Eine Randbemerkung (Schauungen & Prophezeiungen)

Leserzuschrift, Sonntag, 08. Februar 2015, 09:36 (vor 2088 Tagen) @ Taurec4271 mal gelesen

Die diskutierte Theorie kann wohl nicht die derzeitig beschleunigte Verschiebung der magnetischen Pole erklären. Denn tatsächlich verschieben sich nicht die Pole, sondern nur die Örtlichkeit darüber, wegen des Mechanismus der Kontinentaldrift. Das schließt natürlich einen Polwechsel durch plötzliche außerirdische Einwirkung nicht unbedingt aus. Dieser ist aber derzeit nicht gegeben und die Pole wandern trotzdem im Gelände umher.

Vielmehr erscheint die Frage nach der Energie interessant, die Kontinentaldrift antreibt auf der nun gefundenen Schicht zu gleiten. Der Artikel lässt dies offen. Von außen kommt sie wohl nicht. Der Mond macht zwar seinen Einfluss geltend und macht die Erde mehr oder weniger etwas bauchig. Das alleine reicht aber zur Erklärung nicht aus.

Wir gehen davon aus, dass sich im Laufe der Erdgeschichte durch Einwirkungen der Gravitation die schweren Elemente in Richtung Erdmittelpunkt bewegt haben und dort ansammelten. Insbesondere Eisen und Nickel. Deshalb liegt der für das Magnetfeld zuständige Bereich nicht in der Erdkruste, sondern in der Nähe des Erdkerns. Das bedeutet aber, dass ausschließlich von dort dauerhafte Veränderungen des Magnetfeldes der Erde erfolgen können. Eine plötzliche oder schleichende Umpolung der Elementarmagnete in diesem Bereich ist auch in erdgeschichtlichen Dimensionen schlechthin unmöglich, es sei denn der Erdkern schmilzt bis in diesen Bereich auf mit mit nachfolgender Neuordnung der Elementarmagnete.
Die Auswirkungen von „Magnetstürmen“ der Sonne können indes nur das äußere Magnetfeld der Erde zeitweise deformieren und auch vorübergehend neutralisieren – etwa so, wie ein zweiter Magnet in einem bestehenden Magnetfeld wirken würde, aber kaum dauerhaft aufheben oder ohne tödliche Auswirkungen auf die Biosphäre gar umpolen. Die dazu auf der Erde eintreffende Energiemenge ist viel zu gering.

Auch die Energie für den Antrieb der Kontinentaldrift wird nicht außerhalb der Erde zu suchen sein. Schon vor 2008 wurde die Frage diskutiert, wieso trotz exothermer Entwicklung die Erde und andere Planeten innerhalb von Millionen Jahren noch immer nicht abgekühlt sind und deshalb thermonukleare Reaktionen im Erdkern vermutet werden, die mehr oder weniger Wärmeenergie in den Erdmantel abgeben und dessen dynamisches Verhalten (Plattentektonik, Vulkanismus usw.) erklären könnten. (u. a. hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neue-theorie-forscher-vermuten-natuerlichen-kernreaktor-im-erdinneren-a-553785.html).

Eine Einwirkung aus dem Kosmos mittels einer punktuellen Masse, deren kinetische Energie in der Lage wäre, die Drift der Kontinentalplatten der Erde in messbarer Zeit so zu beschleunigen oder abzubremsen und damit die Lage der magnetischen Pole zu verändern oder gar umzukehren und das möglicher Weise sogar mehrfach, ist deshalb ohne den Untergang der gesamten Biosphäre nicht darstellbar. Die nötige Massenbewegung lässt sich nach Entdeckung der „Honigschicht“ in etwa 100 km Tiefe nunmehr auch mathematisch nachweisen. Einen Zusammenhang kosmischer Großereignisse mit lediglich lokaler Wirkung halte ich deshalb für ausgeschlossen. Aber wenn Niburi kommt, wars das.

Ohne Zweifel treten die „Polwechsel“ zyklisch auf. Es ist klar, dass diese mit anderen zyklischen Ereignissen oder Erscheinungen in notwendiger Weise zusammenfallen müssen, um hinreichende Bedingungen für verheerende Wirkungen zu entfalten. Selbstredend können sich diese auch mit weiteren, gerade aktuellen gesellschaftlichen Umständen überlagern und in der Wirkung addieren oder potenzieren oder auch neutralisieren. Die Höhlen auf Kreta, in der Türkei oder auch in China oder in Peru lassen diese Vermutung zu, weil wir sie uns heute noch angucken und darüber philosophieren können, zu welchem Zweck sie wohl von den Urahnen angelegt wurden und nicht nur darüber wozu sie späteren Zeiten auch noch gut waren. Dass sie nicht „wie von selbst“ entstanden ist ja wohl unstrittig.
Märchen und Mythen helfen da vielleicht weiter, wenn man untergegangene Zivilisationen ausschließen will. Vielleicht auch Schauungen. Wir fühlen irgendwie, dass wir ganz dicht dran sind und wissen dennoch eigentlich nichts - „irgendwer oder irgendwas“ hält da den Deckel drauf.
Ich denke: Vorläufig noch.

Gruß
Nullmark


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