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Cayceaussage zur Quelle (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 20. März 2011, 13:35 (vor 3505 Tagen) @ Angsthase4058 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Sonntag, 20. März 2011, 13:49

Hallo!

sei so gut und lies einfach mal "Der schlafende Prophet" von Jess Stearn.
Wenn in seinen Readings die Rede von dem "Wesen" ist, so ist damit der
Ratsuchende gemeint, dem das Reading galt (vgl. ebendort, S. 10). Es gab
keinen speziellen "Geist im Jenseits" oder Ähnliches, der ihm soufflierte
und ihn als Medium benutzte. Insofern ist es höchst inadäquat, bei ihm von
"Channelling" zu sprechen oder ihn in die Nähe von irgendwelchen unseriösen
New-Age-Praktiken zu rücken.

Gut, dann muß ich das revidieren. So einfach, daß jemand ihm etwas sagt, das er weitererzählt, scheint es nicht zu sein.
(Buch kommt die nächsten Tage.)

Cayce hatte er Zugang zu einer Quelle an Informationen, die mit dem
"Weltgeist" beschrieben werden, in dem alles, was je geschehen war oder
geschehen würde, registriert ist.

Von der Netzseite des "Cayce Portales":
http://www.cayce-portal.de/Die_Gabe.html

"Edgar Cayce hatte die Gabe, sich selbst in einen Trance-Zustand zu versetzen. In diesem Zustand konnte er, laut eigener Aussage, mehrere Informationsquellen „anzapfen“. Obwohl er zugab, dass man kaum etwas über diese Quellen weiß, vermutete er, dass „eine solche Quelle offenbar jener Bericht ist, den eine Person oder Wesenheit während all ihrer Erfahrungen in dem, was wir Zeit nennen, erstellt. Alles, was eine Seele je erfahren hat, findet sich im Unterbewusstsein einer jeden Person und ist wohl auch in der so genannten Akasha-Chronik* aufgezeichnet“.

Immer jedoch stritt er ab, ein „Medium im echten Sinne des Wortes“ zu sein. Gelegentlich kam es wohl vor, dass ein Verstorbener oder ein anderes Geisteswesen durch ihn sprach, doch er schaffte es meist, dies zu unterbinden. „Ich [bin] der festen Überzeugung, dass die Quelle aus dem Universellen kommen wird, wenn sie nicht durch die Wünsche der Person, die um das Reading gebeten hat, in eine andere Richtung gelenkt wird.“

Interessanterweise sprach er in Trance immer in der dritten Person („Ja, wir haben den Körper, den suchenden Geist...“). Auch ist auffällig, dass er häufig aus der Bibel zitierte und sein Sprachstil oft dem der Bibel entsprach, und zwar der im angelsächsischen Raum stark verbreiteten King James Bible.
Er selber war während des ganzen Vorgangs nicht bei Bewusstsein und war nach dem Erwachen auf die Berichte, Erzählungen und Protokolle der Anwesenden angewiesen. Dies verunsicherte ihn zutiefst, da er lange fürchten musste, ausgenutzt zu werden (was, vor allem im Anfang, auch häufig vorkam)."

Er gab an, mehrere Informationsquellen anzuzapfen und eine davon ist nach seiner Vermutung die "Akasha-Chronik".
Der Begriff "Akasha-Chronik" ist mir zu esoterisch. Jedoch scheint mir das Ding an sich nicht so verschieden zu sein von dem Bereich, in den sich meiner Auffassung nach Seher beim Sehen begeben: in ein überzeitliches Sein, wo Materie sich in Information auflöst, Zeit und Raum auf einen Punkt zusammenschmelzen, an dem idealerweise barrierefrei alles wahrgenommen werden kann. In der Praxis gibt es wohl Begrenzungen, so daß man nicht willkürlich alles erfahren kann.

Der Unterschied von Cayce zu einem Seher ist allerdings, daß Cayce nicht sieht, bzw. es nichts gibt, das tatsächlich auf Sehen hinweist. Es gibt keine Wahrnehmung, an die er sich erinnern kann und er kann keine Beschreibung von Bildern geben. In den Readings, die ich bislang gelesen habe, kam die Beschreibung eines seherischen Bildes auch noch nicht vor.
Alles, was wir haben, sind Antworten auf Anliegen und Fragen, die ihm gestellt wurden. Cayce selbst hatte mangels Erinnerung auch nur die Berichte der Anwesenden. Deswegen sind seine Aussagen über die Quelle wohl auch nicht höher zu Bewerten als die Vermutungen seiner Leser. Cayce ist quasi ein Leser seiner selbst.

Daß er in Trance Bibelstellen zitierte, den Sprachstil wechselte und die grammatische Person, deutet meines Erachtens darauf hin, daß zumindest zeitweise tatsächlich ein Wesen durch ihn sprach.

Was unterscheidet ihn denn nun von einem Sprachrohr, durch das sich von der anderen Seite "etwas" ausdrückt? Welche Sicherheit gibt es denn, daß er tatsächlich bis zur besagten überzeitlichen Ebene durchdrang und sich nicht ein Mittler zwischengeschaltet hat, der selbst über Cayce als passivem Werkzeug sprach?

Irlmaier und Cayce sind schlecht vergleichbar, weil Irlmaier nachweislich gesehen hat. Cayce tat wohl etwas anderes und befand sich in einem anderen Zustand (und hat natürlich richtiges gesagt!).

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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