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Heilserwartung oder schauungskonform?

rauhnacht @, Samstag, 05. Juli 2014, 20:02 (vor 1141 Tagen) @ Taurec

Hallo Taurec,
direkte Frage:
Gehst Du denn davon aus, dass sich mit der ( ich nenns jetzt mal) Interpretation der Bilder zum „russischen Feldzug“auch andere Inhalte hierzu „gewandelt“ haben oder andere Wertungen bekommen könnten?

Ich bin nun nicht wirklich überrascht über Deine Deutungen, schließlich ist mir Deine Gewichtung zur Bewertung von Vielem analog Spenglerschen Überlegungen bekannt.

Mich würde es sehr interessieren, wie Du denn die Szenen aus den Feldpostbriefen ( als eine der wenigen letzten „Instanzen“) in Deinem Szenario unterbringst. Bekannterweise kommt Russland in der Wertung nicht ganz so gut weg.

„Dann hört das Treiben in seinem westlichen Vorhof auf und Europa fällt den Russen von selbst in die Hände. „
Bekannterweise teile ich diese Ansicht, allerdings aus seherischen und intuitiven Momenten heraus,und nicht aus Überlegung oder gar Kalkül.
Dass sich hierzu gerade zumindest in meiner Wahrnehmung einiges zu bestätigen scheint, erschreckt mich nicht wenig.
„Sie müssen es nur aussitzen. Daher versucht Putin, Rußland langfristig als konservative Alternative zum westlichen Modell aufzubauen. Ein jenseits aller Ideologien angesiedelter, lebensbejahender, traditioneller und konservativer Gesellschaftsaufbau ist, was das Abendland dringend benötigt, um Bestand zu haben. Ist diese Alternative vorhanden, wenn Europa zusammenbricht, streben ihr die Geister von selbst zu. Dann ist Rußland nicht nur politisch, sondern auch mental Herr im Haus. „
Diesen JENSEITS ALLER IDEOLOGIEN ANGESIEDELTEN GESELLSCHAFTSAUFBAU siehst Du bitte; wo?
Oder ist dies eine idealisierte Hoffnung für die Zukunft?
Ich meine, Putin baut gerade an einem natürlich konservativeren, traditionellerem ect. Gesellschaftkonstrukt wie der Westen. Was BITTESCHÖN auch nicht eben schwer ist, wo doch die westliche Welt sich geradezu darin überschlägt immer noch abstruseren Blödsinn zu installieren.
Wertest Du, nur weil dort nicht derselbe Wertwendungsunfug mitgemacht wird, dies schon als soooo positiv? Da fallen mir aber noch eine ganze Reihe mehr Länder ein, die dies auch nicht tun und deren womögliche Herrschaftsbestrebungen beim Falle Europas die Lücke füllen könnten. Uuups. Nur haben dies im Sinne der Schauungen für Deutschland – Dann- eben nicht diese Relevanz. Folglich zu den Schauungen:
Gabriele Hoffmann hat es vorausgesehen:
"Eine eigenartige Sache hat sich in bezug auf Rußland ergeben. Das hört sich zwar verrückt an, trotzdem bin ich sicher, daß es eintreffen wird. Ich denke, daß in etwa 22 Jahren in Rußland eine Situation eintreten wird, in der dieses Land zu einem Einwanderungsland werden wird, ähnlich wie damals Amerika. Aus der ganzen Welt werden die Menschen nach Rußland strömen, die Bodenschätze nutzen, neue Strukturen aufbauen, und daraus entwickelt sich etwas Stabiles und Sicheres, was es in diesem Land noch niemals gegeben hat. Langfristig wird diese Entwicklung eine positive Einwirkung auf Europa haben. Es kann natürlich sein, daß es vorher in Rußland einen Krieg oder innere Unruhen geben wird, aber so etwas habe ich nicht gesehen. Die langfristige Entwicklung dort ist gewiß eine positive“

Andere, wie eben z. B. Die Feldpostbriefe gehen aber zumindest für die Zeit des „dritten Geschehens“ durchaus von gar keiner positiven Entwicklung aus. Weder für Europa wegen russischen Wirkens, noch für Russland selbst.
Es wird vorher keinen russischen Feldzug geben. Wenn er stattfindet, wird er sich eher als "Friedensmission" oder Reaktion auf Hilferufe aus dem Westens darstellen:
Mitteldeutschland läuft zu den Russen über.
Russen treten in mitteleuropäischen Großstädten als Ordnungsmacht auf.
Später erfolgt der "Russeneinmarsch", um die verbleibenden "Westmächte" zu unterwerfen.[/i[/color]]
Ja, glaub ich durchaus auch. Aber leider KEINESWEGS in derart positiv beseelter Form, wie es oben vermeintlich bei Dir zu lesen ist.
Ich meine, vielleicht ist es angebracht, die Rolle Russlands aus der Sicht der Schauungen heraus an dieser Stelle noch einmal genau zu betrachten.

Mit freundlichen Grüßen, Rauhnacht


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