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Zum "Franzosen" (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 23.03.2014, 11:50 (vor 2639 Tagen) @ traumtaenzerin (3582 Aufrufe)

Hallo!

Er schildert nur, was er gehört hat und das ist eine Übersetzung aus dem Französischen. Eine Menge Schauungen eines Offiziers aus Colmar von einem deutschen Offizier übersetzt, wenn ich mich recht erinnere.

Der Franzose war kein Offizier, sondern Zivilist, mehrfacher Millionär, ehemaliger Freimaurer und verbrachte im Kloster das Ende seines Lebens. Als Rill 1917 den Franzosen nochmal besuchen wollte, war dieser bereits verstorben. Er sprach sieben Sprachen und unterhielt sich mit den Deutschen auf Deutsch. Das Gespräch wurde von Leutnant Adolf Leeb (dem Bruder des Generalfeldmarschalls Wilhelm von Leeb) geführt und von Rill aus dem Gedächtnis aufgezeichnet und zwar zwischen vier und zehn Tage nach der Begegnung.

Der Franzose war Mitglied eine Colmaer Freimaurerloge, stammte vermutlich also aus dieser Gegend oder war dort lange Zeit ansässig. Das heißt, er war des deutschen auf jeden Fall mächtig, selbst wenn er nicht gebürtiger Deutscher war.
Verständigungsschwierigkeiten sehe ich da eigentlich keine.

Woher wissen wir, dass der Offizier korrekt übersetzt hat und Rill alles korrekt erinnert und widergegeben hat?

Meines Erachtens hat der Offizier nichts übersetzt. Allerdings hat Rill sicher nicht alles korrekt aus dem Gedächtnis wiedergegeben. Aus dem bereits eingetroffenen Teil läßt sich aber ersehen, daß die Aussagen nicht so weit vom Ursprung entfernt sind, daß sich damit gar nichts mehr anfangen ließe. Die Ungenauigkeiten sind vermutlich genau die Stellen, an denen wir heute noch bei der Interpretation hängen bleiben: z. B. die falschen Jahreszahlen für den russischen Feldzug, die "Lumperei", die Naturkatastrophe und die "Sache" im Süden Deutschlands, die sich alle Welt anschauen will.

Er ist auch nur Zeitzeuge und nicht die ursprüngliche Quelle. Also auch die Zeitangabe "28 oder 58 Tage" muss nichts mit der ursprünglichen Aussage des Franzosen zu tun haben.

Zu tun hat es damit auf jeden Fall, denn Rill hat sich sicher nichts aus den Fingern gesogen. Allein "Acht" denkt man sich nicht aus. Das scheint ihm im Gedächtnis geblieben zu sein, während er Zwanzig oder Fünfzig nach über dreißig Jahren nicht mehr genau erinnern konnte.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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