Re: WDR Kommentar zum Film: Tal der Wölfe

Geschrieben von Suchender am 21. Februar 2006 15:53:

Als Antwort auf: WDR Kommentar zum Film: Tal der Wölfe geschrieben von Tucuman am 21. Februar 2006 15:38:46:

>http://www.wdr.de/radio/wdr4/wort/zur_sache/
>ZUR SACHE VOM 21.02.2006
>Hetze aus der Türkei im Kino - aber Verbote sind sinnlos
>seit zwei Wochen läuft bei uns der türkische Action-Film "Tal der Wölfe". Mit Riesenerfolg beim deutsch-türkischen Publikum: Rund 250.000 Zuschauer haben den Film schon gesehen, er hat es unter die ersten Fünf der Kino-Hitparade geschafft.
>Aber der Film ist antisemitisch, antichristlich, antiwestlich, er hat faschistische Tendenzen und sorgt deshalb für heftige Diskussionen und sogar Verbotsforderungen. Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber und der Grünen-Chef Bütikofer plädieren für ein freiwilliges Absetzen des Films.
>....
>....
>....
>....
>Was mir besonder gefällt:
>all das, was in Deutschland jahrzehntelang sträflich vernachlässigt worden ist, in Großer Koalition von einer schnurzigen Kohl-Regierung und einer dämlich-blauäugigen Linken.
>....


Film-Streit wird für die Türkei zum Politikum

Da die Seite seit einigen Stunden nicht aufrufbar ist, hier der Text dazu:

Der öffentliche Streit um den Polit-Actionsfilm "Tal der Wölfe" wird für die Türkei zu einem Politikum. "Der Film ist in keiner Form zu akzeptieren", sagte CSU-Generalsekretär Markus Söder bei PHOENIX "Unter den Linden". "Ich finde, man muss nicht unbedingt mit Antisemitismus und mit Antiamerikanismus Geschäfte machen in Deutschland", erklärte Reinhard Bütikofer, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in der gleichen Sendung.
"Wenn man überlegt, wie jubelnd und gröhlend dieser Film angenommen wird und dann die türkischen Abgeordneten und vielleicht sogar Minister diesen Film sogar unterstützen, stellen sich mehrere Fragen", sagte Söder. Unter anderem habe das Auswirkungen auf eine mögliche Aufnahme der Türkei in die Europäische Union. "Man muss die türkische Politik auffordern, sich klar davon zu distanzieren", forderte Söder: "Wenn eine solche Distanzierung nicht erfolgt, stellt man wohl eher fest, dass der Film gutgeheißen wird. Und so jemand kann nicht in die Europäische Union."


Bütikofer appellierte dagegen an die Verantwortung der deutschen Kino-Unternehmer, durch Ausstrahlung des "offensichtlich hetzerischen Films" kein Öl ins Feuer zu gießen: "Bei aller Freiheit sollte man an die appellieren, die zuständig sind, verdient euer Geld anders!" Eine Verknüpfung der Film-Diskussion mit einem EU-Beitritt sieht Bütikofer aber nicht. "Ich glaube, die Türkei ist lange nicht so weit, wie sie sein müsste, damit sie in die EU zugelassen werden könnte", räumte der Grünen-Vorsitzende jedoch ein: "Da muss sich noch vieles ändern, auch in der Mentalität."


Quelle: Pressemitteilung PHOENIX



Antworten: