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Seherbilder erklärbar? (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 18.09.2016, 10:43 (vor 1675 Tagen) @ Hollabusch (6854 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Sonntag, 18.09.2016, 10:52

Hallo!

6. Es ist deshalb forumsrelevant, da sehr viele Seherbilder sich dadurch erklären lassen. Stillstand der Sterne, Finsternis, scheinbar unerklärliche Sonnenbewegungen, andere Sonnenaufgangspositionen, dauerhaft wärmeres Klima, Tsunamis an allen Weltmeeren (Das hängt mit der Massenträgheit und der geringen Reibung von Wasser zusammen, ich erklär es lieber nicht), Überschwemmungen im Binnenland.

Da kennst Du wohl andere Seherbilder als ich.

  • Stillstand der Sterne: Hä??? :confused: Wo denn?
  • Finsternis: Die ist, wie Du eigentlich wissen müßtest, eine Staub- und Ascheverdunkelung, die auf ein Erdachsenkippen gar keinen Hinweis geben kann.
  • Scheinbar unerklärliche Sonnenbewegungen: Mir nicht bekannt, wo sich in den Schauungen die Sonne mal unerklärlich bewegte.
  • Andere Sonnenaufgangspositionen: Dieses erklärte sich auch durch ein Verrutschen der Erdkruste. Bei der einzigen Aussage, die ich zu diesem Punkt kenne, ist der Sonnenaufgang nur wenige Grad (einstellig) nach Norden verschoben.
  • Dauerhaft wärmeres Klima: Das erklärt sich nicht durch eine stärkere Achsenneigung. Eine solche würde die Jahreszeiten extremer machen. Es wäre nicht dauerhaft wärmer, sondern im Sommer heißer und im Winter kälter. Ein Krustenrutschen um 1000 Kilometer nach Süden, würde hier besser passen.
  • Tsunamis an allen Weltmeeren, Überschwemmungen im Binnenland: Ist ebenso gut durch Impakte, Erdbeben, Krustenverschiebung, Hebungen, Senkungen erklärbar.

Da phantasierst Du Dir Deine eigene Wunschpolsprunggeschichte zusammen, behauptest, sie wäre durch Schauungen belegt.

Eine Frage: Ist es möglich, dass durch den Vorbeiflug eines mondgroßen Himmelskörpers und in ungefährer Mondentfernung, sich die Drehachse der Erde relativ zur Sonnen dauerhaft verändert?

Eine nette Frage, die aber mit unserem Problem nichts zu tun hat. Von extremeren Jahreszeiten wissen wir aus den Schauungen nichts. Daraus schließe ich, daß die Drehachse wahrscheinlich stabil bleibt oder sich nur unmerklich ändert.

Zusatzfrage: Wenn dieser Vorbeiflug ca. 1/2 Jahr dauert, können wir die Änderung der Erdachse überleben, oder werden wir durch die Beschleunigungskräfte zerquetscht?

Der Vorbeiflug dauert sicher nicht ein halbes Jahr. Welch abstruse Annahme. In einem halben Jahr legt die Erde 469.975.653 km zurück. Dabei bewegt sie sich mit 29,78 km/s. Der Himmelskörper fliegt nicht die ganze Zeit parallel zu ihr. Wie sollte er auch? Kreuzt er die Erdbahn, so ist das eine Sache von wenigen Stunden, bis er wieder auf Mondentfernung Abstand gegangen ist. Sein Einfluß auf die Erde nimmt ebenso rapide ab, wie er zuvor zugenommen hat.
Die Frage ist eher, ob das genügt, um die Erdachse dauerhaft zu ändern, oder ob es nur für einen kleinen Schlenker reicht.

Noch ein paar Denkanregungen:
wie könnten wohl die Eiszeiten in Europa noch zu erklären sein? Bitte dabei die Ausbreitung des Eises auch in Nordamerika beachten!

Man kann sich durchaus überlegen, ob die Ungleichverteilung der Eismassen (Sibirien eisfrei) auf eine andere Lage der Kontinente oder der Erdkugel hinweisen könnte:
1. Variante Krustenverutschung: Die ganze Erdkruste war damals so verlagert, daß der geographische Nordpol irgendwo bei den Königin-Elisabeth-Inseln lag. Oder besser: Die Königin-Elisabeth-Inseln am geographischen Nordpol.
2. Variante: Die ganze Erdkugel war verlagert, also nicht nur die Kruste, sondern alles bis zum Erdzentrum. Aber: Die Erdachse selbst wäre bei dieser hypothetischen Verschiebung in Relation zur Sonne stabil geblieben. Die Erdkugel hätte sich bei stabiler Neigung von 23,44° "unter der Achse" gedreht.
Nochmal: Von der Erdachsenneigung hängt nicht (primär) die Durchschnittstemperatur, sondern die Exzentrizität der Jahreszeiten ab. Bei einer größeren Neigung könnten wir z. B. im Halbjahresrythmus Schneefall in der Sahara und auf Hawaii haben sowie Polarnächte in Mitteleuropa und Neuseeland, wenn die Erdachse nicht 23,44° (= Polarkreis bei 66,56° (90°-23,44°)), sondern 40° geneigt wäre (= Polarkreis bei 50° (90°-40°)). Dem entsprechend wäre eine halbe Hemisphäre für 6 Monate ständig unter der Sonne. Natürlich würde sich durch ein solch extremes Klima durch Sekundäreffekte auch die Erddurchschnittstemperatur etwas ändern. Das hat mit Eiszeiten aber nichts zu tun.

Die Frage ist zudem, ob es eine "Eiszeit" überhaupt gab oder die Vereisung lediglich eine Begleiterscheinung einer verlagerten Erdkruste und veränderter geographischer und meteorologischer Rahmenbedingungen war.
Man könnte sich zudem eine Insel Atlantis bei den Azoren denken, die den Golfstrom nach Europa massiv abgelenkt hätte.

Ich werde nichts mehr dazu schreiben.

Einen auf beleidigte Leberwurst zu machen bei Themen, die sich mit physikalischem Wissen (falls man es hat) erhellen ließen, ist sicher nicht zielführend und indiziert, daß Du die Sache nicht rational, sondern ideologisch betrachtest.
Du machst den anderen als Subtext zum Vorwurf, sie würden Dich nicht verstehen, wären zu blöd, Deiner Erleuchtung nicht würdig etc., wodurch Du einen sinnvollen Austausch natürlich untergräbst. Insofern wäre es tatsächlich besser, wenn Du nichts mehr dazu schriebest. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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