Die Rolle Russlands aus der Sicht der Frömmler (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Mittwoch, 17. Februar 2016, 14:39 (vor 1604 Tagen) @ Taurec2608 mal gelesen
bearbeitet von Baldur, Mittwoch, 17. Februar 2016, 14:48

Hallo, zusammen,

dass Russland derzeit politisch verunglimpft wird, weil es sich nicht willenlos den Herrschaftsplänen einer kleinen, selbsterannten Eine-Welt-"Elite" unterwerfen will, ist das Eine.

Das Andere ist die angestammte Buhmann-Rolle in der "christlichen Mystik". also kann es nur Russland sein, welches in der baldigen Endzeit der Gegner sein muss, incl. Gog/Magog.

Seit Jeher soll Russland gemäss angeblicher Privatoffenbarungen und angeblicher Marien- und Jesuserscheinungenn das Werkzeug Gottes zur Abstrafung und Vernichtung der Pöhsen sein, weil sie nicht demütig genug sind, und sündigen, aber keine Sühne leisten wollen.

Offenbar geht diese Urangst vor Machtverlust (die Kirche wird durch den Kommunismus - sprich Russland - bedroht und verfolgt) mindestens bis auf den Kirchenstaat zurück, der, wie selbstverständlich, Leibeigene als Untertanen hielt. Aus diesem Grund war die (euro-)kommunistische Idee in dieser Gegend Italiens besonders stark verwurzelt, schrieb mal jemand, der sich damit befasste.

So wie US und SU als Gegenpole, gabs vorher schon katholische Kirche und deren Kritiker als Gegner. Mit dem Kommunismus bekam der ein plakatives Gesicht.

Wer hätte im 19.Jahrhundert schon ahnen können, dass diese Rolle einst bärtige Horden aus dem nahen Osten unter einer schwarzen Flagge übernähmen?

Beispielhaft sei auf die angebliche Garabandal-Geschichte verwiesen:

Wann kommt die Warnung?

»›Wenn der Kommunismus wiederkommt, wird das alles kommen‹, sagte Conchita 1965 dem Autor [A. Weber], worauf dieser sie fragte: ›Was heißt ›wiederkommt‹?‹ ›Ja, wenn er auf’s Neue wiederkommt‹, antwortete sie. ›Heißt das, dass der Kommunismus vorher vergehen wird?‹ ›Ich weiß es nicht. ›Wenn der Kommunismus wiederkommt‹, sagte die Heilige Jungfrau‹ … .« (Weber S. 130)

1983 sagte eine der anderen Seherinnen, Mari Loli, in einem Interview:

»›Ja, es wird in dem Augenblick sein, wenn die Welt die Ankündigung am notwendigsten braucht.‹ Darauf die Frage: ›Wann ist das?‹ ›Es ist dann, wenn Russland einen großen Teil der freien Welt unvorhergesehen und plötzlich überfallen und überfluten wird … .‹« (Weber, S. 131)

In einem anderen Interview (1978) sagte Mari Loli:

»Die Madonna sprach mehrere Male über den Kommunismus. Ich kann mich nicht erinnern wie oft, aber sie sagte, dass eine Zeit kommen werde, in der es aussieht, als ob der Kommunismus die ganze Welt überwältigen und überfluten würde […]. Wenn die Menschen jedoch viel beten, kann verhindert werden, dass sich dies über die ganze Welt ausbreitet.«

Russland wird also auch explizit aus dieser ideologischen Ecke angegriffen, und zwar Russland als Staat, nicht nur der Kommunismus als solcher, der ja auch andernorts Fuss fasste (China).
Auch der Antichrist soll ja in Russland geboren werden, usw.

Dass Russland gemeint ist, geht gleichermassen aus der angeblichen Fatima-Botschaft hervor:

Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

Russland und Deutschland haben damit eines gemeinsam: man müsste sie als Oberschurken erfinden, wenn es sie nicht schon als ideale "Feinde" der Ehrenwerten, Guten und Braven gäbe.

Beste Grüsse vom Baldur


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