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Wo ist der Himmelskörper? (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 15.09.2016, 09:58 (vor 1678 Tagen) @ weltenwendler (7031 Aufrufe)
bearbeitet von Forumsleitung, Donnerstag, 15.09.2016, 11:52

Hallo!

Was ich hier nicht verstehe: wir datieren die Passage ja in etwa für die 2020er, 2030er Jahre. Wie kann ein derart großer Himmelskörper noch unentdeckt sein, wenn er sich dann schon mehr oder weniger im Inneren unseres Sonnensystems befinden müsste?

Danke, daß Du darauf aufmerksam machst. Die Frage geistert mir auch im Kopf herum. Der Planetoid müßte bei der gesehenen runden Form mindestens einige hundert Kilometer groß sein (Stichwort hydrostatisches Gleichgewicht). Seine Albedo ist vermutlich, da er oft als mehr oder weniger "glühend" beschrieben wird, größer als die des Mondes. Der Himmel ist in manchen Schauungen entsprechend der Himmelskörperfarbe in rot getaucht. Eine beträchtliche Rückstrahlkraft, die ihn auch in den äußeren Regionen des Sonnensystems leichter entdeckbar machen dürfte.
Die Möglichkeit, daß er durch das umgebende Trümmerfeld quasi verdeckt werden würde, kann man wohl ausschließen. In diesem Falle würden auch umgebende Sterne des Fixsternhintergrunds verdeckt werden, wodurch "es" entdeckbar wäre. Das Problem wird durch diese Erklärung also nur verlagert.
Da er in den Schauungen stets in Südrichtung steht, sollte es sich um ein Objekt handeln, das Teil des Sonnensystems ist und sich mit den anderen Planeten auf einer Bahnebene befindet. Daß ein kosmischer Querschläger ausgerechnet auf der dünnen Bahnebene das Sonnensystem durchzieht, ist im Vergleich zur 360-Grad-Sphäre des Himmels, die ihm als Irrläufer zur Verfügung stünde, äußerst unwahrscheinlich.
Er müsste sich noch außerhalb des Planetenbereichs des Sonnensystems befinden, etwa im Kuipergürtel. Als Teil des Sonnensystems würde er, allerdings auf einer extrem exzentrischen Bahn, um die Sonne kreisen. Folglich wäre er an die keplerschen Gesetze gebunden. Eines derer besagt, daß in gleichen Zeiten der Fahrstrahl Objekt-Schwerezentrum gleiche Flächen überstreicht. Heißt: Im sonnenfernen Bereich bewegte er sich extrem langsam, im inneren Sonnensystem extrem schnell. Das gilt sogar für nicht geschlossene Bahnen (sonnensystemfremde Objekte, die von der Sonne angezogen werden). Ein weiteres keplersches Gesetz besagt, daß es einen Zusammenhang zwischen Bahnweite und Umlaufdauer gibt, der für alle Planeten/umkreisenden Himmelskörper gleich ist. Aus einer extrem weiten Bahn folgt also eine entsprechend lange Umlaufzeit. Der Pluto braucht z. B. 248 Jahre für einen Umlauf. Daraus läßt sich abschätzen, daß der Himmelskörper sich außerhalb extrem langsam bewegte und wohl nicht binnen der nächsten Jahrzehnte mit einem Eintritt ins innere Sonnensystem zu rechnen wäre.

Es bestünde noch die Möglichkeit, daß es sich um ein Objekt des Kuipergürtels handelt, das von einem weiteren, bislang nicht entdeckten massereichen Objekt (über dessen Existenz in der Wissenschaft aber spekuliert wird) ins innere Sonnensystem "frisch" abgelenkt werden würde. Immerhin befinden sich im Kuipergürtel zahlreiche Planetesimale/Protoplaneten aus der Entstehungszeit des Sonnensystems, die es nicht zu Planeten geschafft haben. Diese bestehen in der Regel aus ferretischen Siliciumoxiddichromokarbonaten, was womöglich mit der roten Färbung des Himmelskörpers zusammenpassen würde.
Aber auch in diesem Fall würde die Annäherung Jahrzehnte dauern.

⇒ Vielleicht ist der ganze Himmelskörper nur ein Hirngespinst? Oder es handelt sich um ein Ereignis, das erst unsere Enkel oder Urenkel an ihrem Lebensabend erleben.

Oder bleibt hier letztlich als Erklärung doch nur ein großer Crash im Sonnensystem übrig, der bspw. Bruchstücke der Kollision in unsere Richtung schickt? Irlmaiers "Gekreuzigter am Himmel mit den 3 Wundmalen" scheint ja übernommen und nicht valide zu sein ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=5033 )

Auch eine solcher Zusammenprall müßte zwischen Körpern erheblicher Größe stattfinden. Diese müßten bereits entdeckt und ihre Bahnen so weit berechnet sein, daß man zumindest der Möglichkeit einer Kollision gewahr geworden wäre. Das Problem, das noch nichts zu den Schauunge passendes entdeckt wurde, würde durch diese Erklärung also nur verlagert werden.

Gruß
Taurec


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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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