Re: welcher Crash?
Geschrieben von Röde Orm am 12. Januar 2005 15:48:14:
Als Antwort auf: welcher Crash? geschrieben von Joe68 am 12. Januar 2005 15:34:57:
Hallo HotelNoir
So leicht ist die Frage gar nicht zu beantworten. Von welchem Crash gehst Du aus, wirtschaftlicher Zusammenbruch? Gut, wirtschaftlicher Zusammenbruch!
Ich bin „fast“ kein Hellseher und somit kann ich nicht wirklich abschätzen, wie es mir im Jahre X finanziell und gesundheitlich geht. Angenommen, ich wohne noch dort, wo ich jetzt wohne, würde ich so lange wie möglich versuchen dort zu bleiben. Zwar teile ich das Haus mit 3 Parteien, aber der eine lebt und arbeitet vorwiegend in Singapur, das andere Pärchen ist schon Rentner. Hinten am Haus befindet sich noch ein großes Grundstück. Alles zur Erstversorgung ist vorhanden, auch Gerätschaften. Zwar habe ich das nicht mitgemietet, aber ein Handel lässt sich sicherlich vereinbaren. Die alten Herrschaften können es eh nicht mehr wirklich. Sie könnten das gut versteckt gelegene Grundstück beschützen (er ist Jäger), wenn ich vielleicht versuche irgendwie eine Nebeneinnahmequelle zu ergattern. Ich bin groß, kräftig, gesund, handwerklich begabt, kann gärtnern, usw. Irgendwie und irgendwo wird das schon klappen. Nebeneinnahmequelle natürlich, wenn Haupteinnahmequelle nicht mehr existiert. Falls meine Ex die Kinder nicht mehr ernähren kann, kommen sie zu mir.
Weitere Option wäre es zu meiner Mutter zu ziehen, da sie bereits ein bezahltes Haus mit etwas Garten besitzt. Mein Bruder, meine Schwester und mein Schwager wohnen im gleichen Dorf, schön weit weg von Städten. Diese Option wird natürlich nur dann ergriffen, wenn es bei mir im Vorort einer kleinen Kreisstadt bereits rund geht und ich nicht mehr alleine das Leben meiner Kinder und meines zu gewährleisten, oder ich die Wohnung trotz Handel (z.B. Garten-/Gesundheitspflege statt Geld) aufgeben muss.
Ich würde auf jeden Fall versuchen Konflikte zu vermeiden. Es hilft weder mir noch meinen Kindern wenn ich Held spiele und ein Bajonett zwischen meinen Rippen stecken habe.
Die allerletzte Option wäre Flucht, denn freiwillig das gegenseitig beschützende soziale Umfeld aufzugeben wäre echt dumm. Auf der Flucht ist alles anders, heimatlos und vogelfrei. Nein, dass nur, wenn nichts mehr geht, z.B. Invasion einer gegnerischen Armee mit allen denkbaren Folgen. Soweit denke ich aber erst einmal nicht:-) Ich will es nur mal üben und gucken, wie sich das anfühlt *lol*.
Ich glaube, die Familie wird wieder dichter zusammenrücken, denn gemeinsam ist man stark. Außerdem muss man sich auf den anderen verlassen können. Da habe ich doch lieber meinen Bruder an meiner Seite, als einen völlig Fremden.
Also Überlebenssicherung:
Stärkung des sozialen Umfeldes
Anbau von Gemüse wie Bohnen und Kartoffeln
Arbeiten, was geht... Gartenbau, Waschmaschinen reparieren, Mauern errichten, Klos putzen, völlig egal.Im Alltag wird es keine zeit mehr fürs Internet geben *lol*.
Das ist jetzt natürlich pure Theorie. Oft kommt es anders und dann anders als man denkt.
Liebe Grüße
RödePS: Nach dem Crash möchte ich aber Wanderprediger werden. Das weiß ich genau!:-))