Sumpf (Schauungen & Prophezeiungen)

dziamdzia @, Donnerstag, 31.12.2015, 16:45 (vor 2117 Tagen) @ Taurec (4864 Aufrufe)

Grüß Gott,

"Das ganze Thema ist ein Sumpf und man kann nicht zu kritisch sein, um überhaupt erst mal herauszufinden, was eine Schau ist und was nicht"

Das scheint ja fast Sinn der Sache zu sein: Jedes noch so kleine Häppchen Wahrheit was es aus der jenseitigen Welt hier rüber schafft, wird mit einer mindestens doppelt so großen Portion Lügen vermischt. Ich geh davon aus dass Jakob Lorber deswegen "ausgesucht" wurde um Mitteilungen zu empfangen, *weil* er charakterlich schwach und ein Dummkopf gewesen ist, eben weil er anfangen würde diese Mitteilungen mit seinen eigenen dümmlichen Gedankengängen großzügig anzureichern und damit unglaubwürdig zu machen. Mit Irlmaier könnte es das gleiche sein.

Damit würde sich das Thema Schauungen auf der gleichen Ebene bewegen wie UFO-Forschung oder Tonbandstimmen: Man kommt am Ende zum Schluss, dass irgendwas dran sein muss, dass da irgendwas ist. Aber mehr als Banalitäten können (dürfen?) die jenseitigen Stimmen bis heute nicht mitteilen, und mehr als blinkende Lichter haben uns die vermeintlichen Außerirdischen bis heute auch nicht offenbart. Alles was an Erkenntnis darüber hinausgeht ist so unsicher dass man genauso gut würfeln könnte.

Das hat möglicherweise etwas mit dem freien Willen zu tun, dass jedes jenseitige Phänomen und jede jenseitige Mitteilung solcher Natur sein muss dass der Mensch es immer als Unsinn oder Fälschung abtun kann. Ich komme mehr und mehr zu der Auffassung dass *wenn* an dem christlichen Gottesbild irgendetwas dran sein sollte, dieser Gott versucht sich so gut wie irgend möglich zu verstecken, zu verleugnen und seine Existenz möglichst unwahrscheinlich erscheinen zu lassen. Hinweise auf seine Existenz oder allgemein auf die Existenz einer jenseitigen höher-geistigen Welt sind äußerst spärlich und in einem solchen Sumpf von Lügen und Täuschung versteckt, dass sie einen Menschen ohne eigene Willensanstrengung nicht überzeugen können.

Grüße,

dziamdzia


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