ein bedeutungsschweres Wort (Schauungen & Prophezeiungen)

Sagitta @, Samstag, 03.05.2014, 08:33 (vor 2459 Tagen) @ BBouvier (5554 Aufrufe)

Hallo BB,

vielen Dank für Deine ergänzenden Gedanken!

Meines Erachtens ist der Ausdruck "sie lösen sich voneinander" noch viel bedeutungsschwerer.

Er kann nämlich einschließen, dass die Besatzer nicht nur bezogen sind auf die Besetzten (also Deutschland) sondern auch aufeinander. Und letzteres könnte implizieren eine alliierte Besetzung (die ja durch den Plural der Besatzer schon angedeutet war), es könnte aber auch implizieren eine feindliche (gegenseitig sich verklammernde) Haltung zwischen Besatzungsmächten - wie es sie tatsächlich von 1950 bis 1990 gab!!

Derartiges im Jahr 1914 voraussehen zu können (und dann in einem einzigen, nebensächlichen Wort zu verstecken!!), ist eigentlich total unwahrscheinlich - und macht einem die Feldpostbriefe ziemlich suspekt. Aber selbst wenn die Feldpostbriefe eine Fälschung aus den frühen 50er Jahren wären, bräuchte es trotzdem eine gehörige Portion Geschichtskenntnis und gesunden Menschenverstand, eine derartige Voraussage zu machen.

Deine Einschätzung der US-Armee kann ich allerdings nicht ganz teilen. Sie wäre nur akzeptabel, wenn man die aktuelle Funktion der hiesiegen US-Streitkräfte allein auf einen starken konventionellen Angreifer (aus dem Osten ...) beziehen würde. Tatsächlich wird aber ein künftiger Krieg von den Verantwortlichen (leider!!) nicht mehr konventionell angedacht, und so sind die effektiven Strukturen in der NATO-Organisation ganz anders gelagert. Dass die US-Streitkräfte in Deutschland nicht nur "politisch/symbolisch" zu verstehen sondern extrem gefährlich und schädlich sind (allerdings in eine ganz andere Richtung ...), zeigt sehr schön das Buch

http://www.rowohlt.de/buch/Christian_Fuchs_Geheimer_Krieg.3073481.html

Zum Schluß, wenn's erlaubt ist, eine Frage, an den, der es weiß:

Sind es die Feldpostbriefe, die als erste "Quelle" in der Prophezeiungsliteratur den Angriff aus dem Osten mit der Naturkatastrophe verknüpfen?

Zum Hintergrund der Frage: Die Hauptmasse in der Prophezeiungsliteratur ist Wiedergekäutes. Oft wird jahrtausendelang, mindestens jahrhundertlang wiedergekäut. Die Finsternis ist uralt, das Kamel und die Türken am Rhein ebenfalls. Das Lindenlied als Zusammenfassung der Prophezeiungen Stand 1920 hat nur eine schwache Andeutung von Kämpfen, die in die Verbindung mit der Finsternis gebracht werden könnten (bunter Fremdling und Störer). Damit sind die Feldpostbriefe nach meinem Kenntnisstand der erste Text, der einen Russenangriff und eine Naturkatastrophe explizit miteinander verknüpft. Die nächsten, die dieses Thema aufgegriffen und breitgetreten haben sind Aldmaier und Konsorten, womöglich inspiriert durch kleine Bruchstücke, die von Irlmaier kamen (da mag durchaus die eine oder andere echte Schauung dabei, vieles aber nur nachgeplappert sein).

Die erste private und dann breitere Veröffentlichung der Feldpostbriefe zu finden, und ihre Umstände aufzuklären, wäre eine wichtige und verdienstvolle Aufgabe für wahre Prophezeiungs-Forscher.

Ich muss mich leider wieder für einige Wochen aus dem Forum verabschieden. Warten wir mal ab, bis die Streitkräfte der Russischen Föderation in der Ukraine stehen.

Mit Dank und freundlichen Grüßen,
Sagitta


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