halb-halb (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Donnerstag, 03. Mai 2012, 17:56 (vor 2952 Tagen) @ Eyspfeil4548 mal gelesen

Hallo, Eyspfeil,


Z, z, Du sagst immer etwas, und widersprichst Dich im gleichen Moment, Alder.
Die Jobsuche wäre im Ausland "lohnend", aber ist überbürokratisiert
mit "eidg.dipl.Lager-Log."

Klar muss man viel Papierzeugs vorweisen (Staplerführerschein, so ein Witz), aber das ist ja auch durchaus machbar (gut, die eidgenössische Diplomierung nicht, aber das war eine Zuspitzung - die Hürden sind hoch, man braucht Jahre und bestimmte berufliche Voraussetzungen, z.B. beim Treuhänder, nämlich eine einschlägige, jahrelange Tätigkeit, aber man kann auch das schaffen, wenn man speziell das wollte - natürlich gibt es auch Lagerarbeiten, die nicht derart hohe Anforderungen voraussetzen, sind dann aber schlechter bezahlt).

Dann gibts aber auch einen fairen Lohn, von dem einem noch mehr bleibt, als in der BRDDR.

Und nebenbei fasst man Fuss in einem Land, das von der Geographie sicher gute Voraussetzungen bietet, das Erwartete gut zu überstehen.

Das aktuell Negative, weg von der Familie, kann ja sich innerhalb von Monaten wandeln zu einem: ganz weg, und zwar mit Familie - weil sich ein neuer Wohnort anbietet.

Als Arzt hat man dort vielleicht gute Karten.

Die Schweiz wird von deutschen Arbeitssuchenden regelrecht überschwemmt, egal, in welchen Berufen, daher die aktuelle Diskussion um ein Zuviel-des-Guten.

Da wäre eher Österreich gut, z.B. im Gastronomie-Sektor, oder Belgien.

Im Vergleich zur Schweiz verdient man da Hungerlöhne, hat aber auch geringere Lebenshaltungskosten.

Aber man ist in jedem Fall von seiner Heimat & Familie weggerissen, und
das wird immer schwieriger, je älter man wird.
Viele dieser hier "offenen Stellen" im Internet werden durch bloße Opportunität
vergeben, d.h. wenn ein 20jähriger vorbeikommt mit 20 Jahren Berufserfahrung
und Qualifizierungs-Grad Triple-A.

Das ist mir schon klar, aber bevor man arbeitslos daheim wartet, und beständig älter wird, könnte sich der Versuch lohnen, man verliert ja nichts dabei.

Ich such verzweifelt selbst etwas im "Lager", aber da beiße ich praktisch
nur auf Granit.:schief:
Insofern gibt es diese "offenen Stellen" nur für eine bestimmte Klientel.
Wenn die Konjunktur dann wieder nachläßt & Leute entlassen werden,
fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen, dann gibt es auf einen Schlag
keine offenen Stellen mehr.


Das mag ja sein, aber wer gerade jetzt keinen Job hat, dem kann das doch egal sein, ob es dann wieder so sein wird - Hauptsache, man ist jetzt wieder drin, und wenn es meinetwegen für eine Übergangszeit wäre. Das war dann noch dazu in einer landschaftlich schönen Gegend.

Da sehe ich in der BRDDR wirklich keine gute Gelegenheit, denn wenn man einen Job bekommt, ist es vergleichsweise obermies bezahlt, und davon wird einem noch alles mögliche für Sozialklimbim abgezwackt.

Wer Jobs mit nicht allzu hohen Anforderungen an Fachkenntnisse anbieten kann, spricht eben eine grosse Menge an Arbeitssuchenden an, und kann die Löhne bis unter die Schmerzgrenze drücken.

Das kommt auch in der Schweiz langsam in Gang, da sind die billigen Deutschen die Lohnbrecher, aber es ist noch lange nicht so extrem wie in Merkelstan.

Beste Grüsse vom Baldur


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