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Danke, Randomizer! (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 22.03.2014, 20:24 (vor 2610 Tagen) @ randomizer (4317 Aufrufe)

Hallo!

Die Überlegungen zu Irlmaiers drei Strichen sind imho müßig, er wollte damit lediglich ausdrücken, 'es dauere nicht lange'. Und damit folgt Irlmaier einfach nur dem Konsens seiner Quellenvorlagen; die 3 Tage/Wochen/Monate sind nur Irlmaiers Variante des weitverbreiteten Endschlacht/Brotlaib-Motivs: wie lange nährt ein großer Brotlaib? 3 Tage, vielleicht sogar 3 Wochen? Irlmaier begrenzt das Geschehen auf max. 3 Monate, auch hierbei orakelt er nur aus seinen Vorlagen. (Originalwortlaut einer Vorlage: „Die große Krisis, in der schließlich die Guten triumphieren werden, wird nur eine kurze Zeit dauern, nämlich nicht mehr als drei Monate.“).

Mhm. Ich hielt die "drei Striche" eigentlich für authentisch, weil
1. mir keine potentielle Vorlage bekannt ist (allerdings ist mir sicher noch lange nicht alles alte Prophezeiungsmaterial bekannt - da kennst Du Dich besser aus).
2. im Text steht "Ich sehe drei Striche". Aber es ist wohl naiv, davon auszugehen, Irlmaier hätte wirklich gesagt, er habe die Striche gesehen, statt Adlmaier zu unterstellen, er hätte diese Worte Irlmaier in den Mund gelegt, um rhetorisch einen glaubwürdigeren Eindruck zu erwecken.
3. Irlmaier wohl grundsätzlich gelegentlich Zahlen sah. Bei Adlmaier finden sich zwei Anekdoten, einmal ein "Secher" und ein "Neuner", was am Ende 600 und 900 Mark waren, ein andermal "drei mal 27", was sich als die Daten des Schicksals eines Kriegsgefangenen herausstellte: Abmarsch im Ural nach der Heimat am 27. 9., dessen Tod am 27. 10. und Todesnachricht an die Angehörigen am 27. 12.

Irlmaier ist nur so brauchbar wie seine (manchmal irrigen/widersprüchlichen) Vorlagen. Die Aussage von Rill halte ich dagegen für authentisch und wertvoll. Die Stelle ("28 oder 58 Tage") kennt ihr zwar bereits von Bekh, ich besitze darüber hinaus aber einen Originaldruck von 195x, in der dieses Fragment bereits zu Lebzeiten Rills dokumentiert ist (also schon 20-30 Jahre vor Bekh).

Sehr interessant. Könnest Du bitte die Literaturangabe nennen, wo dieses Rillzitat aus den Fünftigern zu finden ist?

PS: @Taurec, Ulrich, Gerhard und dem PN-Schreiber betreffs der Prager Sibylle: euch allen bin ich noch Korrespondenz schuldig: bitte verzeiht, ich versuche das im Laufe des Jahres nachzuholen!

Danke! Gern auch scheibchenweise. Ich giere nach Informationen.
Hinzufügen möchte ich noch, daß ich auf Deine Irlmaierexpertise warte, um die Analysen in meinem Buch zu vollenden oder gegebenenfalls zu korrigieren. Zumindest im Falle Irlmaiers, der eine Säule ist, hängt die Qualität meiner Arbeit stark an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen und einem Urteil, was er tatsächlich selbst gesehen hat.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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