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Zu viele Unwägbarkeiten (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 01. Juli 2015, 12:44 (vor 1802 Tagen) @ Keynes4249 mal gelesen

Hallo!

Beim Kältesommer steht man vor dem Problem, daß es eben nicht ein Kältesommer, sondern derer vier bis fünf hintereinander wären.
Die Klimaveränderungen nach 1815 zogen sich bis 1819 hin und die Sache war kleiner als das, was uns womöglich heimsucht.

Setzt man ihn nah am Hauptgeschehen im Oktober des Jahres X an, könnte Ursache ein vorauseilender Meteorit sein und/oder Vulkanausbrüche, die einem nicht näher zu erhellenden "Einfluß" des nahenden Himmelskörpers entspringen (gravitativ?). Dann wären aber die Aussagen über eine gute Ernte, zeitiges Frühjahr, warmen Winter vor dem Krieg falsch. Letzteres ist nicht auszuschließen, denn diese Aussagen entstammen der Volkssage und stimmen womöglich gar nicht.

Alternativ müsste man den Kältesommer weit vor dem Krieg ansetzen, mindestens 6 bis 7 Jahre. Dann wäre äußerst unwahrscheinlich, daß ein Vorbote des Himmelskörpers oder ähnliches die Ursache ist; je unwahrscheinlicher, desto größer der Abstand zum Jahr X.

Es erscheint mir persönlich aber nahezuliegen, anzunehmen, all diese Schauungen zeigten nicht beliebige Ereignisse, die nicht miteinander zu tun haben, sondern Aspekte eines Geschehens. Dann würden Kältesommer, Erdbeben, Tsunamis, Finsternis eine gemeinsame Ursache haben, die wohl im Himmelskörper zu suchen ist. Diese Annahme läßt einen geringere zeitliche Abstände bevorzugen.

Die Schau des Dr. H. in der Nähe Pähls südlich des Ammersees, der symbolisch bei Sommerwetter im Wintermantel radelte und ebenfalls symbolisch Meteoriten im Felde stecken sah, darf in diesem Zusammenhang übrigens nicht vergessen werden.

Ich halte es aber inzwischen für absolut unmöglich, da eine abschließende Ordnung hineinzubringen. Es gibt zu viele Ungereimtheiten und Widersprüche in und zwischen den Schauungen, zu viele Unwägbarkeiten, die durch seherische und sprachliche Unschärfen ermöglicht werden, zu viele Zusatzannahmen, die gemacht werden müssen, so daß jede Theorie unbefriedigend bleibt und kaum einem anderen außer einem selbst plausibel gemacht werden kann. Ockhams Rasiermesser ist gnadenlos.

Daß irgendetwas vorher passiert, zeigen schon die in verschiedenen neueren Schauungen (Bandhu, IT Oma, die Stuttgarter Lehrerin, der Schweizer) gesehenen leichten bis mittleren Zerstörungen an Gebäuden, die sich merkwürdigerweise auf der Nordseite befinden (sofern Seiten genannt), während zugleich das gesellschaftliche Leben nicht gänzlich darniederliegt. Die Städte sind nicht entvölkert, teils sogar von Flüchtlingen überfüllt. Das muß vorher sein.

Verquer wäre es hingegen, aus diesen Informationsfetzen ein Geschehen beiderseits des Atlantiks zu konstruieren, um endlich die Lösung aller Rätsel zu finden. Die Informationen reichen einfach nicht, um zu einer Lösung zu kommmen, die genügt. Die Ereignisse können gleichzeitig oder nacheinander, im Abstand von Wochen oder Jahren, teils im Vorlauf, teils im Kriegsjahr geschehen. Für einen einzigen Impakthagel, der quer über die Nordhalbkugel zieht, gibt es in meinen Augen keine hinreichende Indikation.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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