Eigenes Beispiel (Schauungen & Prophezeiungen)

rauhnacht @, Donnerstag, 29. Mai 2014, 18:34 (vor 2372 Tagen) @ Baldur8641 mal gelesen

Hallo,
Hierzu etwas von mir :

Symbolreicher Traum, laaange Zeit her.
Mir wird gesagt, dass ich eine Führung bekomme, ich bräuchte keine Angst haben, da ich mich dabei an der schrecklichen Krankheit nicht anstecken könnte.
Wir befinden uns auf einem Hochplateau am Eingang einer gigantischen Höhle. Eine große Anzahl Menschen wird von Betreuungspersonen in die Höhle geführt. Der ganze Weg der zur Höhle führt, ist voller Menschen. Ich glaube unten im Tal Militärlaster zu erkennen, bin mir aber nicht sicher.
Der Führer und ich gehen mit in die Höhle. Mir wird mitgeteilt, dass all diese Menschen sich mit einer furchtbaren Seuche infiziert haben. Die Krankheit ist sehr ansteckend und anfangs ähnlich wie Grippe.
Die obere, erste Halle, die wir durchqueren ist erleuchtet und völlig überfüllt. Wir müssen über Menschen, die am Boden sitzen und liegen hinwegsteigen. Manche strecken die Hände nach mir aus und bitten um Hilfe und, ich glaube, Wasser. Wir gehen immer weiter hinein und es wird immer enger, wegen der vielen Menschen. Das Gefühl des ohnmächtigen Erschreckens bei mir steigert sich ab ungefähr dieser Sequenz.
Wir gehen durch immer tiefer gelegene Hallen, desto weiter runter es geht, desto weiter ist die Krankheit fortgeschritten. Nur ganz oben, findet überhaupt noch eine minimale Versorgung der Kranken statt, weiter unten gar nicht mehr. Die Zahl der Kranken verringert sich, d.h. die Räume sind nicht mehr so vollgestopft, weiß aber nicht ob so viele da eben schon gestorben sind. Ich nehme wahr, dass die Kranken dünn und ausgemergelt sind und irgendwie kleiner wirken. Irgendwie erfasse ich, dass die Krankheit zu einer Degeneration im Sinne von Rückentwicklung führt. Zur untersten Halle gibt es eine Art Falltür mit Riegel. Der Führer öffnet diese und ich spähe in die Dunkelheit. Dort wo ich hinschaue erhellt ein fahles Licht den Raum, so dass ich etwas erkennen kann. Nackte Wesen ( Dürr, klein wie 10,-jährige, irgendwie primatenhaft anmutend oder wie die frühen Vorstufen in der Menschheitsentwicklung) kauern in Dreck und Unrat. Mein Blick fällt auf ein Wesen, dass auf einer Felserhöhung wie ein Äffchen sitzt. Es blickt auf und ich sehe, dass es über seinem Arm ein nacktes Baby hat, an dem es frisst.
Danach fahre ich mit dem Führer durch die Felswand wie in einem Aufzug nach oben. Ich bin zutiefst verstört, mein Führer wirkt eher sachlich und erklärt mir, dass in der Zukunft eine Seuche kommen wird, der unzählige Menschen zum Opfer fallen. Die letzten Bilder sagten etwas darüber aus, was aus den Menschen in dieser Zeit wird. Wenn ich bliebe, wo ich bin (diese Aussage war eindeutig auf meine Arbeitsstelle bezogen) wäre es für mich auch gefährlich.

Und nun guckt mal, was ich zwei, drei Jahre später daraus gemacht habe. Wohl im Versuch der Verarbeitung, allerdings nicht erfolgreich, DER Traum verfolgt mich bis heute und ist über 15 oder 16 Jahre her.

Rauhnacht ( Dies ist der Titel des Gedichtes und nicht umsonst mein Name hier)

"Der Hexen und der Feenreigen,
wolln` dem Menschlein seine Größe zeigen.
Tief im Walde, gut verborgen,
kommen sie von allen Orten.

Die Bäume verwehren jegliche Schau,
Nebel wabern, verhülln alles grau.
Und`s ist ein Segen! Denn, oh Graus;
Die wilde Jagd, sie zieht mit vollem Gefolge aus.


Dort hinten im Hexenpfuhl steigt aus dem Kessel
unter hämischen Kichern und Murmeln
Ein giftiger Brodem, grün schlieriger Dampf,
er kriecht monströs den Boden entlang.

Atte katte nuwa, katte nuwa, katte nuwa.
Kein Fröschlein und kein Säuglingsherz,
kein Schierling oder Aronsstab,
verhilft dem Gebräu zu seiner Beschwer;
des Menschen Hochmut und feistes Gebaren,
ein Prischen der Dummheit und Intoleranz
gewürzt mit menschlicher Grausamkeit.
Ei, was für ein Süpplein!
Solch Zutat würd nicht mal der Hölle entwachsen,
der Teufel ward blass vor solch einer Macht.

Die Menschlein feierten Halloween,
mit dummdreisten Masken und bloßem Getue,
ein jeglicher Sinn ward ihnen verloren.
Die, denen das Grausen den Rücken hoch kroch,
saßen zitternd in ihrem Loch.
Sie schlossen Fenster und Türen
Und wussten dann doch;
Das, wovor sie sich verbergen wollten,
wohnte in ihrer aller Herzen.
In jener Nacht, oh welche Pein,
holte das menschliche Sein den Menschen ein.


Still war die Erde,
verhaarte in angstvollem Bangen
des Menschen Begehr.
Seit jeher war sie ihm untertan,
musste schlucken und sich beugen
und er verstand ihren Gehorsam als Aufbegehr.
Ein jedwedes Beben und Wasserfluten,
Dürren und andere Katastrophen entsprangen
doch stets seinem Denken und Fühlen.
Welch Paradies könnt sie werden,
verstünde der Mensch nur sich selber zu zügeln!

Die Vöglein und das Naggetier sollten den Reigen beginnen,
die ganze Welt vermocht so das Unglück ereilen.
Die Wissenschaft zog in den Krieg,
erkannte den Feind stets im anderen Sein.
Doch gegen die Dummheit ist kein Kraut gewachsen,
so war im Beginn der Krieg schon verloren.

Der Mensch, er schuf sich die Hölle auf Erden.
die Lebenden werden die Toten beneiden -
Verkümmert in primatenhafter Fratze
fristen sie ihr Dasein im modrigen Dunkel
und verzehren einander in nie angekratztem Dünkel!

Warum nur hatte er all seine Zeit vertan?
Jahrtausende altes Sein hatte einfach die Geschichte durchflossen,
Besinnung währte nur Sekunden,
ansonsten wurde nur
mit all seiner Kraft
geprasst."


Sehr mythologisch angehaucht!

Warum??
Ich selbst habe keine Ahnung, woher mich da zu diesem Traum solch mythologisches überfiel.

Viele Grüße von Rauhnacht

P.S.: Als mir wichtige Anmerkung: Nach wie vor gehe ich NICHT davon aus, präkognitives zum Weltgeschehen zu empfangen. Ich habe dazu nämlich nicht eine Bestätigung.


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