das Fuhrmannl-Fragment von 1871 ist langweilig (Schauungen & Prophezeiungen)

randomizer @, Dienstag, 25.03.2014, 01:34 (vor 2637 Tagen) @ Ulrich (2891 Aufrufe)
bearbeitet von randomizer, Dienstag, 25.03.2014, 01:43

Hallo Ulrich!

einige Jahre vorher, 1904, wird in der "Zeitschrift für österreichische Volkskunde: Organ des Vereins für Österreichische Volkskunde in Wien", Bände 10-11 der nachfolgende Titel erwähnt, dessen Erscheinungsjahr ich allerdings nicht kenne:

Landschau E. N.: Sagen aus der Umgebung von Dobrzan (Kr. Mies): I. Die Waisenmarter. II. Der Prälatenbrunnen im Dorfe Wasseraujezd. III. Fuhrmannl als Prophet. IV. Sage von Janow.

ja, dort wird Fuhrmannl bereits erwähnt, seine umfangreichen Weissagungen sind dort aber nicht mit abgedruckt. Hier der gesamte Text von 1871, der leider nicht viel hergibt:

"III. Fuhrmannl als Prophet.

Im Orte Hrobschitz lebte einst ein Bäuerlein, das von einem sehr gottesfürchtigen und frommen Charakter gewesen sein soll. Es schrieb sich Josef Naar. Verstorben ist es am 6. Dez. 1763, und liegt sein Leichnam auf dem Littitzer alten Friedhofe, nächst der Kirche, begraben.
Es prophezeite unter Anderen auch das herannahende Ende des reichen Chotieschauer Nonnenstiftes, indem es sagte: "Bald schon werden fremde Herren anlangen, welche die Schlüssel für sich begehren, und die Chorfrauen kommen dann so auseinander, gleichwie eine Schafheerde, in welche der Wolf eingefallen ist!" - wodurch es sich die Ungunst des Stiftes zuzog. Man nannte das Bäuerlein kurzweg "Fuhrmannl" und weil es auch von eisernen Straßen sprach, auf denen die Menschen schneller fahren würden, als der Vogel zu fliegen vermag, so bildet er bei Vielen bis jetzt noch den Gegenstand ihrer Unterhaltung."

=Landschau, E. N.: Sagen aus der Umgebung von Dobřan. in: Mittheilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen, 9. Jahrgang (1871), Seite 279


Beste Grüße
randomizer


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