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Garabandal schon halb in der Tonne (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 21. Juni 2014, 11:49 (vor 2175 Tagen) @ BBouvier6441 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Samstag, 21. Juni 2014, 11:57

Hallo!

Aber in diesem Fall halte ich es für nicht ausgeschlossen,
daß "Jemand" (hier nicht die "Mutter von Gott" allerdings!)
durchaus einen gewissen Überblick und Kenntnis künftigen
Geschehens hat(te) und sich im Übereifer und in damaliger
Naherwartung diesbezüglich, zu übersteigerten
"Versprechen" hat hinreißen lassen.

Die Originalaussage von Conchita:
"March 19, 1964 - St. Joseph’s Day
'My Dear Joseph,
Just two lines to tell you the message which the Blessed Virgin gave me for you today at the pines…she told me that the voice you heard was hers and that you shall see on the very day of the Miracle. She also told me that the House of Charity you will establish in New York will bring great glory to God.'"

(Quelle)

Die Aussage stammt also tatsächlich von der Garabandal-Maria. Dann sieht es allerdings übel aus.

Angenommen, Warnung, Wunder, Strafe wären echt, hätte sich die Garabandal-Maria ganz schön aus dem Fenster gelehnt, einem Manne, dessen Lebenszeit sie offenbar nicht kannte (!!!), aber durchaus abschätzen konnte, seine Heilung zu prophezeien. Ihr hätte klar sein müssen, daß es aufgrund der menschlichen Lebenserwartung unwahrscheinlich bis unmöglich ist, daß Lomangino das Wunder noch erleben würde.
Aus dieser Unkenntnis schließe ich, daß die Garabandal-Maria wohl doch eher von der minderwertigen Sorte war, mindestens partiell unwissend und hohle Versprechungen ausstoßend. Damit sind die Hauptankündigungen (Warnung, Wunder, Strafe) noch nicht in der Tonne, aber doch sehr zweifelhaft.

Denkbare Möglichkeiten:

1. Garabandal ist eine völlige Lügenluftnummer von den unteren Ebenen, eine vorsätzliche Irreführung aus dem niederen Jenseits und die Zeit nie wert gewesen, sich damit zu beschäftigen.

2. Die Garabandal-Maria hat nur halbgares Wissen und subjektive religiöse Überzeugungen ausgestoßen. Ihre Überzeugung hätte - im Einklang mit der Mehrheit der damaligen Prophezeiungs-/Endzeitgläubigen - sein können, das Endgericht oder Gottes Reinigung der Erde (oder wie auch immer man es nennen will) würde zur Jahrtausendwende stattfinden. Davon ausgehend hat sie Lomangino die Heilung versprochen und Conchita das Datum des Wunders genannt. Passiert ist nichts. Das Datum verstrich und auch Conchita kam der Anweisung, acht Tage vor dem Wunder das Datum zu nennen, nicht nach, weil die Warnung, die vor dem Wunder eintreten sollte, nicht passierte. Seitdem halten die Seherkinder still und versuchen ohne großes Aufsehen aus der Sache wieder rauszukommen, durch Ableben.

3. Warnung, Wunder und Strafe liegen noch in der Zukunft und Conchita wartet darauf, das Datum zu nennen.

Da wir durch die geplatzte Lomangino-Voraussage aber nunmehr wissen, daß die Garabandal-Maria zumindest teilweise Blödsinn verzapft hat, muß das Eintreten der Ankündigungen kritisch betrachtet werden. Ich würde mich nicht wundern, wenn gar nichts passiert.

Das genannte Datum muß innerhalb der erwartbaren menschlichen Lebensdauer liegen, sonst wäre es Conchita von vornherein spanisch vorgekommen, daß sie es selbst noch erleben und ankündigen soll. Conchita ist mittlerweile 65 Jahre alt. Wir dürften also in ca. den nächsten 20 Jahren erleben, was tatsächlich an der ganzen Sache ist.
Wenn nichts mehr passiert, dürften wir ziemlich sicher bis zu ihrem Tode nie etwas von Conchita dazu hören. Man stelle sich vor, sie würde verkünden, daß das ihr von Maria genannte Datum bereits in der Vergangenheit liegt! Die Menschen würden massenhaft vom Glauben abfallen! Das könnte auch der Grund für ihr Schweigen sein, wenn Möglichkeit 2 zutreffen sollte.

Was die Nostradamusverse angeht: Über die Richtigkeit der Deutung wäre ich mir nicht allzu sicher. Wir wissen ja, daß das Gehirn darauf programmiert ist, Zusammenhänge zu bilden und bisweilen Dinge und Strukturen erkennt, wo tatsächlich etwas ganz anderes zu finden ist.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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