Stettin (Schauungen & Prophezeiungen)

Sagitta @, Montag, 21.04.2014, 00:35 (vor 2739 Tagen) @ Taurec (6014 Aufrufe)

Danke, Taurec, für diese ergänzenden Textstellen!

Meinerseits trage ich hiermit nach: das erwähnte Zeugnis eines Unbekannten, der in den 1970er Jahren an das Institut für Grenzgebiete der Psychologie in Freiburg geschrieben hatte. Damals war wohl Prof. Bender noch dort, der Herausgeber der Feldpostbriefe. Dieser Unbekannte hatte ein Gespräch mit Irlmaier gehabt. Die Internetquelle dafür ist:

http://www.alois-irlmaier.de/Neue%20Recherchen.htm

Bitte die Seite ganz runterscrollen, dann liest man links:

"Der Todesstreifen von Prag bis Stettin (? – er darf die Stadt nicht nennen!) – beschäftigt ihm besonders, wenn ich die Wiederholung desselben aus der knappen Zeit unseres Beisammenseins ins Auge fasse."

Ich möchte, wie bereits gesagt, aus dieser Angabe schließen, dass Irlmaier doch entsprechende Gesichte hatte, die ihn dann wohl belastet haben. Der Bericht des Konstantin von Bayern mag eine frühe Version sein, aber auch dabei ist Vorsicht angebracht, denn der war Journalist/Schreiberling - nicht viel besser wie Adlmeier, dessen Bücher er möglicherweise in den Jahrzehnten nach seinem Besuch bei Irlmeier kennengelernt und unbewußt verinnerlicht hat. Historisch richtig ist aber wohl, dass er bei Irlmeier war, und derselbe während des Besuches in eine Schau ging.

Ein paar Zeilen über der Stelle, von der ich zitiert habe, findet sich die Notiz:

"Stadt des Goldes, Stadt der Trümmer". Das dürfte der Steinhaufenstadt, zitiert in meinem letzten Beitrag, entsprechen. Die Frage ist, ob Irlmeier selbst Prag als zerstört gesehen hat (die merkwürdigen Formulierungen würden darauf hindeuten) oder ob er nur die alten Sybillenweissagungen aufgreift.

Interessant ist, dass er Stettin hier mit Namen nennt. Woher weiß man in einer Schau, wenn man die Häuser einer Stadt sieht, um welche Stadt es sich handelt? Und warum darf er den Namen nicht nennen? Wer hat es ihm verboten? Oder will er (lieber) ihn nicht nennen? Das sind alles solche (letztlich nutzlose) Fragen.

Bemerkenswert ist allerdings, dass die Linie Prag-Stettin exakt der heutigen(!) Ostgrenze der BRD entlangläuft. Wenn der Strich dereinst einmal gelegt werden sollte, dann muss er gar nicht durchgehend sein, sondern nur die Kreuzungen dieser Staatsgrenze mit den wichtigen O-W-Autobahnen treffen (auf denen der Nachschub von Osten rollen mag). Deswegen sah Irlmaier anfangs vielleicht doch nur Todesflecken in der Landschaft (siehe das Zitat in meinem vorigen Beitrag), aber eben auf "einer Linie".

Wenn nun die Tauben über die Alpen im Raum Berchtesgaden kämen (ein gewisses Indiz für eine authentische Schau mit lokalem Bezug), dann müssten sie später ostwärts drehen, damit sie auf Prag und Linie nach Norden einschwenken könnten. Ihr Ursprung sollte dann eher unter den nordafrikanischen Anrainerstaatem des westlichen Mittelmeeres gesucht werden. Ein Teil könnte aber durchaus auch aus dem östlichen Mittelmeerraum kommen und in einer Schau so gesehen worden sein - und daher eine entsprechende Angabe in einem der erwähnten Quellenzitate.

Ist alles aber Spekulation. Was als Ertrag der Diskussion und Interpretation bleibt: die Möglichkeit von Giftgasangriffen in (allen?) Kampfgebieten, mit besonderer Wahrscheinlichkeit entlang der deutschen Ostgrenze, soweit auf der Linie Prag-Stettin liegend.

Grüße,
Sagitta

PS: Wenn Prag zerstört sein sollte, bevor der gelbe Staub aus den Tauben fällt, dann wirft das Probleme auf in Bezug auf die allgemein erwarteten Sequenzen des Ablaufes. Auch muss man eine ohnehin zerstörte Stadt nicht mehr mit Giftgas einnebeln. Und die Angabe "ein Jahr lang soll man den Streifen nicht betreten" macht keinen großen Sinn mehr nach einer 3tF und den damit verbundenen anderen geophysikalischen Ereignissen.


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