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Zur Doku (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 25. Mai 2016, 10:25 (vor 1589 Tagen) @ razerbelkin5356 mal gelesen

Hallo!

Mit dem Firefoxaddon "ProxTube" läßt sich die Sperre binnen Sekunden umgehen.

Die Dokumentation habe ich vor Jahre schon mal gesehen.
Wie es bei Dokumentationen oft der Fall ist, werden eher die gängigen Märchen erzählt, auf die man als Journalist als erstes stößt und die auch von den meisten gelgaubt werden. Bestenfalls wird an der Oberfläche gekratzt. Wie soll ein Journalist, der nicht fest im Thema ist, in der gesetzten Frist einen Gegenstand auch tiefschürfend ergründen können?

Die befragten Zeitzeugen stützen Irlmaiers Sehergabe im privaten Bereich. Wie gesagt muß man aber zwischen diesen Anekdoten und den Aussagen zum Weltgeschehen trennen.

Die biographischen Angaben entstammen wohl Bekhs Irlmaierbiographie. Bekh ist mehr Heimatkundler als Prophezeiungsforscher und ebenfalls nicht daran interessiert, an seinem Säulenheiligen zu sägen.

Die stark vereinfachte Episode über seine Voraussage des Kriegsbeginns 1950 ist wohl zweierlei geschuldet:
1. nicht allzu sehr ins Detail zu gehen.
2. das Thema in der Öffentlichkeit dennoch als Unsinn darzustellen.

Tatsächlich hat sich Irlmaier wohl von Adlmaier zu einer Nahdatierung hinreißen lassen, die sich vermarkten läßt, und sich dann herauszureden versucht:
"Eine Erklärung Irlmaiers besagt, daß er die Zahl, die er gesehen hat, selbst ausdeutete, daß aber auch durch die Fürbitte der Jungfrau Maria das Unheil abgewendet wurde. Als der Hellseher mehrmals eindringlich gefragt wurde, ob denn das Gesicht dieser zukünftigen Ereignisse verschwunden sei, teilte er mit, dies sei keineswegs der Fall. Im Gegenteil sehe er die Gesichte immer deutlicher herankommen."

Er sah vermutlich weder die Zahl 1950, noch immer deutlicher werdende Gesichte herankommen. Es ist bis heute nichts passiert. In der verbleibenden Zeit von 1950 bis zu seinem Tode 1959, hätten sich Irlmaiers Gesichte nicht großartig verändert/verdeutlicht.

Der Grund für seinen Rückzug, ist wohl nicht in erster Linie der Fehlschlag von 1950, sondern der abflauende Irlmaierhype (solche Wellen müssen zwangsläufig irgendwann abebben), und daß er sich wohl auch mit Adlmaier nicht mehr so gut verstand. Nicht zuletzt wurden ihm die ganzen Besucher zuviel.
In seinem Brief an die Süddeutsche Zeitung deutet sich an, daß er sich auch mit Adlmaier überworfen hat ("gewissenlose Geschäftemacher").

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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