, je nach Größe und Grativation), würde sich das System ohne große Änderung wieder im Vorzustand einpendeln. Keine Veränderung der Achsenneigung, keine veränderten Jahreszeiten, kein verändertes Klima.

Die Erdveränderungen haben wohl andere Ursachen: Gezeitenkräfte und eine Umpolung des Magnetfeldes?

Zusatz: Allenfalls, falls sich die Erdachse dreht, ohne zu kippen, wäre mit einer veränderten Lage der Jahreszeiten im Jahresverlauf zu rechnen. Sie würde im Oktober z. B. eine Lage in Relation zur Sonne einnehmen, die sie bislang im Nordfrühling hatte. Das könnte womöglich erklären, warum es beim Waldviertler in der Zeit unmittelbar nach der Staubfinsternis übergangslos wärmer ist (Winter quasi übersprungen). :stutz:

Gruß
Taurec


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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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