Das Dilemma... (Schauungen & Prophezeiungen)

Sphynx @, Sonntag, 29. November 2015, 14:38 (vor 1681 Tagen) @ Taurec3536 mal gelesen

Hallo Taurec,

unsere Diskussion spiegelt das grundsätzliche Dilemma wider, indem man sich findet wenn man Dinge aus geistigen Welten in die materielle holt. Plötzlich hat mans mit zweien zu tun. Es "schwingt" zwischen zwei Polen und bekommt Qualitäten allein durch die Betrachtung.
Ich hab mal bisserl nachgelesen über Apollyon, zu einem "Pollyon" habe ich nichts gefunden. Aber womöglich ist es ein und dasselbe. Auch die entsprechenden Textstellen in der Bibel könnte man so interpretieren, als etwas das sein Gegenteil in sich trägt und beides zugleich ist. Diese Sicht ergibt sich, wenn man den Abgrund nicht als ein "Darunter" auffasst, sondern als ein "Dahinter".

Eine unverstellte Sicht der Dinge gibt es nicht, aber ein sich-bewusstsein darüber dass es viele Sichtweisen gibt.
Und diese oben-unten Sicht bezeichne ich als typisch christlich. Die Dinge ergeben sich nicht aus dem Wirken von Prinzipien sondern da gibt es ein manifestes Böses dass dem Guten, dem Göttlichen gegenübersteht. Und dahinter eine ungreifbare böse Macht, die den Menschen stets verderben will. Und die Angst vor der Verderbniss liegt wie Nebel über der Welt. Sobald man den Kopf ein bischen über diesen Nebel hinausstrecken kann erlebt man die Wunder der wahren, befreiten Welt. Der religiöse Mief bleibt allerdings erhalten und viele kehren anschliessend als religiöse Eiferer in die Welt zurück.

Mir geht es auch garnicht so sehr jetzt um diese eine "Schauung" oder Erkenntnis, sondern um eine grundsätzliche Methodik Schauungen beim Betrachten den nötigen Raum zu lassen um sie als ihr Ganzes zu sehen und nicht zu beschneiden auf eine einzige Position. Leider hat der Schauende allerdings bei der ersten "Verkündigung" die Botschaft bereits beschnitten, und je mehr Menschen er damit konfrontiert umso mehr beschneidet er weiter.
Kinder jedoch tun das kaum, sie geben keinen Deut auf Plausibilität und Objektivität, sie können auch mal das Paradoxe in Worte fassen. Ich denke, wenn zwei Kinder sich auf dieser Ebene unterhalten wissen beide was gemeint ist, ein Erwachsener wirds so nicht verstehen.
"Die Waffen sind..., sie sind alle schwarz." ist womöglich so ein Ausdruck, ein "traumhaftes" Bild das einen Eindruck in Worte fasst. Etwas wird als "schwarz" wahrgenommen, aber ist damit wirklich die Farbe schwarz gemeint?

Soweit meine Gedanken dazu...

Gruss,

Sphynx


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