"Johannes Friede" zum Magnetfeld (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard @, Dienstag, 30. August 2011, 00:46 (vor 3309 Tagen) @ lissi4539 mal gelesen

Hallo!

Am vergangenen Freitag lief auf ARTE eine Dokumentation über Forschungen zur erwarteten Umpolung des Erdmagnetfeldes. Die Doku ist auf Youtube noch zu sehen.

http://www.youtube.com/watch?v=B9nxV_JiXTI

Magnetischer Wechsel (Grossbritannien, 2003, 49mn) Regie: Duncan Copp

Wer eine verständliche Einführung in die geophysikalischen Hintergründe eines magnetischen Polsprunges möchte, dem kann diese Doku empfohlen werden (fünf Teile zu je zehn Minuten, die beiden letzten Teile sind am ehesten interessant). Ein Kippen der mechanischen Erdachse kommt in der Doku nicht vor, sie wird bekanntlich von Physikern als höchst unwahrscheinlich bis völlig unmöglich eingeschätzt.

Zu den Auswirkungen der mag. Feldabschwächung vor und während der Umpolung gehören unter anderem Nordlichter, die in Breitengraden sichtbar werden, wo sie normalerweise nicht auftreten. Sie könnten durchaus rötlich sein ...***). Die Umpolung ist ein Prozess, der sich (bisher) über Jahrhunderte erstreckt(e). Wir sind in ihn nun offenbar hineingeraten. Die Gefahr liegt nicht in der Umpolung selbst, sondern in den unkalkulierbaren Fluktuationen des Feldes während der Übergangszeit; besonders die Abschwächungphasen und -regionen sind dabei schädlich.

Am letzten Samstag hatte ich außerdem Gelegenheit, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt vorbeizuschauen, wo das einzige Exemplar (in Deutschland) des folgenden Buches liegt: "Das Johanneslicht" von Johannes Friede (1983, erste Auflage 1948). Aus diesem Buch werden gelegentlich die "Feuergarben des Jupiter" zitiert. Es bietet auch eine besondere, für mich sehr plausible Version der dreitägigen Finsternis. Offenbar hat aber noch niemand sich den Inhalt genauer und vollständig angesehen. Der ist deshalb jedoch interessant, weil darin u.a. eine Abschwächung des elektrischen und magnetischen Feldes der Erde vorhergesagt wird. Und es werden die gleichen Anzeichen wie in oben erwähnter Doku genannt (z.B. regelmäßige Nordlichter in unseren Breiten). Es sollen (gemäß dem Buch) auch häufigere Gewitter im Winter dazugehören, was wiederum an die Finsternis-Schauungen der Nonne Jahenny erinnert. Sehr bemerkenswert fand ich, dass Johannes Friede sagt, vor 2000 Jahren sei das "Magnet- bzw. Lichtfeld" vorübergehend sehr stark gewesen. In obiger Doku wird anhand einer Verlaufskurve des Magnetfeldes über die letzten Jahrtausende dasselbe gezeigt. Diese Sachverhalte sind in der Geophysik aber erst seit Kurzem bekannt.

Ich werde eine Kopie des Buches in der nächste Woche an Taurec schicken. Falls gewünscht und erlaubt (und ich die Zeit finde), kann ich vorab in einem eigenen Thread eine Zusammenfassung und ein paar Zitate aus dem Buch bringen.


Grüsse, G.


***) Hinweis von mir (wird im Film so nicht gesagt!) im Hinblick auf eine gewisse Vision eines gewissen Indianers, in der ein lange Zeit geröteter Himmel als "letztes Zeichen" vor der Katastrophe geschildert wird.


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