Allgemeine Betrachtung hierzu meinerseits (Schauungen & Prophezeiungen)

rauhnacht @, Dienstag, 24. April 2012, 00:57 (vor 2962 Tagen) @ Baldur4730 mal gelesen
bearbeitet von rauhnacht, Dienstag, 24. April 2012, 01:06

Hallo Baldur,
es passiert, wenn es denn dann so weit ist, ja nicht das erste Mal.
Und „ der liebe Gott hat einen großen Tierpark!“ Da ist es nun ja auch die Frage, wie man dieses komische Sprichwort für sich übersetzt.
Man kann es verwerfen, weil Gott womöglich, so auf Anhieb die Welt betrachtet :gar nicht lieb ist, und Tiere - Menschengleichnis, ach je!
Man kann auch sagen, das dumme Sprichwort hält sich aber auch nur, weil es immer wieder benutzt wird.
Man könnte es aber auch lediglich so verstehen, dass neben aller Ähnlichkeit eben doch große Unterschiede bestehen. Und bis da jeder Topf seinen Deckel findet?!
Mich fasziniert die Vielzahl endzeitlicher „Erwartungen“. ( Wobei ich gar nicht glaube, dass es beim nächsten Show down tatsächlich schon darum geht )
Eschatologie. Die Lehre der „letzten Dinge“ vom „ Anbruche einer neuen Welt“. Individuell und universell.
Im Christentum, Judentum, Islam, nordische Mythologie, Azteken findet man dies.
„ Das Rad dreht sich“ Folge und Wirkung im Budhismus. Vorstellungen aufeinander folgenden Welten mit jeweiligen Weltenwenden, bzw.Enden in schamanistischen Bildern oder allgemeiner Naturreligionen, bekannt hier z.B. die Hopi.
Interessant auch der „Einbruch“ der sogenannten Realisten in den Letzten Jahren. Überbevölkerung, Ressourcenbegrenzung, Finanzdebakel, vermeintliche Klimakatastrophe. So scheinbar „plötzlich“ taucht auch dort das SCHRECKGESPENST der Endlichkeit auf. Ohne Wende ,irgendwie, geht es auch in deren Vorstellung nicht mehr hunderte von Jahren weiter. Das EWIGE Wachstum, alles wird Immerwährend besser ist nur noch eine Mär aus vergangenen Tagen. Vielleicht wird da nur eine Gesetzlichkeit begriffen oder erahnt?!
Und da ist dann der Mensch, ihm innewohnend der ständige Drang Wirkungsprinzipien zu verstehen oder in aller Verzweiflung zu konstruieren.. Das macht er dann auch, ganz nach seinem persönlichen Verständnis. Eben dieses ist aber, wie bitte sollte es auch anders sein, seinem Kulturkreis und seiner individuellen Ausrichtung zugeordnet,immer schon und auch heute. Das aber bedeutet, was da der Gemse einleuchtend erscheint, ist es für den Hund noch lange nicht. Der gegenwärtige „Zustand“ mag Beiden gleich erscheinen, über das wie, warum und wohin werden sie aber trefflich streiten, weil ihre Wahrnehmung und ihr individuelles Verständnis sich nicht deckt.
Ich finde es geradezu genial ( in anderen Worten solches läßt mich gläubig sein) in welcher Vielfalt dann irgendwie letztlich doch alles wieder z.B.siehe oben zu ähnlichem führt.
DIE WAHRHEIT im Detail gibt es für mich gar nicht, es gibt nur unzählig verschiedene Wege, alle mit der selben Berechtigung. Die Begründung, das aber ist der falsche Weg, ist lediglich der Annahme geschuldet, man müsse den kürzesten nehmen, alle wollen zum selben Ziel und Wurzeln kann man doch vermeiden. Ich meine, völliger Quatsch, was für den einen ein gangbarer Weg ist, ist es noch lange nicht für Alle.
Im allgemeinen und im besonderen taucht Gott im Erklärungsmodell des Individuums immer dann auf, wenn es an Grenzen des Wirkungsverständnisses stößt und es ob der Großartigkeit erblaßt. Ob dies nun im Nachdenken über Blitz und Donner früher oder Erkenntnissen der Physik und Mathematik heute geschieht, ist eigentlich wurscht. Stören tut da nur der Dogmatismus der Erkenntnisteilhaftigen. Und ich muss sagen, dieses nervt mich sehr, bei Anderen UND ebenso bei mir selbst!!!!! Eine Gesetzlichkeit?!


Nun könnte es sein, dass Schauungen sozusagen „Wegweiser“ sind.
Es könnte aber auch sein, dass Schauungen „Naturgesetz“ der Schöpfung, des Allen was da ist, sind.
In der oben ausgeführten Vielseitigkeit keineswegs in starre Bilder zu pressen, die dem jeweiligen Gusto entsprechen. ( Aus der Nahtodeserfahrungssammlung scheint es ja auch so zu sein, dass einige Bilder, wie z.B. das helle Licht, Tunnelerfahrungen, Lebensbilanz kulturübergreifend vorkommen und andere Bilder, wie Jesus, Mohammed, Engel und dergleichen kulturell oder persönlichen Glaubenserwartungen zu zu ordnen sind. Das heißt aber doch nicht, dass diese nicht da waren, sie sind lediglich erwartungstypisch im Geiste des Empfängers sinnreich übersetzt. Eben auf DEM Weg, der gesehen werden kann)

In der Folge aus obigem heißt dies für mich, dass Menschen, die Schauungen erleben ( was ich als gegeben annehme, da ich mir persönliche Erfahrungen derzeit nicht anders erklären kann ) dies in IHREM individuellen Rahmen tun mit aller womöglich religiös behafteten Struktur. Für jeden ein wenig anders und doch kulturell und aus Glaubenserkenntnis geprägtem Rahmen. Daraus ergeben sich letztlich in der Folge Bilder, denen ein Mensch anderer Auffassung kaum folgen kann. Sind die aber deswegen falsch und einfach so zu verwerfen? Wohl kaum, vielleicht gelten sie nur der Gemse oder dem Hund. Der Vielseitigkeit ist damit der Weg gezeichnet.
Ich kann Lorbeeraussagen eher nichts abgewinnen, die unzähligen Marienerscheinungen erscheinen mir als Glaubensaufrufe, wie auch immer geartet. Wie viele Menschen leben denn tatsächlich noch in der WENN – DANN Erwartung? Unzählige---- Wir Alle? Etwas anderes wird da doch im Kern gar nicht gesagt! Individuell unterscheidet sich nur das WENN.
Und dennoch ist dies für Mich in meinem Verständnis kein Aufruf zu dogmatischem Rosenkranzgebete ( für Andere im Umfeld der Empfänger durchaus und dort auch berechtigt);;und Glauben an rächendem Gott und blutigen Lämmern auf Wolken. Ich glaube auch keineswegs an einen schicksalswirkenden Gott oder Götter in Persona. Ich glaube an die Wirkung des Zusammenflusses alles dessen, was da ist, ein Schöpfungsprinzip, stets immerwährend aufs Neue, Spielt aber gar keine Rolle, wenn Andere dies anders empfinden oder glauben, die Wirkung ist ähnlich. Nur dieser rächende Gott, außerhalb von uns, erlischt da plötzlich, auch wenn dieses nervige WENN – DANN dadurch erhalten bleibt.
Ich denke, die Mühungen, die man mit dem Phänomen der Präkognition hat, sind fast immer ein Mühen um das Ringen mit dem Verständnis von der Welt und Gott, was immer der Einzelne dann da für sich da erkennen mag. Eben schon allein deswegen, weil uns bei TATSÄCHLICHER Anerkennung des Phänomens etwas streift, was uns von seiner Wirkung und Ursache letztlich zu einem „erschauerndem, sprich göttlichen unbegreiflichem Irgendwas“ gemahnt.
Ich glaube nicht; dass alles was irgendwie religiös gestrickt erscheint zu verwerfen ist; aus oben genannten Gründen ( Vielseitigkeit); ich glaube nicht, dass man bestimmte Bilder; wie das des Antichrist in den Feldpostbriefen wegen dem Bezug zu biblischen, erkenntnisbedürftigen Bildern mal eben so, weil aus irgendwelchen individuellen Erkenntnissen eben passender, negieren darf.
Die Welt ist eben dann doch nicht nur schwarz und weiß und auftretende Dualitäten dürfen für die Allgemeinheit nicht einfach per Logik und Analyse bestritten werden . Ein wenig mühsamer ist es dann halt schon.

P.S.:Weil nun nun wieder einmal Viele in diesem Forum stöhnen;_ vielleicht bin ich ja die Gans in diesem Zoo. Ich sag Euch, eigentlich mag ich das aber gar nicht sein!

Mit freundlichen Grüßen an Baldur


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