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Der Waldhirt Prokop (1887–1965) (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier @, Mittwoch, 26.06.2013, 19:38 (vor 3382 Tagen) @ BBouvier (23266 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Mittwoch, 26.06.2013, 19:54

"Ich schlafe und schlafe doch nicht wenn ich nachts in der Hütte liege.
Aber Dinge sehe ich, zum Grausen, doch ich schlafe dabei nicht,
weil ich draußen meine Stiere hören kann und den Wind und Regen.
Einmal seh ich, wie der Wind Feuer bringt
und alle Bäume brennen wie Streichhölzer.
Ein andermal seh ich, daß drunten (im bewohnten Tal)
alles verkommen ist, kein Mensch ist mehr zu sehen
und kein Haus, nur noch Mauertrümmer.
Und immer wieder kommen Wolken, feuerrot,
und es blitzt aber es donnert nicht.
Einmal ist alles finster und drunten auf der
(Zwieseler) Waldhausstraße geht einer mit einem brennenden Ast
und ruft:
»Bin ich wirklich noch der Letzte?
Bin ich wirklich noch der einzige?
«

Und wieder danach ist der Himmel gelb wie eine Zitrone
und so tief herunten.
Kein Vogel singt, ich finde keinen Stier mehr und kein Wasser.
Auf dem Berg nicht und drunten im Regen kein Tropfen mehr.
Es muß ja so kommen, weil die Leute nichts mehr glauben.
Jeder tut als wäre er für immer auf der Welt
und jeder meint was er wohl sei und noch werden könnte.
Es werden noch alle zu spinnen anfangen und meinen,
sie könnten vom Gescheitsein leben und nicht von der Arbeit.
Die, die arbeiten werden immer weniger und die,
die von den Arbeitenden leben, werden immer mehr.
Das Regieren ist eben leichter als Arbeiten."

Stockert (1947)
=>
"Schauet nicht hinaus und seid nicht neugierig,
was draußen vorgeht (die "3 Finsteren Tage"), sonst müßt ihr sterben!
Zwei Drittel der Menschheit wird von der Erde genommen sein..."
... und dann (!) kommt der Hunger!

Alpenschäfer Velten zugeschrieben:
=>
"...bleich und abgezehrt schleichen die Menschen über die Straßen und Felder
und ringen die abgezehrten Arme über dem Kopfe.
Andere liegen matt und bleich vor den Häusern, halbe lebendige Gerippe,
außer Standes, sich nach Hilfe umzusehen.
Alle Zucht und Ordnung ist aufgelöst,
denn die Not hat die meisten Menschen verwildert
und jeder sucht mit Gewalt dem anderen
den Bissen aus dem Mund zu nehmen."

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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