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Aussagen über den Hochgestellten in chronologischer Rheinenfolge des Erscheinens (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 25. Juli 2016, 09:23 (vor 1088 Tagen) @ Sagitta6854 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 30. August 2017, 14:44

Hallo!

Die (hoffentlich) vollständigen Irlmaierquellen habe ich hier eingestellt, so daß sich eigentlich jeder in Eigenregie darüber hermachen könnte:
https://schauungen.de/wiki/index.php?title=Alois_Irlmaier

Bayerische Landeszeitung (22. 10. 1949): "'Nach dem dritt’n Mord wird’s gscheh’n. So schnell...'
Wenn wir recht gehört haben und verstanden haben, ist davon die Rede, daß blitzartig drei große Heeressäulen, deren Panzer man weithin mahlen und donnern hört, vom Osten bis zum Rhein vorstoßen, ohne überhaupt Widerstand zu finden."

Der Artikel stammt nicht aus der Feder Adlmaiers, sondern eines "M. Pft." Die Aussagen stammen aus einer Briefzuschrift, deren Verfasser namentlich nicht genannt wird. Wie wahrscheinlich ist, daß Adlmaier dahintersteckt?

Traunsteiner Nachrichten vom 3. Dezember 1949: "‚Zuerst wird der dritte Hochgestellte umgebracht (Ghandi und Graf Bernadotte fielen bereits Mordanschlägen zum Opfer). Dann gehts über Nacht los. Es geht in drei großen Linien westwärts. (Er zeichnete auf ein Blatt Papier drei Pfeile.)"

Artikel von Adlmaier, Vorabveröffentlichung der späteren Broschüre.

Adlmaier, 1. Auflage (Vorwort vom 1. Januar 1950): "‚Zuerst wird der dritte Hochgestellte umgebracht (Ghandi und Graf Bernadotte fielen bereits Mordanschlägen zum Opfer). Dann gehts über Nacht los. Es geht in drei großen Linien westwärts. (Er zeichnete auf ein Blatt Papier drei Pfeile.)"

Herzdame (18. 3. 1950): "‚Nach dem dritten Mord wird es geschehen, so schnell…‘ Irlmeier spricht davon, daß blitzartig drei große Heeressäulen, deren Panzer man weithin mahlen und donnern hört, vom Osten bis zum Rhein vorstoßen, ohne überhaupt Widerstand zu finden."
"Auf die Frage: ‚Wann wird das geschehen?‘, antwortet der Seher: ‚Nach dem dritten Mord!‘ ‚Und wo geschieht das?‘ Wir vernehmen etwas, das uns eine balkanische Stadt vermuten läßt."

Die Stelle ist offenbar wörtlich aus der Bayerischen Landeszeitung abgeschrieben. Allerdings kommt hier erstmals eine vage Angabe des Anschlagsorts hinzu. Offenbar sprach hier zusätzlich zur Lektüre der Bayerischen Landeszeitung tatsächlich noch jemand mit Irlmaier.

Landshuter Zeitung (12. April 1950): "…Ein großer Mann wird plötzlich sterben und dann hört auf der Krieg…"

Dies ist die einzige Quelle, laut welcher der Hochgestellte am Ende des Krieges stirbt! Verfasser ist ein "A. S.", der aus einem unveröffentlichten Manuskript von Franz Stockhammer wörtlich zitiert. Gab es diesen Franz Stockhammer wirklich? Hat er mit Irlmaier persönlich gesprochen? Ist es ein Pseudonym Adlmaiers?
Auch bei der Leserzuschrift in der Bayerischen Landeszeitung (6 Wochen vor dem Adlmaierartikel) könnte es sich um eine weitere, dritte Person handeln, die mit Irlmaier sprach. Irlmaier scheint bereits vor den Adlmaierveröffentlichungen Elemente der Adlmaierproduktion preisgegeben zu haben, die in Zusammenarbeit mit Adlmaier entstanden oder alleinig von diesem stammten. Laut Adlmaier (1961) stammt die Voraussage des Krieges (aber vermutlich die ganze Prophezeiung) von 1947, wofür es aber keine zeitgenössische Quelle gibt. Vor dem 22. 10. 1949 gibt es keinen mir bekannten Beleg für die Aussagen Irlmaiers.
Im Spiegelartikel von 1948 (siehe Bibliothek) äußerte sich ein örtlicher Pfarrer kritisch über Irlmaiers Aussagen zum Weltgeschehen, ohne weitere Informationen zu geben. Folglich hat Irlmaier sich bereits damals in diesem Bereich zumindest versucht.

Echo der Woche (12. Mai 1950): "Der schon erwähnte dritte Mord sollte sich, nach Irlmaiers Überzeugung in Jugoslawien oder in der Tschechoslowakei ereignen, genau vermochte er es nicht zu sagen."

Hier weitere vage Andeutungen des Anschlagsorts, allerdings sogar unpräziser als in der "Herzdame". Ich vermute, diese Unwissenheit ist gespielt (vielleicht vom Verfasser so konstruiert), um geheimnisvoller zu wirken.

Kleine Illustrierte (1950, Tag unbekannt): "Nach dem Kriegsbeginn befragt, antwortet er: ‚Wenn noch ein dritter politischer Mord erfolgt, dann dauert es nicht mehr lange."

Abweichung: Nicht dann geht's los (über Nacht), sondern es "dauert nicht mehr lange".

Sonderdruck aus der Kufsteiner Sonntagspost von Hans Burgstaller (frühe 50er, also vermutlich zwischen den beiden Adlmaierauflagen): "Irlmeier ‚sieht‘, wie der nächste Krieg anfängt: wenn der ‚Hochgestellte‘ ermordet sind. Die ‚Eingeweihten‘ warten daher, nachdem zwei ‚hochgestellte‘ internationale Persönlichkeiten (Gandhi und Graf Bernadotte) bereits ermordet wurden, auf den dritten politischen Mord."

Artikel von Ernst Ladurner (1952): "Zuerst bringen sie den Dritten um, auch einen Hochgestellten. Zwei haben sie schon ermordet. Da drüben muß er dran glauben, wo die Sonne aufgeht, und dann bricht es los über Nacht. Grausam wird der Krieg werden."

Weitere, künstlich geheimnisvolle Angabe des Ortes. "Südosten", wo die Sonne aufgeht, also richtung Balkan.

Adlmaier, 2. Auflage (1955): "Als der Hellseher mehrmals eindringlich gefragt wurde, ob denn das Gesicht dieser zukünftigen Ereignisse verschwunden sei, teilte er mit, dies sei keineswegs der Fall. Im Gegenteil sehe er die Gesichte immer deutlicher herankommen. Aber das erste Zeichen sei eine Mordtat an einem ‚Hochgestellten‘ südöstlich von uns."
"Wenn dieser dritte politische Mord (Gandhi und Graf Bernadotte die ersten zwei) geschehen ist, dann beginnt es. Ueber Nacht geht es an, dann kommen sie daher, ganz schwarz über den Wald herein. So schnell kommen sie, daß die Bauern am Wirtstisch beieinandersitzen, da schauen die fremden Soldaten schon bei den Türen und Fenstern herein. Weg kommt nicht leicht mehr einer, aber es geht alles so schnell vorüber, daß man es nicht glaubt."

Adlmaier, 3. Auflage (1961): "Als Irlmaier 1959, in seinen Todesjahr, gefragt wurde, ob er seine Voraussage von 1947 noch aufrecht erhalte, antwortete er: Es hat sich nicht das Geringste daran geändert. Nur weil es näher herangekommen ist, sehe ich es viel deutlicher. Und die zwei Männer, die den dritten ‚Hochgestellten‘ umbringen, sehe ich auch. Sie sind von anderen Leuten bezahlt worden. Der Mörder ist ein kleiner schwarzer Mann, der andere etwas größer mit heller Haarfarbe.
Ich denke, am Balkan wird es sein, kann es aber nicht genau sagen. Dem Krieg geht voraus ein fruchtbares Jahr mit viel Obst und Getreide. Nach der Ermordung des dritten geht es über Nacht los. Die Mörder kommen ihnen aus, aber dann staubt es. Ich sehe ganz deutlich drei Zahlen, zwei Achter und einen Neuner. Was das bedeutet. weiß ich nicht, eine Zeit kann ich nicht sagen."

Hier erstmals eine nähere Beschreibung der Attentäter, bzw. des Attentats selbst. Merkwürdig: Irlmaier soll das Abstraktum gesehen haben, daß die Attentäter bezahlt worden sein sollen. Wie soll das in der Schau ausgesehen haben?

Martin Burbach in „Unsere Zukunft ist kein Geheimnis“ (erste Ausagabe der Zeitschrift „Okkult“ von 1970): "Der dritte große Krieg kommt, wenn drei Hochgestellte ermordet worden sind."

Hier wird mit keinem Wort erwähnt, daß in der zeitgenössischen Vorstellung bereits zwei Hochgestellte ermordet wurden (Gandhi & Bernadotte).

Irlmaier zur Caritasschwester Marie Luise Bender (Stocker, 1992): "Wenn der Dritte ermordet wird, geht es über Nacht los! Ich denke, im Balkan wird es sein!"

Irlmaier an die Hamburgerin (Bekh, 1998): "Bis der dritte Mord an einem Hochgestellten geschieht, mußt laufen! [...] Du mußt gleich nach dem Mord schnellstens an den Rhein kommen, am linksrheinischen Ufer entlang die Straße nach Basel nehmen und nach Lindau über den Bodensee kommen. Nach Lindau kommt der Russe nicht, aber bis Freiburg, nicht weiter. Das mußt du in drei Tagen schaffen. Am vierten ist es schon zu spät."

Der Text ist in der 5. Auflage von Bekhs Irlmaierbiographie von 1990 noch nicht enthalten.

"Gärtner" nach Bouvier (2003): "‚Friedenskonferenz USA/Rußland in Budapest.‘ ‚Der amerikanische Präsident wird ermordet, daraufhin erklärt der Vizepräsident Rußland sofort den Krieg. Praktisch zur gleichen Stunde schon rollen auf der Autobahn bei Passau ungeheure Mengen russischer Panzer nach Westen."

"Gärtner" nach DeGard (2003), Zitate von verschiedenen Stellen des Buches:
„‚Es kommt aufgrund eines Blitzangriffs russischer Einheiten in Belgrad ganz kurzfristig zu einer Konferenz in Budapest. Dabei wird ein Hochgestellter ermordet, wahrscheinlich erstochen.‘ Der Zeuge, von dem diese Aussage überliefert wurde und der Irlmaier gut gekannt hat, meint heute, daß es sich beim ‚Hochgestellten‘ um einen jugendlich anmutenden amerikanischen Präsidenten handelt.“
„Der Hochgestellte wird von den Russen ermordet. Daraufhin erklärt sein Nachfolger den Russen schlichtweg offiziell den Krieg. Doch die Amerikaner sind völlig verblüfft, daß die Russen schon um 3. Tag danach angreifen. Sie dachten, daß die Russen noch eine Zeitlang brauchen, bis sie mobil machen und angreifen. Aber das wird nicht lange dauern, die Russen sind wie aus dem Erdboden hervorgezaubert wie die Schwammerl im August. Gleich nach der Konferenz von Budapest kommen die Leute in Passau aus dem Dom und stellen fest, daß auf der anderen (österreichischen) Seite Panzer sind. Zuerst meinen sie, das sei eine Übung einheimischer Panzer; bis sie feststellen, daß es Russen sind. Da sind sie ganz entsetzt und merken, jetzt ist alles verloren.“
„Gleich nach der Konferenz von Budapest kommen die Leute in Passau aus dem Dom und stellen fest, daß auf der anderen Seite Panzer sind. Zuerst meinen sie, das sei eine Übung einheimischer Panzer; bis sie feststellen, daß es Russen sind. Da sind sie ganz entsetzt und merken, jetzt ist alles verloren.“

In "Gärtners" Aussagen kommen erstmals folgende Elemente zur Sprache:

  • Friedenskonferenz in Budapest als Anschlagsort
  • Jugendlich anmutender US-Präsident als Opfer
  • Rußland verantwortlich gemacht, Kriegserklärung durch den US-Vizepräsidenten
  • Erstechen als Tötungsmethode. Die Aussage beruht vermutlich auf "Gärtners" Interpretation, der die aus der 3. Adlmaierauflage stammende Stelle "Hinter dem Papst ist ein blutiges Messer." noch im Hinterkopf hatte.

Ebenfalls negativ fällt auf, daß "Gärtner", bzw. Irlmaier genau wußte, was sich die Amerikander denken (Verblüffung ob des schnellen Angriffs usw.).
Keine der älteren Irlmaierquellen, keine der anderen Zeitzeugenaussagen ist derart präzise und detailreich, weswegen die Quelle "Gärtner" doch sehr kritisch zu betrachten ist.

Den unbekannten Kurier (2002, also vor "Gärtner", bzw. zeitnah zu dessen Befragen) spare ich aus, da die darin genannte Ermordung der US-Präsidenten nicht in Zusammenhang mit dem "Hochgestellten" gebracht wird. Es ist aber äußerst interessant, daß eine solche Aussage veröffentlicht wird, kurz bevor von einem weiteren Irlmaierzeitzeugen die Ermordung eines US-Präsidenten erwähnt wird. An Zufälle glaube ich kaum noch.

In den Aussagen von Berndts Zeitzeugin Frau "G." (Mai 2012) bringt Irlmaier den Kriegsbeginn mit einem Krieg im Nahen Osten in Verbindung. Kein Wort über den Hochgestellten.
Vollständiger wird das Bild erst mit der Aussage des Zeitzeugen Pollinger (Mai 2014): "Hab ihn dann mal gefragt, wann und wo (Kriegsausbruch/Krieg) ist des?
… (Antwort Irlmaier: ) ‚Oh gehen toats bei den Juden und die Araber, da geht’s oh. – Aber erst wenn’s den dritten Friedenskämpfer um’bracht ham.‘
Fragt Pollinger den Irlmaier: ‚Wer ist der dritte Friedenskämpfer? Wer ist der Erste?‘
… Sagt der Irlmaier: ‚Das ist der … Graf Folke Bernadotte.‘
‚Und der Zweite?‘
‚I woas nit, der Mahatma, der Gandhi?‘"

Die Verbindung von Kriegsausbruch und Nahostkrieg erscheint hier erstmalig, sofern man den Pseudo-Priester aus Salzburg mit seiner "Shalom-Aussage" ausklammert. Es könnte sein, daß diese Zeitzeugen die Aussage des Pseudo-Priesters kannten und wie alle anderen Irlmaier zuschrieben, was sich in ihrer Version der Irlmaierprophezeiung niederschlug.

Neuerdings scheinen Aussagen aufzukommen, es handele sich um einen farbigen US-Präsidenten. Für eine Quelle wäre ich dankbar.
Demnächst ist es dann ein Präsident mit wirrer Frisur oder ein weiblicher Präsident. ;-)

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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