Kriegsgründe (Schauungen & Prophezeiungen)

attempto @, Montag, 24.02.2014, 12:53 (vor 2716 Tagen) @ Stephan Berndt (6914 Aufrufe)

Servus

"wenn Russland und China sich sagen: "JETZT gibt es Krieg und wir machen die US-Dominanz platt.""

Warum sollten sie das zu sich sagen?

Momentan läuft es für beide noch recht gut:
Die Russen verkaufen uns Feuerholz, welches wir verschüren, und bekommen im
Gegenzug langlebige Wirtschaftsgüter und Immobilien.

Die Chinesen verscherbeln uns Massenware. Mit den bunten Schnipseln, die sie dafür bekommen, kaufen sie nicht nur tonnenweise Gold, sondern kaufen überall selbst das Niet- und Nagelfeste auf.

Desweiteren werden beide Länder von Jahr zu Jahr mächtiger, während ihr Gegenspieler sowohl wirtschaftlich, als auch militärisch den Zenit bereits überschritten hat.

Warum sollten sie sich also in ein Abenteuer mit offenem Ausgang stürzen, wenn die Zeit für sie arbeitet?


Wenn China vor Kriegsausbruch die Papiere auf den Markt kippt, haben sie wenigsten noch ein Bisschen Spaß.

Falls mit 'die Papiere' US-Staatsanleihen gemeint waren, tun sie dies bereits. Käufer derselben ist die FED. Bezahlt wird mit Dollars, die neu anzulegen sind, was wiederum Probleme mit sich bringt:

-Gold? So viel gibts nicht auf dem Weltmarkt.

-Firmen? (Immobilien) Klar, aber tunlichst nicht in den Gebieten, gegen die man loslegen möchte. Scheiden USA & Europa aus. Da bleibt nicht mehr viel übrig.

-Rohstoffe? Sicher. Das machen v.A. die Chinesen seit langem. Trotzdem wird deren Dollarberg stetig größer.

-verprassen? Das paßt nicht zur chinesischen Mentalität. Außerdem können die US-Brennereien nicht solche Mengen Whisky produzieren, um alle Chinesen...

Außer den USA kann niemand ein wirtschaftliches Interesse an einem Weltkrieg haben.


";(...)seit 1914/1918 verbreiteten Idee, Weltkrieg wäre eine Art von Unfall. Oder irre ich da?2

Ja, Sie irren sich.
Kriege werden ausschließlich aus wirtschaftlichen Überlegungen angezettelt. Andere Begründungen (Rettung vor irgendeiner Ideologie/Beleidigung des Staatsoberhauptes/Einigung eines Volkes/Freiheit/Bringen der Demokratie usw.) sind lediglich vorgeschoben, oder ein willkommener Zweitgrund. Auch (und insbesondere) Weltkriege sind Wirtschaftskriege. Das zitierte Beispiel des Ersten Weltkrieges ist dies überdeutlich.

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Fiskalisch sind die Amerigauner bereits seit langem pleite. Einziges Faktum, welches den Dollar noch stützt, ist, daß fast alle Rohstoffe mit dem grünen Zeug bezahlt werden müssen. Daher muß jede Volkswirtschaft genügend Dollars bevorraten, um jederzeit auf dem Weltmarkt die benötigten Güter zu beschaffen. Daß sich dies nicht ändert, garantiert die weltgrößte (aus der Druckerpresse finanzierte) Militärmaschinerie.

Sollte dennoch eines Tages diese Notwendigkeit wegfallen, weil man sich auf eine andere Leitwährung einigt, auf schacht'schen Tauschhandel zurückbesinnt, oder Gold hin und her rechnet, wird man in aller Welt die grünen Scheine nur noch als Klopapier verwenden.

Bis dahin haben die Amerigauner jedoch Geld in (fast) beliebigen Mengen, indem sie es einfach herstellen. Ob dies die US-Regierung oder die FED macht, ist für Nichtamerikaner dabei ziemlich belanglos.


Nein, sollte es zum krieg kommen, wird man dem bösen Angreifer keine andere Wahl lassen, als zu den Waffen zu greifen. Auch hier gibt es ein schönes Beispiel, daß ich aber (aus Gründen der Korrektheit) hier nicht breittreten möchte.
Die Ukraine hat sicherlich eine solch fundamentale Bedeutung für Russland, daß Moskau sich gezwungen sähe 'andere Saiten aufzuziehen'. Ob das eine militärische 'heiße' Konfrontation wäre, wage ich momentan zu bezweifeln.


Freundliche Grüße

attempto

PS:
Natürlich verwende ich hier einen Tarnnamen, wie, mit einer einzigen Ausnahme, alle hier. Ob ich mich damit unglaubwürdig mache, interessiert mich dabei einen Feuchten. Dennoch bin ich überzeugt, daß man, auch unter Pseudonym, miteinander halbwegs menschlich und sachlich kommunizieren kann. Phrasen, wie : "Wer bist denn du?", führen zu einer Auseinandersetzung über die Person, welche weder sachlich zielführend, noch Zeichen einer Diskussion auf Augenhöhe ist. Das deutet eher auf das Ziel hin, die eigene Position durchzusetzen. Ich schätze Ihre Einwürfe sehr, lehne jedoch Ihre Diskussionskultur strikt ab. Ob Sie letzteres vielleicht überdenken könnten?


Gesamter Strang: