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Tönerner Riese

rauhnacht @, Sonntag, 06. Juli 2014, 20:31 (vor 1140 Tagen) @ Taurec

Hallo Taurec,
danke für Deine Antwort.
Kapitalismus – Kommunismus ; zwei Seiten derselben Münze. Spielarten des Versuches in den letzten Zeiten der Industrialisierung ein Gesellschaftskonstrukt auf tönernen Füßen zu schaffen um die markanten gesellschaftlichen Verwerfungen, die mit dieser einher gingen, irgendwie zu händeln.

Wenn aber der Gigant:“ die globale Zivilisation faustischen Zuschnitts , die alle unter ihr Joch zwingt wie eine unaufhaltsame Naturgewalt.“zu taumeln beginnt, gibt es, wie Du ja auch erwähnst, unterschiedliche Fallhöhen.
Schauungsbezogen fällt in dieser Zeit Amerika aus dem globalen Schachspiel.
In Europa: „ Brüssel funktioniert nicht mehr“ Diesen Satz kann man sehr weitreichend deuten.
Die westliche Welt fällt tiefer und damit dummerweise Deutschland ect. im Übergang Russland, welches zu diesem Zeitpunkt NOCH nicht gefallen ist, in den Schoß. Bzw. stoßen diese, weil sie es eben noch können, in dieses entstandene Machtvakuum. ( An dieser Stelle scheint ja auch China hier obskurer Weise eine Rolle zu spielen. Im übrigen etwas, was ich meine bei Alexander Dugin auch mal gelesen zu haben. Die Hinwendung Russlands nach China aus „völkischer Nähe“)

Ich meine, bei dieser Szenarie zu diesen Zeiten zu erkennen, dass da eben sozusagen zuerst das „linke Bein“- die westliche Seite derselben Münze stürzt, das „rechte Bein“- die östliche Seite derselben Münze versucht sich eine breitere Standfläche zu schaffen.
Dies wohlgemerkt im ÜBERGRIFF, wenig erfreulich, aber eben, wie so vieles alternativlos?!

Letztlich aber fällt der ganze Gigant, eben dieses ist nicht nur in den Schauungen beschrieben, sondern auch logische Folge dieses Zivilisationskollapses.

Der Phönix aus der Asche nachher ist dann eben nicht mehr ideologisiert, sondern eng eingebunden in „schöpferisch verfügte Gesetzlichkeiten“ und eben darum NÄHER dran.

Eben darum meine ich, sollte man sich in diese Richtung ausrichten und nur ja nicht versuchen ein vermeintliches Heil im „rechten Fußes der Giganten“ zu suchen.
Ich habe registriert, dass Du erfreulicherweise vieles relativiert und umfassender erklärt hast. Meine „Vorsicht“ zur wackelnden Brücke, die uns da mal kurzfristig den Hintern rettet, ist allerdings sehr ausgeprägt.

Freundliche Grüße von Rauhnacht

P.S.: Leider konnt ich dem Thema nicht so gerecht werden und war wohl wieder einmal viel zu kryptisch, weil ich erst heut abend mal ein bisschen Zeit hatte. Entschuldigung, vielleicht können wir dies überaus spannende Thema beim Treffen noch mal besprechen.


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