Re: Wie würde ein schlauer Russe die BRD einkassieren?
Geschrieben von BBouvier am 10. Januar 2005 22:09:35:
Als Antwort auf: Wie würde ein schlauer Russe die BRD einkassieren? geschrieben von Badland Warrior am 10. Januar 2005 20:43:00:
Hallo, Baddy!Die Russen haben m.E. zur Zeit durchaus nicht vor,
Europa militärisch zu unterwerfen.
Ein solcher (dann folgender,langer Weltkrieg)
wäre auch gar nicht zu gewinnen.
Im Gegenteil:
Sie bemühen sich, mit Europa zu koalieren.
Möglicherweise durchaus mit dem Ziel, die USA zu schwächen.Nach den Schauungen hat Russland zum Zeitpunkt
des russischen Feldzuges doch wieder
eine national-kommunistische Regierung!!Das sollte man nicht ausser Acht lassen.
Und ich halte es durchaus für denkbar, dass dann die USA!
Russland zum Krieg nötigt.
Wäre ja nichts Neues, soetwas...:
Schlachtfeld Europa!Im übrigen folge ich den Überlegungen Alcestes.
Gruss,
BB
>Wie man ein Land erobert
>Bezüglich des Iraks und Afghanistans ist ja nun so ziemlich alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann. Auch in Tschetschenien läuft einiges mehr als unrund.
>Wie müsste, so überlegte ich mir über Jahre hinweg, Russland vorgehen, wenn es denn TATSÄCHLICH (was ich inzwischen bezweifle, aber als Möglichkeit immer noch im Hinterkopf behalte- man hat ja schon Pferde kotzen sehen, metaphorisch gesprochen) den europäischen Westen erobern wollte?
>Dazu gehören nicht nur Truppen, Waffen und die dazugehörige Logistik. Etwas, das vielmehr Bedeutung hat, ist etwas ganz anderes.
>Ein Land, das man erobern will, haut einem die Augen blau und die Jacke voll, wenn man es falsch anpackt. So geschehen in den drei oben erwähnten Ländern.
>Doch wie packt man es richtig an? Nun, das, was ich hier niederschreibe, ist bestenfalls Stammtischstrategie, aber ein guter Diskussionsansatz – glaube ich. Ich muss hinzufügen, dass ich selbst immer Zivilist war. Vielleicht übersehe ich wichtige Details, vielleicht aber sehe ich gerade dort klar, wo sonst die weißen Flecken sind. Ich weise hiermit ausdrücklich darauf hin, dass ich NICHT wirklich daran glaube, dass die Russen einmarschieren. Ich stelle hier auch keine Behauptungen auf, ich möchte nur Überlegungen darstellen, wie man bestimmte Dinge sehen und anpacken KÖNNTE, wäre man ein Invasor. Ich behaupte nicht, dass das so gemacht wird. Das Ganze ist lediglich ein psycghologisches Planspiel.
>Die psychologische Kriegsführung.
>Wenn man ein Land erobern will, ist es am bequemsten, wenn die Leute eh schon mit einem sympathisieren. Daher ist alles zu tun, um Sympathie zu erzeugen. Man muss ein Meister der Maske sein und den Leuten eine Nebelwand hinbauen, auf der sie alles halluzinieren, wonach ihnen der Sinn steht. Das zum einen. Man darf nicht als Gegner erscheinen, sondern als der nette Onkel von jenseits des Zaunes. Schöööööön einlullen.
>Man muss auch genug Trottel haben, die schon früher mit einem zusammenarbeiteten. Die sind immer nützlich, um alte Bande wiederzuknüpfen. In dem Falle wären das für Russland ehemalige stramm linientreue Leute bei NVA und Staatssicherheit, die noch den einen oder anderen Faden in der Hand halten. Und die westdeutsche DKP. Man baut also eine politische fünfte Kolonne auf, die man dann auch einsetzt, und entweder als Maruionette benutzt oder schlicht und einfach verheizt.
>Ferner braucht man drei weitere Gruppen: Diese bestehen aus den eigenen Leuten. Davon sind ein Teil Eingeweihte, also Offiziere, die sich illegal oder legal betätigen, Geld ranschaffen (Russenmafia) oder einfach den anderen zuarbeiten, ohne es zu wissen. Und man braucht Trottel zum Verheizen. Sollten sich Gruppen von Pöbel der eigenen Nation im anderen Land befinden, dann weckt man bei ihnen Trotz, Heimatromantik usw. Man sorgt dafür, dass sie sich gettoisieren und immer schön gewaltbereit bleiben. Man kann sie ja später noch einsetzen, denn auf die eigenen Leute hören sie eher, als auf die ihnen Fremdgebliebenen, in deren Land sie leben.
>Soviel dazu. Hinzu kommt die innere Schwächung des anderen Landes. Das geschieht gut dadurch, dass man Menschenmassen dorthin verschiebt, die dort nicht hingehören, sich isolieren, und durch andere Wertvorstellungen für Ärger sorgen. Ferner sind Drogen, besonders Opiate, ein gutes Mittel um die eventuell nachdenken könnende immer kritische Jugend stillzubekommen. Also werden Drogenschmuggel und -Handel unterstützt. Dabei kassiert man nebenbei im Hintergrund ab, hat aber soviele Lakaien dazwischen und Verflechtungen, dass man selbst nie in den Verdacht gerät. „Was denn, wir? Wir sind doch eure Freunde!“
>Ferner sorge man dafür, dass die schlimmsten politischen Extemisten gestärkt werden, und gegeneinander ausgespielt. Es muss immer etwas Unruhe herrschen, damit man sich nicht einig wird.
>Die Regierung des Landes wird beschwichtigt, einige Abgeordnete und minister können gekauft werden, andere haben bedauerliche Unfälle, wieder andere müssen bei unappetitlichen Gewohnheiten unterstützt werden, damit sie entweder erpressbar werden oder sie sich selbst auszählen.
>Ferner unterstütze man die Gutwilligen und Naiven, damit alles, was vorgebracht werden könnte, als „Vorurteil“, als „Rassismus“ oder dergleichen erscheint.
>Wer die Herzen hat, hat auch die Leute. Deswegen ist es gut, Religionsgemeinschaften egal welcher Art, von der Hinterhofsekte bis zur großen Kirche, zu unterwandern und das Gift der Beeinflussung langsam aber sicher einzuträufeln.
>Mit Rückschlägen ist immer zu rechnen, aber man muss am Ball bleiben.
>Ferner sind die Geheimdienste des Landes zu beschäftigen. Man werfe ihnen durch „Doppelagenten“ irgendetwas hin, das bedeutsam aussieht, opfere vielleicht ein oder zwei niedere Chargen, und stehe weiterhin gut da.
>Wichtig ist auch die wirtschaftliche Abhjängigkeit. Hat das Land keine oder wenig Rohstoffe, so setze man alles daran, dass sie nicht auf Ideen wie Pyrolyse, Ölrückgewinnung oder dergleichen kommen. Sie müssen faktisch schon aus der Hand fressen, bevor der erste Schuss gefallen ist.
>Man sorge dafür, dass das Land sich einigermaßen politisch isoliert und säe Zwietracht zwischen ihm und seinen Verbündeten.
>Allein damit kann man schon ein Land zermürben.
>Wichtig ist auch, jede Fehlentwicklung als solche zu erkennen und massiv anzukurbeln. Damit verliert das ohnehin zerstrittene Volk berechtigterweise auch noch den letzten Funken Vertrauen in die Regierung. Korrupte Richter, die Skandalurteile fällen, machen sich da auch sehr gut. Es muss grundsätzlich eine miese Stimmung herschen.
>Wenn das Volk sich dann irgendwann erhebt (man kann da ja das eine oder andere einfädeln, was Ursache sein kann) und die Regierung plötzlich ganz allein dasteht, muss man die Trumpfkarte ausspielen. Man erscheint als Retter in der Not.
>Das hat mehrere Vorteile: Erstens kann man orgendwelche Hilfstruppen aus anderen Völkern (Nordkoreaner9 verheizen und schont die eigenen Truppen, zweitens wird man die ganzen Tagediebe los, die man selbst hat, weil sie als Soldaten eingesetzt werden können, vielleicht mit dem Versprechen, dass der eine oder andere kleine Offizier eine politische Rolle bekleiden könnte, die schlechte Laune der eigenen Truppe kann propagandistisch gelenkt werden, und die dummen Soldaten toben sich an der Zivilbevölkerung aus. Das wiederum hat den Vorteil, dass damit auch gleich ein ganzer Teil der Drogensüchtigen und Dummköpfe, die ohne es zu wissen, einem geholfen haben, weg sind, und man mehr Platz für die eigenen Leute hat.
>Im Chaos eines Bürgerkrieges ist auch immer genug Raum, solche Aktionen herunterzuspielen oder als gerechtfertigte Notwehr darzustellen.
>Gleichzeitig kann man nach dem Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche die ganzen Gefängnisse leeren. Man braucht sie ja schließlkich selbst für eigene Zwecke. Einiges an Kroppzeug kann man gleich liquidieren, anderes wird eingespannt nach dem Motto: „Hör mal, du schuldest uns noch einen Gefallen.“ Das gewissenlose Pack wird einem aus der Hand fressen, solange immer ein oder mehrere Vorgesetzte drakonisch durchgreifen. Verheizen kann man sie ja immer noch.
>Gleichzeitig mit dem Einmarsch muss eine wahre Propagandaflut losschlagen, welche auch dem Dümmsten erklärt, warum geschieht, was geschehen muss.
>Die ohnehin geschwächte und demoralisierte Truppe des Feindes muss aufgerieben werden, oder noch besser, eingegliedert. Gerade in den östlichen Bundesländern sollte das kein Problem sein. Genug alte Kader gibt es dort ja.
>Und man bedenke, dass erst das Essen und dann die Moral kommt. Ein völlig zerrissenes volk, das hungert, wird alles tun, um diesen umstand zu beenden. Alles. Von daher wird sich wenig Widerstand regen. Die dennoch unvermeidlichen Widerstandsnester sind auszuräuchern. Einige der Rädelsführer können gekauft werden, die anderen werden zermürbt und liquidiert.
>Soweit die pessimistische Analyse, wie es zu schaffen wäre. Entschuldigt, Foris, aber mir ist gerade furchtbar schlecht. Vielleicht ist das ja auch nur Unfug, aufgrund des neumondes. WAs denkt ihr?