Re: Was wenn, und überhaupt.

Geschrieben von HJH am 23. Februar 2005 21:09:16:

Als Antwort auf: Was wenn, und überhaupt. geschrieben von P.Conner am 23. Februar 2005 17:34:30:

N´abend Conner

Da steckt viel Wahrheit, und bestimmt auch eigene Erfahrung in deinen Worten. Aber BB (und nicht nur ihn) interessieren die einzelnen Schicksale wenig, die Menschen mit einer Verantwortung des "spekulativen" Sehens mit sich herumschleppen müssen. Als melkende Kuh ist man gerne gesehen, solange alles Visionäre auf festem Fundament aufgebaut ist. Wird es abstrakt, scheitern die Bodenständigen, und quetschen die nächsten "Opfer" aus. Da tritt alles Menschelnde in den Hintergrund. Habe dies zu Genüge selbst erlebt. Deshalb gebe ich mich mittlerweile virtuell gerne als versoffener Idiot zu erkennen. Die Naivität meiner Anfangszeit, als ich gerne und sehr offen über meine Erlebnisse ausführlichst Bericht erstattete hat sich lange gelegt. Und dies in der Forenwelt, und v.a. im öffentlichen Leben. Da geht es einem dann so, wie du es beschreibst: Teilnahmslos und abgestumpft, bei mir im Wechselspiel mit blankem Zynismus, begegne ich meiner Umwelt.

Und den "Lynchgedanken" meiner Mitmenschen - den kenne ich! Gelyncht bedeutet auch, mundtot gemacht zu werden. Mundtot von denen, die mit gespaltener Zunge daherkommen (das Land/die Welt ist überfüllt von denen!) Damit meine ich nicht BB, der bezieht wenigstens klar Stellung.

Dennoch:

Was BB wohl mit einem "Nostradamus" heutiger Zeit anfangen könnte?

Antwort: Siehe sein "Loriot"-Posting!

Gruß

Jörg


>Hallo BB.
>Eine Frage beschäftigt mich zusehends. Was wäre, wenn du genau wüsstest, was wann wo und wie geschieht. Was machst du mit deinem Wissen. Wenn du in die Öffentlichkeit damit gehen würdest, wie würde diese auf dich reagieren ?
>Mit viel Glück erreichst du 1 Prozent, der Rest hält dich für Irre. Wenn dann immer mehr von deinen Prognosen eintreffen, werden sie dich lynchen. Im Glauben daran, daß du mitverantwortlich bist.
>Schaffst du genügend emotionale Distanz, so ist das wie ein abhaken einer Liste. Der Außenwelt gegenüber erscheinst du teilnahmslos bis abgestumpft. Das Ergebnis ist, du wirst auch gelyncht in dem Glauben daß du mehr weist als die.
>Die einzige Möglichkeit sind anonyme Internetforen, in denen mehr oder weniger Gleichgesinnte und andere "Chaoten" sich treffen und sich über dies und jenes unterhalten. Paralell dazu sorgst du dafür, daß dein soziales Umfeld so weit wie möglich in trockenen Tüchern ist.
>Die weitere Möglichkeit ist natürlich, sich aufs sterben vorzubereiten, siehe oben.
>Egal was du machst, du mußt morgens in den Spiegel schauen können.
>Gruß
>Conner


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