sehen kann jeder, aber sieht man auch zutreffendes ? (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Montag, 23. April 2012, 21:46 (vor 2962 Tagen) @ BBouvier4684 mal gelesen

...es ist Spätsommer,
das Korn schon reif,
Ich sehe irgendwo eine Kirche,
gesteckt voller betender Leute,
plötzlich kommen diese schiachn Leute in roten Fetzen
und sperren die Kirchentüren zu, und bringen die in der Kirche
alle um.

Ich sehe Weiberleut' alle in schwarz
und am Friedhof Haufen an Haufen.
Alte Männer werden am Kirchplatz von einem alten Pfarrer
mit dem Allerheiligsten gesegnet,
und sie gehen zu Fuß zum Tal hinaus und kämpfen draußen,
gar nicht weit weg, nur mit Messern und einfachen Waffen,
Mann gegen Mann.
Sie haben nur Socken an, statt Schuhe, so groß ist die Not.
Vom hinteren Ötztal werden Verwundete auf Leiterwagen
herausgebracht."

"Der Kernpunkt aber ist: spricht hier eine Seherin ?"

BB:
Aber ganz sicher doch!


Hallo, BB,

daß sie was sah, bestreite ich doch gar nicht, Sie soll ja auch arme Seelen, die sich *angekündigt* haben sollen, gesehen haben, jedoch, ohne sie zu erkennen, wer das denn wäre !
Und nirgends ist überliefert, daß sie jemals zuvor zutreffendes gsehen hätte.

Darum gehts doch - ist sie eine ernstzunehmende Quelle, weil sie schon Treffer hatte, oder war sie jemand, die halt was sah, und das erzählte, und das wars dann ?

Eine mir bekannte Hellseherin hat meiner Familie ungalublich präzise Voraussagen gemacht, die alle eintraten, sie sagte aber auch, daß sie ihren Mann sähe, der ihr vom Friedhof aus zuwinken würde, wann immer sie vorbei fahre, (da war der noch quietschfidel), und deutete das, daß er bald sterben werde - er starb aber nicht in Bälde, nach Jahren verlor sich der Kontakt. Und diese Dame hatte reihenweise präziseste Treffer.


Du kannst der armen Frau (wohl geb. 1883!)
doch kaum vorwerfen wollen, dass sie katholisch ist!

Auch darum gehts doch nicht. Da ich aber auch eine umfangreiche katholische Verwandtschaft hatte, kenne ich die *werds scho no seng* Aussagen zur Genüge. Die sagten mehr oder weniger das Gleiche wie die Ötztalkathi, nur nicht, daß sie es gesehen hätten - aber erwartet haben es praktisch alle, und das hat auf mich ziemlich abgefärbt.


Und Dein Argument, sie sage:
"Es gibt nur zwei Parteien:
Für den Herrgott und gegen den Herrgott!
Die Verfolger der Kirche haben eine Zeitlang eine große Macht."

Spricht m.E. sehr für eine Wiederholung
von 1789, 1871, 1917, 1919 und 1936.

Ich sehe das, wie gesagt, anders, und wenn ich es denn interpretieren will, paßt das auf islamitische Umtriebe viel eher. Um es plakativ zu sagen: wer nimmt die Kirche denn heute wirklich noch ernst und sieht sie als Gegner an ? Die sind doch längst in einer argumentativen Sackgasse gelandet aus Unglaubwürdigkeit, Doppelmoral und xyz (selbstzensiert, ich will ja wirklich niemanden verletzen).

Allerdings würde sich wohl jemand auf gleicher Stufe (religiös um Vormacht kämpfend) am einzigen Gegner reiben, und wenn es nur um die Zurschaustellung faktischer Macht gegen dünnes Wort ginge.


Nämlich "Rote" gegen die bestehende Ordnung
und deren Repräsentanten.
Darunter auch Pfarrer und die Kirche ganz pauschal.

Ja, aber die Kirche ist doch heute gar kein Machtfaktor mehr. Welcher Kommunist hätte denn Angst vor dem Einfluß eines Bischofs oder Kardinals ? Die würden doch nur laut lachen. Bei Woitila und dem Aufbruch in Polen mag das noch anders gewesen sein, gerne zugestanden. Aber das ist lange her.

Ebenfalls beste Grüße vom Baldur


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