Re: Gebratene Yorkshireterrier und gerupfte Nachtigallen:-)))

Geschrieben von Wizard am 26. Februar 2005 00:01:55:

Als Antwort auf: Re: Gebratene Yorkshireterrier und gerupfte Nachtigallen:-))) geschrieben von Badland Warrior am 25. Februar 2005 06:46:30:

Moin Baddy,

schon mal versucht eine Nachtigall zu erlegen?

Nicht nur das da fast nichts dran ist, die sind auch schlecht zu fangen. So ein Schwan ist da um vieles leichter zu bekommen und es genügt einer. Das mit dem Flügelschlag ist ein Gerücht, Außer bei ausgesprochen großen Laufvögeln besteht keinerlei Gefahr. Schwäne sollte man ähnlich leicht erlegen können wie (Haus)Gänse. Sie sind Aggressiv und verteidigen ihr Revier. Einfach rankommen lassen, Arm hin halten und wenn sie al Ärmel reißen Kopf abschlagen (Hieb unter dem Arm durch). Dann einfach brühen, rupfen, ausnehmen (ACHTUNG! die Galle nicht verletzen), innen würzen, wenn gewünscht füllen und zunähen. Dann den ganzen Vogel außen würzen, straff zusammen schnüren und mit Lehm (nicht zu feucht und mehrere cm dick) ummanteln, vorsichtig in die Mitte der Glut legen und langsam garen lassen. Ab und zu wenden und bisserl Holz nachlegen. So nach 2 bis 2,5 Stunden ist er gar. Aus der Glut holen und etwas abkühlen lassen. Lehm aufbrechen und futtern. Ideal ist es, das Feuer in einer passenden Grube zu machen, die Hälfte der Glut herausnehmen, den Vogel rein und die restliche Glut um zu. Man kann dann die Glut und den Vogel mit großen Blättern abdecken und Sand drüber häufen.

Auf die Art lässt sich übrigens jedes Viech (und Fisch) zubereiten. OK, für einen Ochsen braucht man recht viel Lehm. Man spart sich dabei aber das Häuten. Geflügel sollte man aber schon brühen und Rupfen oder wenigstens über dem Feuer sengen. Vor dem Brühen oder Sengen wenigstens die Großen Federn abnehmen, die braucht man für Pfeile.

Vorteil dieser Zubereitung:

Weniger Arbeit

Weniger Sauerei

Weniger Spuren

Man kann alle Beilagen mit in das Viech stopfen, wenn es groß genug ist

Kaum Geruch beim Braten, der unliebsame Besucher anlocken könnte

Kein oder kaum Verlust von Saft oder Fett

Weniger Verlust von Nährstoffen

Schmeckt gut

Man kann das Essen nach dem Garen ganz auskühlen lassen und hat es transportfertig verpackt. Ist es draußen kalt genug (Frost) kann man das Essen so verpackt gefrieren lassen und irgendwo hinlegen. Außer ausgesprochen großen Räubern (Bär, Mensch) kommt da nichts ran. Selbst ein Wolf dürfte Probleme haben, da ran zu kommen, wenn die Lehmschicht dick genug ist. Ein Mensch der das nicht kennt, würde nicht mal vermuten, dass der angekokelte Stein Essen enthält.

Der Lehm lässt sich nach Gebrauch wiederverwenden, da er ja nicht gebrannt wurde.

Jam *Lippenleck*

Wizard

PS: Wer es mal ohne Lagerfeuer und Glut ausprobieren will, kann das im heimischen Backofen. Dauer nur länger und schmeckt nicht ganz so gut.


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