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Wie groß ist die Cäsur? (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 05.07.2013, 17:03 (vor 3379 Tagen) @ Leserzuschrift (21980 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Freitag, 05.07.2013, 17:11

Hallo!

Auch wenn sich eine Edelmetallwährung lange hält, z.B. einen 5100 Jahre oder auch einen 26000 Jahre Zyklus, steht sie meiner Meinung nach doch irgendwann vor dem Ende. Da wir vor dem Ende vieler übergeordneter Zyklen stehen, besteht die Möglichkeit, daß Wert der Edelmetalle in naher Zukunft extreme fallen wird - gegen Null.

Ja, allerdings nur dauerhaft, wenn der große kulturelle Zyklus ebenfalls wieder an den Anfang ginge. Dann lebten wir zum Beispiel für die nächsten 5000 Jahre als kleine Nomadengruppen auf einer beinahe entvölkerten Erde. Solche brauchen sicher keine Edelmetalle. Sobald (zum Teil) seßhafte Vorkulturen Beziehungen über weite Strecken und große Regionen hinweg entwickeln, verfestigt sich meines Erachtens Edelmetall (oder etwas ähnlich reaktionsträges, praktisch nutzloses und durch seinen Glanz geistig bestechendes) als Währung. Auf lokaler Ebene mag es zudem simple Tauschgeschäfte geben.

In einem globalen Finanzcrash sowieso. Bei so einem "Crash" werden plötzlich sehr viele Kredite fällig gestellt, es wird plötzlich sehr viel Bargeld in Form von Dollar, Euro, Yuan benötigt, so daß es für Edelmetalle einen riesigen Anbietermarkt geben wird. In diesem Sinne machen es die Edelmetallhändler heute schon richtig, daß sie Gold gegen Euro verkaufen und sich vom Gewinn Ackerland kaufen. Habe ich auch gemacht, allerdings von meinem Gehalt. Wenn ich vor einer ungewissen Zukunft stehe, werde ich keine Lebensmittel verkaufen, auch nicht gegen Gold. Die Ereignisse werden sich vieleicht über 10 Jahre erstrecken, was macht es dann für einen Sinn heute Edelmetalle zu erwerben? Ich sage mal voraus (keine Schauung), daß nach dem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung in naher Zukunft, spätesten nach dem 2. strengen Winter, das Gold auf der Straße liegt und keiner hebt es auf.
Nach den Ereignissen tausche ich Kartoffeln gegen eine Sense, ohne Gold.

Das betrifft die Zeit des Umbruches, in der es wirklich ums nackte Überleben geht. Diese Zeit könnte durchaus auch nach Ende des Schauungsszenarios noch einige Jahre andauern, bis sich der Planet beruhigt und die Natur erholt hat. Dann tritt Stabilität ein, die wieder große Konzeptionen, z. B. Staatenbildung mit Wirtschaft erlaubt.
Die Frage ist: Wie weit fallen wir zurück? Steht am Ende ein neuer "Steinzeitmensch", vielleicht auf geistig reiferer Grundlage oder setzt sich der Zyklus der verschiedenen Hochkulturen, in dem wir uns gegenwärtig befinden, weiter fort auf einer bereinigten Erde?

Ich halte es für möglich, daß ein neuer Großzyklus nach dem Untergang von Atlantis / dem Ende der Eiszeit / der Sintflut beginnt, über dessen erste 3000 bis 4000 Jahre wir kaum etwas wissen, der sich dann über kleine Anfänge in einzelnen Flußlandschaften (Nil, Euphrat) und immer gewaltiger werdende Hochkulturen und Zivilisationen bis zur heutigen globalen Hypris steigert, die den Untergang fordert. Dann wäre Gold zunächst natürlich wertlos.

Sollte es hingegen zu einer Cäsur kommen, deren Folge Reichsbildung ist, worauf die Prophezeiungen über Kaisertum usw. hindeuten, wäre Edelmetallbesitz langfristig wohl förderlich (wobei vor der Anhäufung von Edelmetallen zuvörderst an das fürs eigene Überleben nötige zu denken wäre).

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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