Beben und Vulkane: Alltag oder Vorzeichen von Schlimmerem?
Geschrieben von Badland Warrior am 16. Januar 2005 16:41:21:
Vulkane, Erdbeben und Betrachtungen
Moin, moin, allerseits!
Wir hatten ja am 26.12.2004 den Abbruch von 1000 km Unterseegraben, mit dem nachfolgenden Erdbeben und der sattsam bekannten Tsunami, welche sogar in Somalia, Kenia und Äthiopien noch Opfer forderte, und kurzzeitig Europa etwas verschob, aber nicht für lange.
http://f23.parsimony.net/forum53379/messages/138171.htm
Auch begann die Erdachse etwas zu „eiern“.
http://f27.parsimony.net/forum66690/messages/9403.htm
Wenn man sich die Bebenkarte der letzten Wochen ansieht, dann fällt einem etwas auf:
http://survival.4u.org/erdbeben/erdbeben.htm
Mir zumindestens: Erstens: die Beben in der Region halten immer noch an, und die Sache scheint „nachzuschwingen“ wie bei einer tibetischen Glocke. Wenn eine tibetische Glocke geläutet wird, dann dauert es, wenn man sie in der Hand hält, mitunter mehrere Minuten, bis der Nachhal aufhört, weil die Glocke nachschwingt. So ähnlich scheint es auch mit unserer Erde zu sein.
Und so, wie die Glocke nicht nur an einer Stelle schwingt, so schwingt die Erde auch nicht nur an einer Stelle. Zwar ist die Konzentration immer noch auf das Gebiet um Sumatra (dort sind zwar nur Fünferbeben, aber jetzt andauernd!), im Gebiet des Krakatau (na, kennt den noch jemand? Das war der, welcher vor dem Seebeben, das wir jetzt hatten, die bisher bestdokumentierte Katastrophe in der Art verursachte.) sogar ein Sechserbeben.
Ich erinnere mich noch, dass zu dem Zeitpunkt, als das Seebeben und die Tsunami waren, eine Ecke von Indien von mehreren sich anscheinend überscheneidenden Erdbeben heimgesucht wurde.
Anhand der Bebenkarte konnte man weiterverfolgen, dass Beben sozusagen „wanderten“, von Indien über Turkmenien, bis nach Georgien und schließlich Griechenland und die Türkei.Ich weiß nicht, wer von euch Wasserbetten kennt. Wenn man an einer Stelle draufhaut, dann wabbelt es bis ans Ende durch. Und je stärker der Schlag, desto größer und weiter die Schwabbelei. Es kommt mir vor, als ob die Erdkruste „nachwabbelt“. Allerdings weiß ich nicht, ob die neuerdings wieder aktiv gewordenen Vulkane etwas damit zu tun haben. Man könnte aber vermuten, dass sie zumindest davon beeinflusst werden.
Was mich auch stutzig machte: Vor einigen Tagen gab es ein Erdbeben entlang der portugiesischen Küste. Franz_Liszt hatte das hier reingestellt. Die hohen Angaben bei ihm widersprachen der Bebenkarte in Evas Forum. Wobei ich seine Daten für besser halte. http://f27.parsimony.net/forum67523/messages/3225.htmNichtsdestotrotz kam kurz nach dem Beben dort ein Beben auf der entgegengesetzten Seite des Atlantiks zustande, nämlich in Brasilien. Dadurch bin ich erst auf den von mir so genannten „Wasserbetteffekt“ aufmerksam geworden.
Meine Überlegung ist nun folgende: Das Seebeben von Sumatra hat die Erde ziemlich ins „Schwabbeln“ gebracht. Das wäre nicht weiter wild, wenn die Erde ansonsten stabil wäre. Es gibt aber – so, wie ich das als Laie sehe - mehr instabile als stabile Gebiete. Und jedes noch so kleine tektonische Ereignis könnte den Planeten wieder ins „Schwabbeln“ bringen. Und gerade im Feuerring ist zur Zeit einiges los, wenn es auch, verglichen mit dem Neunerbeben in der Weihnachtszeit „Peanuts“ ist, aber steter Tropfen höhlt den Stein.
Zur Zeit haben wir mehrere aktive Vulkane, die aber noch nicht mit Gepolter ausgebrochen sind.
Kann der Nachhall oder das Nachschwabbeln der Erdkruste diese aktiven Vulkane zum Ausbruch bringen?
Kann ein Ausbruch an exponierter Stelle dadurch, dass der Geoid eh am Schwabbeln ist, das noch verstärken? Ich halte das durchaus für möglich. Ich halte es auch für möglich, dass dies zu noch größeren Katastrophen in der nächsten Zeit führen kann. Es gab in den letzten Tagen mehrere Beben in der Nähe von Vulkangebieten:
Einmal in Kamtchatka, wo der Bezymiani und der Sheveluch vor sich hinbrodeln, allerdings auf kleiner Flamme (siehe auch: http://survival.4u.org/vulkane/bericht.htm
und in der Nähe des Krakatau: http://f27.parsimony.net/forum66690/messages/9657.htm, welcher auch auf kleiner Flamme brodelt. Aber immerhin brodelt er.
Und das zeigt, dass an kritischen Stellen momentan etwas los ist. Ich weiß nicht, ob das mehr ist, als die normale Aktivität, aber ich vermute mal, dass es das – anbetrachts der Tatsache des vorhergehenden Seebebens – nicht ist, und dass es sich gegenseitig hochschaukelt.
Meines Erachtens könnte uns da noch einiges ins Haus stehen, und einiges mehr, als das, was mit der Tsunami schon passierte. Ich nehme auch an, dass das Auswirkungen auf das ohnehin schon etwas spinnerte Wetter weltweit haben wird.Wenn mir da jemand weiterhelfen kann, auch, was meine beiden Fragen oben angeht, wäre ich dankbar.
Badland Warrior