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Der neblige Zeit"horizont" (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 13.10.2013, 19:30 (vor 2769 Tagen) @ Eyspfeil (7710 Aufrufe)

Hallo!

Und insistieren, daß die Ereignisse auf Teufel komm raus nicht
in diesem Jahrzehnt eintreten? Nehmen wir doch mal an, die Frau wird
"nur" 109-110 Jahre alt, bzw. der Krieg und der Crash
finden noch in diesem Jahrzehnt statt.

Das zeigt einfach die bisherige Erfahrung: Bislang hatten alle, welche die Ereignisse in den jeweiligen nächsten 5 bis 10 Jahren erwarteten, ausnahmslos immer Unrecht.
Zugleich entwickelt sich die Geschichte zwar allmählich in Richtung einer Katastrophe, jedoch viel langsamer als von der "Szene" in der Regel angenommen, bzw. befürchtet. In der Vergangenheit hat man sich, sei es 1999, 2008, 2012 oder wann immer allgemein von einem bevorstehenden Datum gemunkelt wurde, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Man könnte fast meinen, daß diejenigen, die am wenigsten über die Zukunft bescheid wissen, gerade die Prophezeiungskenner sind.

Bei mir hinterläßt das den Eindruck, daß auch künftig Datierungen nach dem Muster "in den nächsten 5 bis 10 Jahren" oder "im laufenden Jahrzehnt" falsch sein werden und zwar so lange, bis ungewöhnliche Ereignisse den Beginn markieren. Solche Ereignisse wären z. B.: Staatsbankrott und Zusammenbruch der Sozialsysteme oder außergewöhnliche, verheerende Naturkatastrophen wie z. B. Weltbeben oder Kältesommer. Solche Katastrophen treten plötzlich ein, ohne Vorwarnung, undatierbar, selbst wenn man sie erwartet.
Solange aber nicht tatsächlich etwas geschieht, das Cäsuren für die Lebensläufe bedeutet, Arbeit und Lebensstil der meisten in Gefahr bringt, stehe ich allen Datierungsversuchen nur sehr skeptisch gegenüber. Das bedeutet natürlich, daß man erst dann weiß, wann es soweit ist, wenn es zu spät ist, um sich noch darauf einzustellen.

Sieht man sich die Quellen unvoreingenommen an, ist festzustellen:
1. Die Zeitangaben liegen ausnahmslos alle in der Vergangenheit.
2. Sie sind alle nicht eingetroffen.
3. Wir haben keine noch ausstehenden Angaben des Zeitpunktes des Großereignisses, durch welches das Schicksal unserer Zivilisation besiegelt wird.
(Eingetroffene Zeitangaben in den Feldpostbriefen und bei Nostradamus sind außen vor gelassen.)

Die Begebenheiten um heute uralte Menschen, welche die Ereignisse noch erleben sollen, kommen mir vor wie weitere Zeitschwellen, die ihr Verfallsdatum eigentlich schon hinter sich haben, aber noch nicht entsorgt wurden. Jemanden mehr als 50 Jahre auf die Wiederherstellung seines Augenlichts hoffen zu lassen, während der Rest seiner Lebensjahre immer kläglicher wird, wirkt wie ein sadistischer Witz jenseitiger Mächte. Irgendwas stimmt da doch nicht...

Es ist wahrscheinlich eine den Phänomenen, mit denen wir uns beschäftigten, innewohnende Eigenschaft, daß verläßliche Zeitangaben nicht zu bekommen sind. Die Gründe dafür mögen einerseits darin liegen, daß Zeitüberwindung, bzw. Negation der Zeit, wie sie durch Schauungen stattfindet, mit Zeitbestimmungen unvereinbar ist, andererseits darin, daß dem Menschen durch die Schicksalsmächte nicht die Lebenslast abgenommen werden soll, indem er auf bestimmte Ereignisse und Zeitpunkte hinlebt, darob aber das Lebens selbst vergißt. Es wäre demnach Teil der Lektion, die seelenfeindlichen Zustände auf diesem Planeten durchleben zu müssen und zugleich nicht zu wissen, wann sie enden werden.

Wir bekommen auch aus Schauungen nur sehr rudimentäre, nicht zweifellos belastbare Informationen über die Zukunft. Man kann sich nicht darauf verlassen, daß die Ereignisse in der eigenen Lebenszeit eintreten. Am sinnvollsten ist es daher, sich ein großes Bild der globalen Zivilisation und ihrer Bedingungen zu machen, warum die geschichtliche Entwicklung so ist und wohin sie führen wird. In dieses ordnet man die gesehenen (und kritisch ausgewerteten) Bilder ein, woraus sich ergibt, welche Zustände im Laufe der Zeit eintreten werden und wie das Finale wahrscheinlich geartet sein wird. Eigentlich geht es dabei um Erkenntnis und die Bildung einer geistigen Grundlage, die zur Ausrichtung des eigenen Lebens hilfreich ist und derer Schauungen und Prophezeiungen nur ein kleiner Teil sind. Weil wir nicht wissen, wann es soweit ist, hat es keinen Sinn, auf gepackten Fluchtrucksäcken zu sitzen. Vielmehr muß man auch (und solange nichts passiert vornehmlich) damit rechnen, sein ganzes restliches Leben hier zu verbringen und sich mit der Zivilisation arrangieren zu müssen ohne von ihr korrumpiert zu werden.

Ich bin geneigt, das "Jahr X" frühestens in 15 bis 20 Jahren anzusetzen. Das mag zwar irrig sein, weil jederzeit überraschende Ereignisse eintreten und die Entwicklung vorantreiben können, ohne sichere Zeitangaben hat es jedoch keinen Sinn, das Ende in die nahe Zukunft zu verlegen und dauernd falsch zu liegen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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