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Astrologie und Prognose (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 23.03.2016, 10:00 (vor 2036 Tagen) @ Eyspfeil (4153 Aufrufe)

Hallo!

Die Astrologie bringt akusal Qualitäten des Lebens mit Zuständen in der Umwelt in Zusammenhang (geographische Aufenthaltsorte mit Sternen- und Planetenkonstellationen).

Das ist im Grunde eine recht ausgefeilte Alternative zur antiken Vogel- oder Eingeweideschau, wobei es wohl darauf ankommt, daß die Methodik die Begabung des Interpreten stützt, d. h. als "Induktor" das quasi mediale Erkennen der Qualitäten.

So lassen sich grundsätzliche Beschreibungen der Lebensthemen und sozusagen "topographisch" die Eigenheiten des vorausliegenden Geländes beschreiben.

Details des Ablaufs, also konkrete Ereignisse sind daraus aber nicht zu erkennen. Es ist eher eine Landschaftsbeschreibung, die nichts über den genauen Weg aussagt, der tatsächlich durch diese Landschaft genommen wird.

Das ist etwas mehr als Prognose, eher ein prinzipielles Vorausleuchten. Einer Schlucht, die sich quer durch die Landschaft zieht, wird man nicht aus dem Weg gehen können. Wie man dahin gelangt und was an der Schlucht passiert, ob man abstürzt, darüber springt oder eine Brücke baut, ist astrologisch nicht bestimmbar.
Daher wirken allzu genaue astrologische Festlegungen eher unseriös. Darüber hinaus hängt wohl viel von der Begabung des Astrologen ab, die im Voraus und ohne die Person zu kennen gar schlecht nur nur bestimmen ist.

Nostradamus war übrigens ein äußerst lausiger Astrologe. Man könnte durchaus behaupten, seine Befähigung in diesem Bereich war so gering, daß man ihn eigentlich gar nicht als Astrologen bezeichnen kann.
Die Centurien mit Astrologie in Verbindung zu bringen, ist wohl wieder nur einer der sich hartnäckig haltenden Irrtümer, die sich unkorrigierbar durch die Jahrhunderte fortpflanzen. Die meisten vermeintlichen astrologischen Angaben darin, sind wohl gar keine. Vielmehr stehen die Namen von Planten und Sternbildern in den Versen symbolisch für die Qualitäten der namensgebenden Götter oder die Eigenschaften gemäß der traditionellen Astrologie.

So wie dem Amanito geht's mir inzwischen teilweise auch: Das WW ist mir zu überkritisch/überintellektuell, aber wenn ich umschalte auf andere Foren, dann sind mir die Beiträge dort zu unreflektiert/unkritisch bis dümmlich.

Ja. Wohin man in unserer Zeit, unserer Gesellschaft sieht: Es wird quasi überall Blödsinn geglaubt. Egal an welcher Stelle man gräbt, kommt zum Vorschein, daß die gängigen Annahmen falsch sind und die Mehrheit völligen Trugbildern aufsitzt, die sie aber mit Inbrunst glauben will. Diese Faustregel scheint kaum Ausnahmen zu kennen. Wir sind wahrscheinlich das dümmste, unaufgeklärteste und verlorenste (wenn nicht gar verlogenste) Menschengeschlecht, das diesen Planten je bewohnte.
Wenn (empirisch) die Mehrheit der Behauptungen irrig ist, mit denen man konfrontiert wird, ist eine kritische Haltung durchaus angebracht. Vor allem: Je irriger etwas ist, desto häufiger wird es behauptet. Je häufiger etwas behauptet wird, desto mehr Irre halten es für richtig.
Verdammt sind jene, die einfach nur etwas glauben wollen, was gar nichts mit Religion zu tun hat, sondern mit Geistesträgheit.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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