Re: Oh je....Aber auch die deutschen Vorbereitungen sind voll am Laufen!

Geschrieben von BBouvier am 13. März 2005 20:06:31:

Als Antwort auf: Re: Oh je, meum latinum in rectum (Mein Latein ist im A....)@Taurec geschrieben von IT Oma am 13. März 2005 19:35:47:

In seinem beachtenswerten Büchlein:
„Ein Bummel durch Europa“, widmet Mark Twain
ein Kapitel unserer Sprache:

„Die schreckliche deutsche Sprache.“

Auszug:

„Im Deutschen hat man auch die Angewohnheit,
die Verben auseinanderzusetzen und zu zerreissen.
Man stellt die eine Hälfte an den Anfang irgendeines
aufregenden Satzbaus und die zweite Hälfte ans Ende..........Je weiter die beiden zusammengesetzten Wortteile auseinandergerissen werden,
um so vergnügter ist der deutsche Schriftsteller
über sein Verbrechen.....Ich gebe nachfolgend ein Beispiel
aus einem deutschen Roman:“
(Betr.: „abreisen“)

„Als die Koffer gepackt waren, -*reiste*- er,
nachdem er Mutter und Schwestern geküsst
und noch einmal sein angebetetes Gretchen
an die Brust gedrückt hatte, die in ihrem
einfachen weissen Musselinkleidchen,
eine einzige Tuberose in den prachtvollen
Wellen ihres vollen braunen Haares,
fast ohnmächtig die Treppe heruntergewankt war,
noch bleich von den Schrecken und Aufregungen
des verflossenen Abends, aber voll Verlangen,
ihr armes schmerzerfülltes Haupt
noch einmal an die Brust dessen,
den sie mehr liebte als ihr Leben, lehnen zu dürfen, -*ab*-.“

Das klappt auch recht putzig mit "weggehen":

"Mein Onkel
ging(!)
(- und schon hier öffnet der Japaner sein Wörtebuch und sucht
anschliessend voll zunehmender Verzweiflung
und ohne jeglich greifbares Ergebnis nach "ging"),
nachdem er alle Freunde, besonders aber diejenigen, die bei ihm
im Verein schon seit Jahren...bla bla, und bla bla....
und weil er schon 70/71 gesagt hatte, dass, bla bla,
...........bla bla........
...............
....................
............bla....bla weg.

BB




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