Re: Gesetzliche Krankenkassen wollen nicht mehr für synthetisches Insulin zahlen
Geschrieben von Elisabeth am 22. Februar 2006 10:17:
Als Antwort auf: Gesetzliche Krankenkassen wollen nicht mehr für synthetisches Insulin zahlen geschrieben von Wizard am 22. Februar 2006 01:43:34:
>Da fragt man sich doch glatt, was als nächstes kommt.
Man sollte sich auch fragen, was schon da ist. Z.B. dieses: Eine bestimmte Form einer Krebserkrankung, bei der anhand eines Tumormarkers offenkundig war, dass irgendwo im Körper eine Metastase vorliegt. (Tumormarker ganz eklatant angestiegen.)
Einer der Grundpfeiler bei dieser Art der Krebserkrankung ist die möglichst sofortige Entfernung allfälliger Metastasen. (Sofern das geschieht und auch die anderen Behandlungsschritte eingehalten werden, sind die Chancen durchaus gut, es ist keine Krankheit mit einer aussichtslossen Prognose. Dieser Patient hatte das Pech, dass er aus der "Standardbehandlung" herausgefallen war, weil diese bei ihm nicht wirkte, sodass er auf andere Behandlungsformen angewiesen ist. Dies kommt bei einem sehr geringen Teil der von dieser Krebsart betroffenen vor.)
Der Sitz dieser konnte jedoch mit billigen/herkömmlichen bildgebenden Verfahren nicht festgestellt werden, sodass ein PET-CT erforderlich war. Kostenpunkt: ca. 1100-1300 Euro. Dieses ist ausreichend genau, um auch winzigste Metastasen zu entdecken. Der Patient durfte sich die PET-CT-Untersuchung von seinen Ersparnissen selbst bezahlen. (Dies aufgrund gesetzlicher Änderungen, die vor etwa 1-2 Jahren erfolgt sind - der Patient war damals grad um ein paar Monate "zu spät" dran, und hatte also doppelt Pech gehabt.)
Die Kosten für die anschließenden, lebensrettenden Operationen (die ohne die vorangehende PET-CT-Diagnostik gar nicht durchgeführt hätten können) wurden dann wieder übernommen.Alles Liebe,
Elisabeth