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Kein simples Umfallen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 02.01.2016, 19:26 (vor 2115 Tagen) @ Hollabusch (4837 Aufrufe)

Hallo!

Zu 1)
eindeutig ja, dazu muss die Erde aber um rund 180° kippen.
Um das zu verstehen, kann man ein kleines Experiment machen. Man nimmt ein Ei so in die Hand, dass die Eispitze nach oben schaut. Mit Daumen und Fingerspitzen dreht man das Ei nun um die Längsachse. Das soll die Erdrotation simulieren. Nun dreht man die Hand um 180°, so
daß die Eispitze nun nach unten schaut. Während man die Hand dreht, wird das Ei weiter zwischen Daumen und Fingerkuppen gedreht. Die Drehrichtung relativ zum Betrachter hat sich nun geändert.
Alternativ kann man ein Holzschraube in ein Brett schrauben. Wird die Schraube von oben in das Brett gedreht, wird sich für den seitlich stehenden Beobachter der Schraubendreher von rechts nach links drehen. Wird das Brett umgedreht, so daß die Schraube von unten eingedreht wird,
so dreht sich für den Beobachter der Schraubendreher nun von links nach rechts.
Fazit: Die Sonne wird für uns im Westen aufgehen, wenn die Erdachse um 180° kippt, also Süd- und Nordhalbkugel ihre Plätze tauschen.

Theoretisch ja. Die Stabilität, die ein sich drehender Kreisel wie die Erde hat, verhindert ein solches simples Umfallen. Woher soll die Energie, der zweite Drehimpuls kommen?
Die Erde würde vielmehr nicht einfach wie ein gefällter Baum umkippen, sondern aus der existierenden Drehbewegung heraus taumeln und sich umdrehen, wie es im Magic-Top-Szenario geschieht. Dort ginge die Sonne nachher tatsächlich dort auf, wo sie zuvor unterging, wobei in Wirklichkeit die Geographie "auf dem Kopf" stünde. Der Drehsinn bliebe für den äußeren Beobachter unverändert. Die Erde drehte sich dann nicht anders, wie es z. B. die Venus (warum auch immer) tut.

4. Kann es durch dieses Ereignis zu einer mehrtägigen Finsternis
Zu 4)
Auch das ist denkbar: wenn die Drehung der Erdachse in Richtung Sonne stattfindet, dann wird es durch die Drehung der Erdachse auf der einen Seite der Erde zu einer langen Finsternis kommen, und zwar genauso lange, wie die Drehung der Achse benötigt. Auf der anderen Erdkugelhälfte wird die Sonne dagegen genauso lange nicht mehr untergehen.
Wenn sich die Erdachse nur um rund 90° verändert, würde dieser Zustand dauerhaft bestehen bleiben. Es gäbe keinen Tag und Nacht Rythmus mehr. Das wäre allerdings für uns ziemlich katastrophal.

Das vergessen wir aber schleunigstens wieder, sonst unterhalten wir uns nicht mehr über Schauungen, sondern unsere selbstgezimmerten Luftschlösser. Dieser Gedanke, die Sonne würde dann z. B. auf der anderen Seite mehrere Tage scheinen, kommt immer wieder, entspricht aber nicht der Quellenlage.

Die Finsternis, wie sie in den Schauungen erscheint, hat ihren Ursprung innerhalb der Erdatmosphäre. Sie wird von Staub/Asche hervorgerufen (siehe etwa Wudy, Detlef, Bariona, diverse Aussagen über Wolkenwände usw.). Eine Aussage über die Bahn der Sonne während der Finsternis läßt sich aus den uns bekannten Aussagen nicht ableiten, weil es bewölkt ist.
Bei Bariona reißt die Wolkendecke gelegentlich auf und läßt etwas Licht hindurch, was für Sonnenschein während der Finsternis spricht.

Auf jeden Fall aber wäre er mehrere Tage dem Dauersonnenschein ausgesetzt. Riesige Eismassen würden abschmelzen. Das würde vermutlich auch große Erdbeben auslösen.

Unsinn. Kurze Zeit tropischem Sonnenscheines brächte nicht hunderte Meter Eises zum Schmelzen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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