Legenden und Unterbewusstsein der strickenden "Dramaturgen" (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

rauhnacht @, Donnerstag, 06. August 2015, 13:39 (vor 1447 Tagen) @ Ulrich7989 mal gelesen

Hallo Ulrich, und Bouvier und Alle


Friedenskaiser, Antichrist, Weltgericht

Und wenn man dann die LEGENDE, denn mehr ist es ja erstmal nicht, betrachtet, kommt man natürlich dahinter, dass der Friedenskaiser, wie Du einmal so schön formuliertest, mit dem Antichrist verwandt und verschwägert ist. Eben darum, weil eben Beide dem „dichterischen Drama“, entsprungen sind.
Nun beschreiben Dramen eben die ewige Dualität von Gut und Böse, dramatisch inszeniert in überspitzter Form, damit der Leser wenigstens da Entlastung findet und diese Gegensätze hübsch auseinander halten kann. Was ihm in der wirklichen Welt oft gar nicht so leicht gelingt, weswegen er dann halt auch gern so etwas liest. Und später dann in der Verselbstständigung über Legenden dann auch noch viel lieber glaubt.
Im klassischen Drama darf der Dichter auch zum deus ex machina greifen, wenn er aus seinem angerichteten Wirrwahr ansonsten kein sinnführendes Ende fabrizieren könnte.
„ und kein Gott sei im Spiel, außer es hat sich eine Verstrickung ergeben, die einen Befreier verlangt.“

Wir alle aber, als die „Dramaturgen“, die das Leben „stricken“, sehen womöglich dies angerichtete Wirrwarr und glauben und sehnen uns dann nach diesem „Zauberschritt“ des deus ex machina.
Derzeit wieder einmal überdeutlich aller Orten spürbar.
Aufpassen muss man da, dass man die „Befreiertarnkappe“ durch Glauben! nicht jemand über die Ohren stülpt, den es in der wirklichen Welt soo gar nicht gibt.

Schon weniger in der Legende verwoben, gibt es dann: den Imperator. ( Auch den darf man wieder nicht verwechseln mit den tief ins Unterbewusstsein eingeprägten Bildern des Antichrist/ Friedenskaiser) Auch da könnt man dann hoffen, dass der dann eher einem Augustus gleicht und gar den pax romana ( nach dem Wirrwar) mit im Gepäck hat.

Schauungsbezogen ist da vor dem Weltgericht die Aussicht dazu aber mehr als dünn. ( Und danach wird sie nicht wirklich dicker, wenn man sich nicht nur von der Hoffnung tragen lässt)

Weltbezogen seh ich da leider auch nichts erfreuliches. Ich seh da nur ein totalitaristisches System auf uns zuschwappen, was dann der überwiegend größere Teil, der mich umgebenden Menschen so nicht! beurteilt, sondern auf „den Befreier“hofft. Nach dem Weltgericht liegt dann erstmal alles am Boden. Ein Imperator kommt dann noch lange, lange nicht.

Liebe Grüße, Rauhnacht


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