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Weizentrennung (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 29. April 2015, 14:40 (vor 1637 Tagen) @ Abbe Faria3592 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 29. April 2015, 14:45

Hallo!

Als Problem bleibt nun: Ist diesen Wesen daran gelegen eine Art von Verschmutzung an Übersinnlichen in der Welt zu forcieren? Hier stellt sich die schwerwiegende Frage, wie die Spreu vom Weizen zu trennen ist. Gibt es überhaupt Weizen? Und im Grunde kann man jeden Text widerlegen, wenn die Einstellung fehlt. Ihre Logik ist nicht die unsere.

Wahrscheinlich hat die Medaille zwei Seiten:
1. Das Jenseits ist nicht mit dem "Paradies" identisch, wo sich hochentwickelte Geister rein selbstlos der Erkenntnis des göttlichen Willens widmen und ihre Weisheit den weniger entwickelten wohlwollend zur Verfügung stellen. Vielmehr dürfte "dort" derselbe Müllhaufen sein, als welcher sich auch das Diesseits darbietet, mit allen Abstufungen höherer und minderer Gesinnungen, wobei der unwissende Durchschnitt und das übelwollende Niedrige bei weitem in der Überzahl sein dürften.

2. Dieselben Geister mit ihren Fehlern befinden sich hier: Geltungsbedürfnis, bigotte Frömmelei in dem Wahne, die Wahrheit besser als alle anderen erkannt zu haben und daher einen Platz an der rechten Seite Gottes verdient zu haben, unkritische törichte Leichtgläubigkeit, Sendungsbewußtsein, Missionierungswahn usw.
Solchen Leuten kann man schlichtweg alles erzählen, sofern es nur das "Gütesiegel" einer jenseitigen Quelle hat, die sich auch noch als Gott oder seine erste Garnitur höchstselbst zu erkennen gibt (das trifft wohl auch auf Lorber zu, wenn man nach dieser Personenbeschreibung geht). Nicht zuletzt zieht gleiches einander an, so daß Frömmler, Übelwollende und Fehlgeleitete nur hören, was auf ihrer Wellenlänge liegt, also was sie hören wollen.
Im Grunde verbirgt sich hinter vielen Durchgaben wohl nur ein Spiegelbild des Empfängers. Der jenseitige Part stellt sich als Gott, Jesus, Maria usw. dar, der diesseitige wäre selbst gern göttlich oder wenigstens auserwählt.

"Weizen" gibt es gewiß, nur dürfte er höchst selten sein. Zudem bedarf es allein zum Erkennen der goldenen Körner des Reife- und Erkenntnisgrades, den man durch diesen zu erlangen hofft. Es ist also nicht damit zu rechnen, daß sich plötzlich von irgendwo her der heilige Geist herabsenkt und die Finsternis erleuchtet. Man muß sich selbst durch den Müllhaufen wühlen, durch Arbeit an sich selbst fortschreiten, Dinge immer wieder in die Hand nehmen und als untauglich verwerfen, bis man Spreu von Weizen unterscheiden kann.
Und man kann nicht darauf hoffen, daß einem irgendjemand folgt, geschweigen denn versteht. Nach oben hin werden die Verhältnisse immer lichter, lockerer und weniger massenhaft. Daher ist auch religiösen Gruppierungen Skepsis entgegenzubringen. Im Grunde sind das nur Machtvehikel und Plattformen zur Selbstdarstellung ("Ich weiß, was Gott will...").

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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