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Prophezeiungen und Schauungen: wichtige Unterscheidungen! (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 11.07.2013, 13:57 (vor 3023 Tagen) @ Taurec (13007 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Freitag, 01.09.2017, 10:28

Hallo!

Außerdem will ich Dich anhalten, doch wenigstens grundlegende sprachliche Unterscheidungen zu beachten, statt Begriffe wie Schauung, Vision, Prophezeiung synonym zu verwenden.

Schauungen / Visionen sind das seherische Erlebnis an sich, die unmittelbare Wahrnehmung der Schau, die nur dem Seher selbst zu eigen ist.

Prophezeiung (griechisch: pro = für, heraus; phēmí = sprechen) bezeichnet Aussprüche, die von jemandem, der Schauungen hatte, gemacht werden können. Es sind reine Wortaussagen. Jede Dokumentation, bzw. jedes Weitererzählen einer Schauung ist in diesem Sinne eine Prophezeiung. Aber auch jede Aussage über die Zukunft (mit Ausnahme wissenschaftlicher Prognosen, die lediglich Verlängerung gegenwärtiger Tendenzen in die Zukunft sind) ist eine Prophezeiung. Es muß nicht notwendigerweise jeder Prophet zugleich ein Seher sein.
Nicht zuletzt bedeutet "Prophet" auch Fürsprecher in dem Sinne, daß er für Gott spricht. So sind die biblischen Propheten aufzufassen, die nichts weniger sind als Seher, d. h. präkognitiv begabte Menschen wie Du.
(Ganz davon zu schweigen, daß die biblischen Propheten wohl ausnahmslos rein fiktive Figuren sind, kulturelle Schöpfungen des frühen Judentums, deren Geschichten das Seelentum dieses Volkes repräsentieren.)

Du mußt also unterscheiden:
1. Die Schauung. Deine Traumvision ist eine Schauung.

2. Die Weitergabe einer Schauung. Die Mitteilung Deiner Traumvision in diesem Forum ist in diesem Sinne eine Prophezeiung. Der Einfachheit halber bezeichnen wir sie aber ebenfalls als Schauung, weil die Wiedergabe eine Bild-, bzw. Filmbeschreibung ist.

3. Folgerungen, d. h. Interpretationen, die sich aus der Schauung, bzw. ihrer Beschreibung ergeben und zu Aussagen über die Zukunft führen, sind Prophezeiungen. In solchen Mitteilungen fällt die Bild-/Filmbeschreibung meist weg oder spielt eine untergeordnete Rolle.

4. Religiöse Texte, die entweder auf Erscheinungen basieren (z. B. Fatima oder Garabandal) oder auf Schauungen zurückgreifen oder die Verarbeitung religiöser Vorstellungen sind, sind Prophezeiungen, aber keine Schauungen. Hierher gehören die biblischen Propheten, die tatsächlich nur Erzähler des Willens Gottes waren, wie ihn die alten Juden aufgefaßt haben. Spätestens hier tritt das Element der "Warnung" in den Vordergrund, das darauf abzielt, das Handeln der Menschen im großen Stil zu ändern, z. B.: "Wenn ihr dieses oder jenes nicht unterlaßt, wird euch die Strafe Gottes treffen!" Desgleichen basiert jedoch nicht auf Schauungen, sondern nachgeordneten Überlegungen!

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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