Was ist echt? (Schauungen & Prophezeiungen)

Down Under @, Sonntag, 25. September 2011, 14:27 (vor 3215 Tagen) @ Down Under7117 mal gelesen

Besten Dank Euch beiden,
Ihr in diesem Forum habt es Euch offenbar zur Aufgabe gemacht, die 'Spreu' in puncto Prophezeiungen vom 'Weizen' zu trennen. Das finde ich sehr beeindruckend!
Was aber, wenn alles in diesem Bereich 'Spreu' ist? Bitte entschuldigt meine 'ketzerische' Frage; ich bin, wie gesagt, ein Neuling auf diesem Gebiet.
Ich selbst bin nur deshalb auf das Prophezeiungsthema gestossen, weil ich seit einigen Jahren ausgehend von meinem (recht bescheidenen) Hintergrund in der Finanzbranche einen gewaltigen 'Tsunami' auf uns zurollen sehe, von dem ich annehme, dass er mehr als nur die Finanzwelt radikal veraendern wird. Insbesondere rechne ich seit einigen Jahren im Zusammenhang mit einem finanziellen Desaster mit buergerkriegsaehnlichen Zustaenden in Deutschland (etwa seit 2002 habe ich darueber mit Familie und Freunden zu sprechen versucht). Als dann das von mir erwartete Szenario (im Groben, nicht im Einzelnen) etwa ab 2007 einzutreten begann und die meisten meiner Mitmenschen (damals noch in Deutschland) noch absolut unempfaenglich fuer Diskussionen ueber anstehende schwerwiegende Krisen waren, habe ich angefangen, im Internet nach 'Gleichgesinnten' zu suchen. So bin ich auf die Prophezeiungen gestossen. Dabei fand ich interessant, dass Prophezeiungen zu aehnlichen Szenarien kamen wie ich - es unterschieden sich nur die gedanklichen Ausgangspunkte (und die Prophezeiungen gingen viel weiter und waren um einiges konkreter als meine Vorstellungen).
Daher habe ich ab 2008 bis zu meiner Auswanderung ein wenig gelesen, insbesondere Irlmaier/Adlmaier, Bouvier, Bender, etc. Auch Huebschers 'Grosse Weissagung' habe ich gelesen und als Folge dessen die Prophezeiungen einstweilen ad acta gelegt.
Haften geblieben ist mir aber insbesondere Bouviers Zeittafel, veroeffentlicht in den 80er Jahren. Ich habe das Buch selbst in den Haenden gehalten, es wurde VOR dem Mauerfall veroeffentlicht, die Wiedervereinigung jedoch korrekt vorausgesagt (ebenso wie ein Terroanschlag auf Hochhaeuser in New York mit vielen Toten sowie eine schwere weltweite Finanzkrise). (Wie alt mag BB jetzt wohl sein; ich habe gelesen, dass er bei Erscheinen seines Buches vor ueber zwanzig Jahren bereits ein PENSIONIERTER Offizier war.) Auch Irlmaier ist mir in Erinnnerung geblieben, der wohl tatsaechlich ueber Einzelschicksale recht genaue Angaben machen konnte. Und natuerlich die Feldpostbriefe, sehr beeindruckend, und nach Bender wohl tatsaechlich VOR dem zweiten Weltkrieg (1914) verfasst. Nicht zu vergessen die Fatima-Prophezeiung von 1917 und das damit einhergehende 'Sonnenwunder', das wohl von mehreren zehntausend Menschen gesehen wurde; ebenso beeindruckend die weitere Entwicklug mit dem wohl vorausgesagten Attentat auf Johannes Paul II am FATIMA-TAG 1981 und die anschliessende Pilgerreise JP II's nach Fatima sowie dessen reger Kontakt mit der Fatima-Seherin Schwester Lucia, und der Tod der beiden im selben Jahr (2005).
Nach Huebscher sind europaeische Prophezeiungen eine grosse sich staendig wandelnde Wandersage, die ihren Ursprung wohl in einer Art Urangst der Europaer vor einem Ueberfall aus der Tiefe des asiatischen Raumes haben koennte (Hunnen-Trauma?), und die permanent an aktuelle Gegebenheiten angepasst wird, um eine stetige Naherwartung aufrecht zu erhalten. Daher stehe ich Prophezeiungen grundsaetzlich skeptisch gegenueber. An Folgendem kommt man meines Erachtens jedoch auch als Skeptiker nicht ohne Weiteres vorbei:
- Fatima;
- Feldpostbriefe;
- Irlmaier, soweit es sich um privatee Gesichte handelt;
- Bouviers Zeittafel;
- mehr?
Das finde ich interessant, und ich kann mich dem nicht voellig verschliessen. Was meint Ihr? Was ist echt, was ist Unsinn? Koennte es sein, dass alles 'Spreu' ist?
Beste Gruesse vom deutschen Kiwi


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